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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Hardcore
Black Breath – “Heavy Breathing”
New Wave Of US-Sunlight-Crustcore
Dass Seattle musikalisch nicht vor sich hin dämmert, beweisen die US-Boys von BLACK BREATH. Meine Güte, was stürmen diese räudigen Buben durch das heimatliche Wohnzimmer, um eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Mit filigraner Sunlight-Revival-Produktion von Kurt Ballon (CONVERGE) ausgestattet, sägen sich die Jünger des Old-School-Schweden-Tods durch ein Soundgebräu, welches appetitlich durch Crust, Hardcore und New Wave Of British Heavy Metal-Licks angereichert wird. Könnte so eine Mischung aus CONVERGE, ENTOMBED, CARCASS und NAPALM DEATH klingen? Vielleicht. 
Snot – “Get Some”
Forgotten Nu Stuff – Teil VII
“Say something for the record… tell the people what you feel!” – “FUCK the record! And FUCK the people!” – Überzeugender könnte ein Album von einer Band, die sich selbst den wahrhaft eleganten Namen “Snot” verpasst hat, gar nicht starten. Ein entsprechendes “Fuck You” ist dann auch die Botschaft vom lautstarken “Get Some”. Es ist das Debüt und einzige Album der Band in Originalbesetzung, die aus dem sonnigen Santa Barbara in Kalifornien stammt (dort wo auch die Fragezeichen zuhause sind). 
One Minute Silence – “Buy Now… Saved Later”
Forgotten Nu Stuff – Teil VI
Eine Minute Stille, eine Minute Respektsbekundung – eine Minute lang pure Heuchelei. So ähnlich sah es die englischsprachige “Multikulti”-Band, als sie ihren Namen von “Near Death Experience” auf ONE MINUTE SILENCE ändern musste. Und um gleich den Kulturscherz zu erklären: Sänger Brian Barry und Gitarrist Chris Ignatiou stammen aus Irland, Bassist Glen Diani aus Gibraltar, Schlagzeuger Edwin Stratton aus England.
1995 fand sich diese Originalbesetzung zusammen, die drei Jahre später ihr erstes Album “Available In All Colours” vorstellte. Auf dem es politisch geprägten Rap Metal gab. Grösstes Manko war der äußerst schwachbrüstige Sound, den man einem Hip-Hop-Produzenten überlassen hatte. Für den Einstand war das nicht übel, aber auch nichts zwingend notwendiges. 
Terror – “One With The Underdogs”
Guter Hardcore im NY-Style
Eine Mischung aus Old-School und New Style Hardcore wird uns auf “One With The Underdogs” um die Lauschlappen gepfeffert und ich muss sagen, dass mich diese Art Hardcore deutlich mehr anspricht, als alles neue aus dem Genre, was sich derzeit so auf dem Markt räkelt. TERROR schreiben nämlich kaum reine Metalriffs und wenn überhaupt nur dezent angedeutet. Sie bewegen sich ganz klar im Core-Metier und bolzen ordentlich los.
Wie es im Hardcore so üblich ist, steht die Aggression im Vordergrund und genau so spiegelt es das Songwriting auch wieder. AGNOSTIC FRONT, MADBALL, HATEBREED, all diese Namen könnte man aufführen, um den Sound von TERROR zu beschreiben, nur eben, dass TERROR weitaus mehr Gas geben als genannte Helden, außer vielleicht AGNOSTIC FRONT in frühen Tagen. 
Napalm Death – “Leaders Not Followers: Part 2″
Rappelkiste Teil 2
Birminghams unumstrittener Grindcore-Exportschlager Nummer Eins hat mit “Leaders Not Followers: Part 2″ im Jahre 2004 ein weiteres, sehr feines Cover-Album in die Runde geschmettert. War ich seinerzeit im Vorfeld zuerst etwas kritisch in Hinsicht darauf, dass die Jungs noch eine Cover-Scheibe ins Rennen schicken wollen, war mir gleich beim Hören des ersten Songs, dem CRYPTIC-SLAUGHTER-Hammer “Lowlife”, klar, dass meine Skepsis absolut unbegründeter Natur ist und es auf diesem Release mal wieder saftig was hinter die Löffel gibt. 
