Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Indie Rock

Joy Division – “Heart And Soul”

8. September 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zeitgeist 1977-1980

Joy Division - "Heart And Soul"JOY DIVISIONs Position und Einfluss im aufkeimenden Post-Punk der 1970er Jahre und der dadurch entstandenen, später florierenden New-Wave-Bewegung Englands, war besonders im Großraum London erheblich. Sie überrolten nahezu alle konkurrierenden Bands und bombardierten die örtliche Szene förmlich mit ihrem Streben nach mehr. Besonders ihr Frontman Ian Curtis, der sich 1980 tragisch das Leben nahm, spielte dabei mit seinem teilweise narzistischen, stets recht exzentrischen Verhalten eine bedeutende Rolle. Er wollte mit seiner Band hoch hinaus und war bereit, dafür alles zu tun.

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Loop – “Fade Out”

26. August 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Atmet den Qualm der 70er

Loop - "Fade Out"Nur selten verdient die Musik einer Band die Bezeichnung Psyhcedelic Rock so sehr wie das, was die Briten LOOP auf ihren Veröffentlichungen präsentieren. Die Kernzeit der Band war zwischen 1985 und 1990, eigentlich also nicht sehr lange und dennoch haben sie neben diversen Compilations und Singles besonders mit ihren drei Alben “Heaven’s End”, “Fade Out” und “A Gilded Eternity” zur Geschichte der psychedelischen Musik, die eben nicht Mitte/Ende der 60er Jahre, bzw. in Ausläufern auch noch in den 70ern geschrieben wurde, einen gehörigen Anteil beigetragen.

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Maserati – “Inventions For The New Season”

16. August 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Mit Blick in Richtung Tellerrand

Maserati - "Inventions For The New Season"Wenn sich eine Band nach einem schnellen Auto benennt, heißt das natürlich nicht automatisch, dass die gebotene Musik auch flott und reißerisch ist. Im Falle von MASERATI, die sich eher dem Post-, bzw. Indie Rock widmen ist die Sachlage gegensätzlich. Zwar gehen sie nicht durchgehend entspannt zur Sache, wie es bei vielen anderen Formationen des Genres der Fall ist, aber auch die losgelösten Passagen sind eindeutig noch dem Post-Rock im weiten Sinne zuzuschreiben und eben dort einzuordnen.

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New Order – “Power, Corruption & Lies”

12. August 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Sound formed in a vacuum

New Order - "Power, Corruption & Lies"Die Umbenennung in NEW ORDER war nach dem Tode Ian Curtis’ vollzogen und die Band begann bereits mit ihrem Debüt “Movement” den Namen JOY DIVISION abzuschütteln, wenngleich ihre Musik lediglich eine natürliche Entwicklung, bzw. Fortführung des JOY-DIVISION-Sounds darstellte. Sie experimentierten vermehrt mit Keyboards und eben synthetischen Klängen, vermischten diese mit den Band-typischen, simplen aber eingängigen Gitarrenakkorden und den ebenfalls typischen, sehr charismatischen Bassmelodien.

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Alvin Zealot – “Tears Of St. Lawrence”

21. Juli 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Schweizer können’s besser

Alvin Zealot - "Tears Of St. Lawrence"ALVIN ZEALOT aus Luzern haben mich endgültig überzeugt, dass sich die Schweiz vom Geheimtipp zur verlässlichen Adresse für einzigartigen Indie Rock gemausert hat. Keine Ahnung wie es die Herrschaften teilweise schaffen, britpoppiger als die Briten zu klingen, aber immerhin stammt aus ihrem Heimatland ja auch das Ricola-Bonbon – und das macht denen auch keiner nach.

“Tears Of St. Lawrence” reiht sich ein in die erstklassigen Indie-Platten, die ich in letzter Zeit kennenlernen durfte.

