Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Industrial Metal

Cable Regime – “Life In The House Of The Enemy”

Mechanisch und hart, aber trotzdem lebendig

Cable Regime - "Life In The House Of The Enemy"Um 1990 herum blühte im härteren und extravaganten Musikbereich nicht nur Death- und Black Metal auf, sondern auch Industrial Metal hielt Einzug und vermehrte sich zunehmend. Während GODFLESH als einer der Pioniere bereits Ende der 80er Jahre ihre exklusive Variante des harten Industrials präsentierten, wuchsen besonders nach deren Album “Streetcleaner” weitere Bands ähnlichen Schlages wie Pilze aus dem Boden. CABLE REGIME kann man in gewisser Weise auch noch zu dieser ersten Welle hinzuzählen, auch wenn ihr Debüt “Life In The House Of The Enemy” erst 1992 veröffentlicht wurde und somit ein paar Jahre nach der ‘Kernexplosion’ erschien.

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Ultraspank – “Ultraspank”

Forgotten Nu Stuff – Teil II

Ultraspank - "Ultraspank"Man soll nicht glauben, dass ein halbes Dutzend Streetteams, Online-Portale und möglichst viele Myspace-Freunde allein zum Erfolg verhelfen. In einer Zeit, in der man noch ohne den sozialen Overkill auskommen musste, waren die wichtigsten Faktoren die gleichen wie heute: Gute Musik, gute Livequalitäten und über allem eine loyale Fanbasis. Und wenn die nicht groß genug ist, dann ist nachhaltiger Erfolg entweder kurzlebig oder schlicht unmöglich, auch wenn man als Band sämtliche Kriterien erfüllt.

So auch im Fall der 1996 in Santa Barbara, Kalifornien gegründeten ULTRASPANK. Hervorgegangen waren sie aus der Speed-Metal-Band INDICA, die 1992 von MTV sogar zur besten College Rock Band gekürt wurde. Durch rechtliche Nickeligkeiten und dank eines spontanen Einfalls von Rob Zombie wurde aus “Spank” dann ULTRASPANK.

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Strapping Young Lad – “The New Black”

26. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Erfüllt nicht ganz die Erwartungen

Strapping Young Lad - "The New Black"Meine Güte, was war ich damals gespannt auf diese Scheibe von Devin Townsend, bzw. STRAPPING YOUNG LAD. “Alien” und sowieso alles davor gefiel mir richtig gut. Das eine Album etwas mehr als das Andere, aber Durchhänger waren keine dabei. Auch “The New Black” ist alles andere als schwach, auch wenn man Abstriche machen muss, aber dazu gleich mehr.

Mr. Townsend hatte wie üblich seine (laut eigener Aussage angeblich) gleichberechtigten Mitstreiter Gene Hoglan, Jed Simon und Byron Stroud um sich gescharrt, um der Metal-Welt einen weiteren wuchtigen Schlag ins Gesicht zu verpassen. Gelungen? Nun ja, im Groben schon, in den Feinheiten jedoch erscheinen mir beim Hören dieses extremsten (?) Projektes von Devin Townsend die ersten Verschleißerscheinungen, um nicht sogar zu sagen die ersten Schwächen.

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October File – “Our Souls To You”

October File - "Our Souls To You"4 Ohren 2 Meinungen

“There’s not a problem I can’t fix, cause I can do it in the mix” – oder: OCTOBER FILE im Doppelpack!