Drecksau – “Brecher”
Deutschlands laute Antwort auf CROWBAR
Was sind DRECKSAU nicht verrissen worden. Als die Nürnberger Band 1998 ihr brachiales Debüt vorstellte, fiel die deutsche Musikpresse fast in geeinter Front über das Doomcore-Trio her. Man störte sich vor allem am markigen Namen (und das von zahlreichen Metalmagazinen, die ansonsten mit anderen Bands ähnlicher Couleur keine Berührungsängste zeigen), aber es gab noch andere Dinge, die im Medienwald für saures Aufstoßen sorgten. Deutsche Texte, provokante Ansagen, brachiale Klänge. DRECKSAU wurden in die völlig unpassende ‘Neue Deutsche Härte’-Schublade gesteckt und weggeschoben. Es hagelte reihenweise negative Kritiken, viele Rezensenten übten sich wahrscheinlich im Wettbewerb, sich gegenseitig mit ihrer Häme zu überbieten. An einer Band wie DRECKSAU konnte das nur abprallen. 
Napalm Death – “Time Waits For No Slave”
Weniger Speed aber genauso intensiv wie immer
“Time Waits For No Slave” müsste das 13te Album der Grindcore-Kings NAPALM DEATH sein und weicht erneut kein Bisschen von dem ab, wofür die Band steht: Politische Texte, bissig, kritisch, aufreibend, wütend und zynisch. Harte, schnelle und laute Musik, irgendwo zwischen Hardcore, Grindcore und einer Prise Death Metal. Die britisch amerikanische Truppe ist auch mit diesem Album keinen Deut leiser geworden, sondern sie prügeln, schreien und grinden sich von Song zu Song durch das gesamte Album, bis die Kehlen kratzen und die Ohren bluten. 
Converge – “Axe To Fall”
Es ist nicht die Axt der Wikinger, welche gefährlich zuschlagen kann…
Die US-Amerikaner CONVERGE zerreißen, zerfetzen, zerfleddern Konventionen, benehmen sich daneben, schreien, kreischen und knüppeln ihren Hardcore, ohne auf gängige Songschemata oder Gewohnheiten des Hörers Rücksicht zu nehmen. Tatsächlich? Mit “Axe To Fall” hat sich nämlich ein kleiner Wandel eingeschlichen, durch die Hintertüre sozusagen. Wir erkennen inmitten des blastenden Infernos Melodieansätze, Soli, Refrains. “Dark Horse ” und “Reap What You Sow” fegen über uns hinweg, lassen die Richtlinien, nach denen wir leben, links bzw. in diesem Falle rechts liegen und schaffen eigene Gesetze: wir nehmen uns, was wir brauchen, allerdings auch nicht mehr. 
Fuck The Facts – “Stigmata High Five”
Hau Ruck und druff
Unglaublich komplex und aggressiv spielen FUCK THE FACTS ihren rasanten Mischmasch aus Grindcore, Hardcore und minimalen Mathcore-Elementen vermischt mit dem Grundsatz Metal. Total abgefahren und vielseitig prügeln sich die Burschen und das Mädel durch ihren 7-Tracker und hobeln dabei alles blank, was noch irgendwie im Weg liegen könnte.
Keine Gefangenen, keine Gnade, kein Erbamen, keine Kompromisse und keine dummen Sprüche. Nur Verbrannte Erde wohin man schauen kann. 
Versus Sunrise – “The Pleasure And The Pain”
Not your ordinary Standardcore
Schönheit, Schmerz und Vergänglichkeit – und fünf Männer, die sich gegen den Sonnenaufgang stellen. In Nordrhein-Westfalen ist ‘Deathcore’ angesagt, und das schon seit einigen Jahren. Nach reichlicher Reifezeit ist man nun den Schritt des Debütalbums gegangen, und die Zeit scheint der Platte gut getan zu haben. VERSUS SUNRISE sagten mir zwar bis vor ein paar Tagen gänzlich nichts, doch man hört ziemlich deutlich, dass dies hier kein Schnellschuß aus der Hüfte ist, kein halbgarer Kram von der Demopalette. 