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The Meeting Places – “Find Yourself Along The Way”

Indie Rock ohne Haken und Ösen

The Meeting Places - "Find Yourself Along The Way"Locker entspannter Indie Rock mit leichtem Post-Rock-Feeling bieten THE MEETING PLACES aus Los Angeles. Die Truppe aus Kalifornien geht dabei beschwingt und simpel zu Werke und versprüht nicht wie üblich Melancholie oder Trauerstimmung, sondern so eine Art Frühlingsgefühl. Ihre Musik ist als freundlich zu bezeichnen, ohne Querschläger, ohne Ausflüge in Gefilde, die besondere Fähigkeiten als Hörer erfordern. Unterm Strich beschränkt dieser Umstand zwar den subjektiv einzuschätzenden Wert dieser Musik, was dennoch nicht bedeuten soll, dass hier nichts geboten wird; sie ist nur einfach nichts besonderes.

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Anathema – “We’re Here Because We’re Here”

Melancholische Schwelgerei

Anathema - "We're Here Because We're Here"Die Briten ANATHEMA sind zurück. “We’re Here Because We’re Here” nennt sich das neue Album: soll das jetzt ein philosophisches Statement sein nach dem Motto “Das Leben birgt den Sinn in sich selbst”? Vielleicht. Und wieder einmal hat der umtriebige Workaholic Steven Wilson (PORCUPINE TREE) die Finger im Spiel, diesmal im Mix. Und den leidenden Vile Valo (HIM) hören wir auch in einem Track, kann das gut gehen, wo doch schon Vincent Cavanagh unentwegt stimmlich Tränen vergießt?

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Murmansk – “Eleven Eyes To Shade”

Gute Musik, anstrengender weiblicher Gesang

Murmansk - "Eleven Eyes To Shade"Die Finnen von MURMANSK begleiteten zuletzt die auch an diesem Orte euphorisch besprochenen KARNIVOOL auf einer Minitour. Seltsam, was diese Finnen uns hier mit ihrem Zweitwerk auftischen: “Eleven Eyes To Shade” schlängelt sich, wenn man den Ausführungen des Labels Glauben schenken darf, entlang an “Aggresive Shoegaze”, Indie, Krautrock, Noise, Stoner, Ambient und führt so manches Mal in die Psychedelic Corner.

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Desolation Wilderness – “New Universe”

22. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Leichtfüßiger Hippie-Sound

Desolation Wilderness - "New Universe"DESOLATION WILDERNESS kommen aus Olympia und spontan erinnert mich die Musik der Amerikaner an den leichtfüßigen Independent-Sound von THE HOUSE OF LOVE, wobei an dieser Stelle bereits festgelegt sein soll, dass DESOLATION WILDERNESS die Klasse der Briten nicht wirklich erreichen und unterm Strich nicht ganz so griffig wirken. Das Potential ist klar vorhanden, aber das Endresultat manchmal nicht klar und zugängig genug um nachhaltig wirken zu können.

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Element Of Crime – “Immer da wo Du bist bin ich nie”

15. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Berlin By Night (Part I): Im Gleichklang

Element Of Crime - "Immer da wo Du bist bin ich nie"Ein Vierteljahrhundert und immer noch gibt es Sven Regener mit seinen ELEMENT OF CRIME. Und noch immer besingt der melancholische Bandleader die Kapriolen des Alltags; stellt sich auf die Seite der Außenseiter, die typischen swingenden Gitarren spielen den Stadtblues, die Trompete hinter dem Chorus schafft diese eigenartig-schwummrige Atmosphäre, ohne die diese Band nun mal nicht denkbar ist.

Und noch immer werden wir an DEGENHARDT (”Spiel Nicht Mit Den Schmuddelkindern”) erinnert, den Altmeister aus den Sechzigern. Spielplätze, Liebe, unaufgeräumte Wohnungen, das private Chaos, all das besingt Regener wehmütig.