Eine Band klingt nicht nur so gut wie ihre Riffs, sondern auch wie ihre Aufnahme und deren Produktion. Ein Schlagzeug kann nach Kartoffelkisten klingen, eine Gitarre nach Grillenzirpen, und es ist völlig egal, ob am Kit ein neuer Gene Hoglan sitzt oder an der Gitarre ein neuer Vai frickelt. Der Sound einer Produktion ist letztendlich das Gesicht einer Band, die ihren Ist-Zustand auf einem Album dokumentiert, und er ist gleichzeitig auch eine Handschrift. In den 90er Jahren konnte man z.B. blind hören, ob ein Album in den Händen von Scott Burns oder Jim Morris war, ob es aus dem schwedischen Abyss-Studio von Peter Tägtgren kam, oder ob Pytten im Grieghallen mal wieder feinsten “Blech-Metal”-Scheppersound gezaubert hatte. Ohne dass ein Produzent als Mentor und Ratgeber tätig werden muss, bringt er seine ganz eigen Herangehensweise mit, die oft zu seinem Markenzeichen gehört, wie z.B. der Breitwandsound von Devin Townsend. Und hier steht eine Band vor der Frage, welcher Weg, welcher Ansatz für sie der Richtige ist.

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Grey Machine – “Disconnected”

13. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wall of distortion

Grey Machine - "Disconnected"Es rumorte lange Zeit bevor die hier beteiligten Musiker endlich Nägel mit Köpfen machten und eine angestrebte, gemeinsame Veröffentlichung endlich verwirklicht wurde. Ex-GODFLESH- und JESU-Mastermind Justin Broadrick, sein Band-Kollege Diarmuid Dalton (FINAL, CABLE REGIME), Aaron Turner von ISIS und Dave Cochrane (HEAD OF DAVID, GOD) hoben GREY MACHINE aus der Asche und verfolgten die gemeinsame Idee eines Albums, auf dem es ordentlich hageln sollte. Herausgekommen ist ein Bastard aus musikalischer Unbarmherzigkeit,  beherrschtem Krach und künstlerischer Vielfalt, Sound-Erkundung und -Versuchung.

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Two – “Voyeurs”

12. März 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Halford goes Reznor

Two - "Voyeurs"Rob Halford kann machen was er will, aber er wird in den Annalen der Musikgeschichte immer als der Frontmann der britischen Heavy Metal Dinosaurier JUDAS PRIEST eingeschrieben sein. Trotzdem hat der Mann einige interessante Ausflüge in andere Gefilde unternommen, das schillerndste Projekt dabei war wohl TWO. 1992 hatte Halford offiziell JUDAS PRIEST verlassen und werkelte dann ein paar Jahre mit FIGHT herum. 1997 schlug dann die Stunde für etwas ganz anderes. Zusammen mit John Lowery (der damals mit MARILYN MANSON unterwegs war) nahm er einen ganzen Packen Demos auf und wurde damit bei Trent Reznor vorstellig. Dem gefiel, was da unter dem Namen “Gimp” das Licht der Welt erblicken sollte, und erklärte sich kurzerhand bereit, das Album auf seinem Label Nothing Records herauszubringen. Da der Name aber bereits belegt war, entschied man sich für “Two” und nahm das Album “Voyeurs” auf.

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Mnemic – “Sons Of The System”

13. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Teil des Systems

Mnemic - "Sons Of The System"“Modern Metal” ist eine furchtbare Genrebezeichnung. Sie suggeriert Moderne, wo keine ist. Sie bezeichnet sich als Metal und ist dennoch nichts weniger als das; vielmehr handelt es sich um holzschnittartigen Pop mit harschem Riffgeschiebe. Wie wäre es mit den Bezeichnungen “Marketing-”, “Ear Catching-” oder “Performed Metal”? Denn immerhin geben die Dänen MNEMIC ja im Titel “Sons Of The System” zu, Teil des Establishments zu sein. Und Nuclear Blast ist ja, wie wir wissen, ein Meister in der Produktion von derartigem Zeitgeist-Mainstream: stereotyp und am Fließband werden klinisch-sterile Klänge für den Schnellverbrauch, quasi musikalische Fast Food, auf den unersättlichen Markt geworfen, welche dann von entsprechenden Magazinen der Szene schon im Vorfeld als herausragend modern, innovativ, wegweisend bejubelt werden.