Intense Degree – “War In My Head”
Hardcore Punks auf Speed
Jaja, der gute alte U.K.-Hardcore!!! 1988 haben die Briten INTENSE DEGREE mit ihrer ersten und einzigen Vinyl-LP “War In My Head” eine absolut wahnwitzige Speed-Granate vor dem Herrn abgefeuert.
Passend eingestuft unter den Begriffen Grindcore, Hardcore und/oder Speedcore holzt sich der Fünfer (mit einer Frau am Bass) durch 24 Tracks, die es aber sowas von saftig in sich haben, dass einem Hören und Sehen vergeht.
Weitestgehend kompromisslos wüten die Grind-Punks alles in Grund und Boden, agieren vornehmlich im Überschallbereich und feuern einen Blastbeat nach dem anderen über den Äther. Um es nochmal klar zu machen: Das Ganze malträtierte bereits 1988 die Ohren der geneigten Hörer und seinerzeit gab es außer NAPALM DEATH, EXTREME NOISE TERROR und ein paar weitere Versprengte kaum Bands, die solch extreme Musik gespielt haben. 
Mind Of Asian – “Chinnmoku No Kiri No Naka”
…oder auch: 沈 黙 の 霧 の 中
So Freunde, hinsetzen, Maul halten und die folgenden Zeilen genießen!
Besprochen wird hier jetzt das Album “Chinnmoku No Kiri No Naka” der Grindcore-Formation MIND OF ASIAN. Klingt bisher nicht nach was außergewöhnlichem oder? OK, dann zündet euch mal zur Entspannung ‘ne Fluppe an oder grabbelt an euren Klötzen rum um ruhiger zu werden. MIND OF ASIAN kommen aus Japan. Auch nichts außergewöhnliches mehr heutzutage oder? Nein, aber dass in dieser Band ausschließlich Mädels am Werk sind schon! Ja, richtig gelesen. MIND OF ASIAN ist eine Hardcore-, bzw. Grindcombo bestehend aus japanischen Frauen! Geil, oder?! 
Burst – “Lazarus Bird”
Richtig gute Post-Rock-Scheibe
Ein ganz anderes Postcore-Kaliber als THE AMENTA, welche ja wohl ein ähnliches Klientel bedienen wollen (es jedoch nicht konnten), liefern uns die Göteburger BURST mit “Lazarus Bird”. Folgerichtig wurden sie vom von mir sehr geschätzen Qualitätslabel Relapse unter Vertrag genommen. Die Band spielt mit Postrock, Hardcore, Atmosphäre und bietet uns eine detailreiche musikalische Reise durch einen verstörend-verführerischen modernen Klangkosmos.
Skitsystem – “Stigmata”
Krustiger Hardcore-Punk
Genau so und nicht anders hat das Subgenre Crustcore zu klingen. SKITSYSTEM spielen den echten Hardcore, wie er einst aus den Abgründen der Punk-Szene entstanden ist. Räudig, schnell, aggressiv und laut. Dagegen können sich die meisten Bands, die sich heutzutage noch Hardcore schimpfen und tatsächlich eher lahme Metal-Riffs und Einschlaf-Drumming verwenden, warm anziehen.
Für Liebhaber der frühen Glanztaten von EXTREME NOISE TERROR, WOLFPACK/WOLFBRIGADE und natürlich DISCHARGE wird es eine wahre Wonne sein, sich dem Geprügel SKITSYSTEMs anzunehmen. 
Neurosis – “The Eye Of Every Storm”
Im Auge des Sturms ist es beklemmend ruhig
Nach ihrer Zusammenarbeit mit der Ex-SWANS Sängerin Jarboe zeigen NEUROSIS mit “The Eye Of Every Storm” endgültig, dass sie nicht nur die Großmeister der Brachialklänge sind, sondern die Gefühlsintensität ihrer Musik auch in ruhigen Tönen perfekt in Szene setzen können.
Die Musik NEUROSIS’ ist die Konservierung rabiater Gewalt in harte und ausdrucksstarke Strukturen und Formen, und dennoch erscheint sie stets zerbrechlich und hochsensibel, wie das Gemüt eines bemitleidenswürdigen Psychopathen. NEUROSIS heißen nicht nur so, sie spielen genau die Art Musik, die man mit dem Begriff des Band-Namens verbindet. 