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Ladyhawke – “Ladyhawke”

Nostalgie im Jetzt

Ladyhawke - "Ladyhawke"Eine Neuseeländerin in Australien: Phillipa “Pip” Brown war zu College-Zeiten in einigen Grunge-Bands unterwegs, stand aber auch dem Punk sehr nahe. Nach ihrer Zeit bei TWO LANE BLACKTOP sprang sie dann über’s Wasser nach Melbourne und spielte für zwei Jahre bei TEENAGER. Hier war schon mehr als nur Punk Rock angesagt, was man auch auf dem 2006 veröffentlichtem Album “Thirteen” hören konnte. Doch zur richtigen musikalischen Entfaltung brauchte Pip einfach Freiraum, und begab sich auf Solopfade als LADYHAWKE.

Das gleichnamige Debüt ist ein kleiner Nostalgie-Trip

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Jupiter One – “Sunshower”

21. März 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Perfekter Pop

Jupiter One - "Sunshower"Nach der Jubelarie meines Kollegen Beta bezüglich des grandiosen Debüts der US-amerikanischen Band JUPITER ONE, welche er als ‘Synth-Rock’ klassifizierte, war ich natürlich gespannt auf deren Zweitwerk “Sunshower”. Nun, die Zutaten wurden ein wenig verändert. Weniger Synths, mehr Melodie, sogar ein wenig aus dem Indie-Mainstream und eine noch lockerer-flockige Herangehensweise als auf dem Debut kennzeichnen diese lässig eingespielte neue Veröffentlichung.

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…And You Will Know Us By The Trail Of Dead – “The Century Of Self”

17. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Divided?

...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - "The Century Of Self"Mit “Worlds Apart” änderte sich für … AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF THE DEAD alles. Das Album der Texas-Kombo schlug 2005 ein wie ein Komet mit der Wirkung, dass nicht nur alteingesessene Indierocker, sondern auch die eher dem Mainstream zuneigende Gilde der Pop-Musikhörer diesem Album einige Zuneigung entgegenbrachten. Das war vor einigen Jahren. Inzwischen haben TTOTD, wie ich sie mal abkürzen möchte, noch “So Divided” und das hier vorliegende “The Century Of Self” veröffentlicht.

“The Century Of Self” gerät zunächst nicht ganz so zugänglich wie das Vorzeigealbum “Worlds Apart”. Schräge Licks, ein höheres Grundtempo und generell eine rockigere Herangehensweise charakterisieren die Tracks.

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Moving Mountains – “Pneuma”

16. März 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Noch nicht ausgereift genug

Moving Mountains - "Pneuma"Der Vierer MOVING MOUNTAINS spielt eine Mischung aus Post- und Indie Rock. allerdings weder sonderlich originell noch zeigen sich anderweitige Begabungen, wie zum Beispiel erhöhte spielerische Kunst oder außerordentlich geschicktes Songwriting. Angesichts des Band- und des Albumnamens hatte ich irgendwie einen schweren Batzen erwartet, der einem so richtig die Ohren versohlt und nicht weniger als ein Staunen übrig lässt.

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Custom Blue – “All Will Be Well”

13. Februar 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Alles wird anders

Custom Blue - "All Will Be Well"Lange war es still um CUSTOM BLUE. Nach dem 2002 veröffentlichten “All Follow Everyone” war erstmal Schicht im Schacht, 2006 folgte die Single “Under Your Counter / You’re On Your Own” auf dem Londoner Label Far Out Recordings, welches vor allem für seine Jazz- und Latinveröffentlichungen bekannt ist. Danach wieder Pause und stilles, heimliches, kreatives Schaffen. Es ist ja nicht so, dass CUSTOM BLUE das einzige Betätigungsfeld für Alex Pilkington, Simon Shippey und Mark Tucker wären, sind die Herren doch schon seit Jahren auf vielfältige Weise in der Musikindustrie tätig.
2008 wurde dann das eigene Label Ho Hum Records aus dem Boden gestampft, und kurz darauf gelangten die Arbeiten zum zweiten Album “All Will Be Well” endlich zum Abschluß. Das Ergebnis dürfte Kenner der ersten Platte mächtig überraschen.

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