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City Of Fire – “City Of Fire”

6. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Nebenschauplätze sind immer interessanter

City Of Fire - "City Of Fire"

Fast hätte man sie übersehen, fast hätte sie der mediale Zug überrollt, der sich in den letzten Monaten ausgiebig mit FEAR FACTORY beschäftigt hatte (und es immer noch tut). Während in den USA der Kindergarten Hochbetrieb hatte, traten aus Vancouver in Kanada ganz unbemerkt CITY OF FIRE auf den Plan – die einem nichts sagen müssen, solange man nicht weiß, dass diese Band eine weitere, gemeinsame Baustelle von Burton C. Bell und Byron Stroud ist. Wo diese beiden Herren schon überall ihre Finger im Spiel hatten, sollte zum metallischen Allgemeinwissen gehören. Zusammen mit Terry “Sho” Murray, Bob Wagner und Ian White, ebenfalls langjährig erfahrene Musiker, beschreiten sie neue Pfade, die dennoch sehr vertraut klingen.

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Fear Factory – “Mechanize”

Fear Factory - "Mechanize"4 Ohren 2 Meinungen

Das neue Album von FEAR FACTORY ist ein Dampfhammer und ein Dämpfer zugleich, wenn auch ersterer gewohnt heftig niederschlägt und letzterer gar nicht so groß ist. Den größten Unterschied macht wohl eher die Entstehung von “Mechanize”, welche für wiederauflebende Freundschaften und scheinbar irreparable Schäden im Bandgefüge steht. Zwischen Burton C. Bell und Dino Cazares ist nach langer Funkstille wieder alles klar, während sich die beiden zusammen mit der anderen Hälfte von FEAR FACTORY, Christian Olde Wolbers und Raymond Herrera, einen Kindergartengerechten Streit um die Namensrechte liefern. Eine Zeit lang hieß es “die neue Band mit dem Namen Fear Factory”, nun ist das Album endlich erhältlich. Haben es Dino und Burton tatsächlich geschafft, die alte Chemie zum Kochen zu bringen, den Geist in der Maschine zum Leben? Reiht sich “Mechanize” als neuer Klassiker ein zwischen “Demanufacture” und “Obsolete”? Matt Sick und ME sind da eher skeptisch.

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Lard – “The Last Temptation Of Reid”

1. Januar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wenn der Jello mit dem Alien…

Lard - "The Last Temptation Of Reid"Alleine die Besetzungsliste dieses Projektes sollte, nein, muss man sich langsam auf der Zunge zergehen lassen. Al Jourgensen (MINISTRY, REVOLTING COCKS, uvm.) an der Gitarre, Paul Barker (MINISTRY, REVOLTING COCKS, uvm.) am Bass, Jello Biafra (DEAD KENNEDYS, uvm.) am Gesang und Jeff Ward (NINE INCH NAILS, MINISTRY, uvm.) an den Drums. Das liest sich doch wie die verführerische Einladung einer Nymphomanin oder?

Was kommt wohl heraus, wenn so viele dreckige Typen mit einer Punk-Vergangenheit und diversen Industrial-Vorkenntnissen zusammen Musik zelebrieren? Genau, Industrial Punk. Zumindest irgendwas, das man so oder so ähnlich betiteln könnte.

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Jesu – “Heart Ache”

30. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Die Mammut-Debüt-EP

Jesu - "Heart Ache"Nachdem GODFLESH im Jahre 2002 gestorben waren, gönnte sich Mastermind Justin Broadrick eine Auszeit, um neue Kräfte zu sammeln. JESU entsprang dem Gedanken, die düsteren und depressiven Elemente aus dem ursprünglichen GODFLESH-Sound zu extrahieren und mit einigen frischen Ideen zu versetzen, die mit dem Industrial-Schlachtschiff nie möglich gewesen wären. Auch wenn JESU gar nicht mal so weit entfernt sind vom ursprünglichen GODFLESH-Feeling, sind neue Impulse leicht und unverkennbar auszumachen. Etwas Avantgarde, eine Menge Psycho der Marke NEUROSIS, eine Prise SWANS und bittere Depression gepaart mit dem unverkennbaren Gitarrensound Broadricks lassen die Grenzen, die er sich mit GODFLESH steckte, problemlos verschwimmen und den Spielraum deutlich erweitern. So geschehen auf “Heart Ache”, der ersten Veröffentlichung von JESU aus dem Jahre 2004.

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Vauxdvihl – “Siberian Church Recordings”

3. Dezember 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Musik überm Tellerrand

Vauxdvihl - Siberian Church RecordingsAls VAUXDVIHL mit ihrer genialen EP “Vog” den drastischen Sprung von einer Prog-Band zu einem versierten Electronic-, bzw- Industrial-Rock-Projekt vollzogen haben, war für viele Hoffnungsträger eine geniale Band gestorben. Ich sehe diesen Aspekt genau andersherum. VAUXDVIHL haben mit ihrer Experimentierfreudigkeit Mut bewiesen und sich aus dem schier undurchschaubaren Wust an progressiven Rock- und Metalbands abgehoben.

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Hanzel und Gretyl – “Über Alles”

24. November 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Sie sind über alles!

Hanzel und Gretyl - "Über Alles"Man sieht sich bekanntlich immer zweimal im Leben. Das amerikanische Duo HANZEL UND GRETYL war Mitte/Ende der Neunziger eine Band im Electro/Industrial-Sektor, und hatte durchaus das Potential zu höheren Weihen. Ihre beiden Alben “Ausgeflippt” (1995) und “Transmissions From Uranus” (1997) erschienen zunächst auf dem kleinen, aber mäßig betriebenen Label Energy Records. Sie wurden vor allem von ihrer elektronischen Seite beherrscht und zeigten sich ziemlich vielseitig, was den Umgang mit Effekten, Samples und Elementen aus anderen, benachbarten Stilen betrifft. Offenherzig waren sie, zweifelsohne mit Talent für coole Songs gesegnet und einem heiteren Hang zur deutschen Sprache.

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Jesu – “Silver”

18. November 2009 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Silver is just another gold

Jesu - SilverDer ehemalige GODFLESH-Mastermind Justin Broadrick hat nach Ableben selbiger Band bekanntlich JESU ins Leben gerufen um neue musikalische Wege zu beschreiten. Ganz so weit ist die Musik zwar nicht von GODFLESH entfernt, aber um etliche Nuancen erweitert.

“Silver” ist die dritte Veröffentlichung JESU’ und war als eine Art Vorgeschmack auf das damals nachfolgende Album “Conqueror” zu verstehen. Der eingeschlagene Weg wurde konsequent eingehalten und erneut eine schwer melancholische Klang- und Klagewelt erschaffen, die förmlich vor Emotionsausbrüchen strotzt. Ich weiß zwar nicht, was J.K. Flesh aka Justin Broadrick schon so alles mitmachen musste, aber solche Musik schreibt niemand, der rundum glücklich ist in seinem Leben. Hier spielen Psychopharmaka und andere Substanzen scheinbar eine große Rolle.

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Powerman 5000 – “Somewhere On The Other Side Of Nowhere”

14. Oktober 2009 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zeigen, was sie haben!

Powerman 5000 - "Somewhere On The Other Side Of Nowhere"Vor kurzem sagte Michael Cummings alias Spider One, dass “Somewhere On The Other Side Of Nowhere” entweder der dämlichste oder der denkwürdigste Titel sei, den er sich jemals für ein POWERMAN 5000 Album ausgedacht hätte. In einem hat der sympathische Frontmann auf jeden Fall recht, nämlich wenn er voller Begeisterung vom neuesten Werk spricht. Um es kurz zu machen: Die Begeisterung ist mehr als gerechtfertigt, und knapp drei Jahre nach “Destroy What You Enjoy” kriegen sämtliche Fans, und die die es werden wollen, eine Granate um die Ohren gehauen, die es in sich hat.

Wer sich die Hitdichte von “Tonight The Stars Revolt” und die geballte Power von “Anyone For Doomsday?” schon immer wieder zurückgewünscht hat, der bekommt beides nun im Doppelpack.

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