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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Grindcore
Nasum – “Shift”
Besser kann man Grindcore kaum spielen
Ich denke, es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass NASUM die absoluten Grindkings aus Schweden waren. Kaum eine andere Band hat dermaßen enorme Power hervorgebracht und die Stilmittel des Genres Grindcore so speziell ausgereizt. Reiner als NASUM es bieten kann man diesen Stil im Grunde kaum zelebrieren.
Mal abgesehen von der persönlichen und menschlichen Tragödie war der Tod des NASUM-Gitarristen und -Sängers Mieszko Talarczyk, der während der Tsunamikatastrophe in Südostasien im Jahre 2004 ums Leben kam, ein herber Schlag in die Magengrube der Grind-Szene. Bis heute hat es jedenfalls keine Nachwuchs-Combo geschafft, qualitativ und vom Ansehen her in die Fußstapfen NASUMs zu treten. 
Napalm Death – “Leaders Not Followers: Part 2″
Rappelkiste Teil 2
Birminghams unumstrittener Grindcore-Exportschlager Nummer Eins hat mit “Leaders Not Followers: Part 2″ im Jahre 2004 ein weiteres, sehr feines Cover-Album in die Runde geschmettert. War ich seinerzeit im Vorfeld zuerst etwas kritisch in Hinsicht darauf, dass die Jungs noch eine Cover-Scheibe ins Rennen schicken wollen, war mir gleich beim Hören des ersten Songs, dem CRYPTIC-SLAUGHTER-Hammer “Lowlife”, klar, dass meine Skepsis absolut unbegründeter Natur ist und es auf diesem Release mal wieder saftig was hinter die Löffel gibt. 
Napalm Death – “Time Waits For No Slave”
Weniger Speed aber genauso intensiv wie immer
“Time Waits For No Slave” müsste das 13te Album der Grindcore-Kings NAPALM DEATH sein und weicht erneut kein Bisschen von dem ab, wofür die Band steht: Politische Texte, bissig, kritisch, aufreibend, wütend und zynisch. Harte, schnelle und laute Musik, irgendwo zwischen Hardcore, Grindcore und einer Prise Death Metal. Die britisch amerikanische Truppe ist auch mit diesem Album keinen Deut leiser geworden, sondern sie prügeln, schreien und grinden sich von Song zu Song durch das gesamte Album, bis die Kehlen kratzen und die Ohren bluten. 
Nasum – “Human 2.0″
Spezialisten des Grindcore
Auch wenn die Schweden NASUM nicht zu den Pionieren des Grindcore zählen, haben sie definitiv zur Etablierung dieses Genres ein großes Stück beigetragen. Selten lieferte eine Grindcore-Combo konstant so guten Stoff ab wie NASUM; lassen wir die alten Helden NAPALM DEATH, CARCASS und Konsorten mal außen vor.
Zu NASUM selbst braucht man sicherlich nicht mehr viel zu sagen, denn eingefleischte Grindcore-Recken wissen eh Bescheid. Dem Unwissenden sei gesagt, dass wir es hier mit einer der qualitativ besten Truppen des Genres zu tun haben. Leider endete die Geschichte der Band mit dem Tod ihres Sängers und Gitarristen Mieszko Talarczyk, der bei der ostasiatischen Tsunamikatastrophe im Jahre 2005 ums Leben kam. 
Fuck The Facts – “Stigmata High Five”
Hau Ruck und druff
Unglaublich komplex und aggressiv spielen FUCK THE FACTS ihren rasanten Mischmasch aus Grindcore, Hardcore und minimalen Mathcore-Elementen vermischt mit dem Grundsatz Metal. Total abgefahren und vielseitig prügeln sich die Burschen und das Mädel durch ihren 7-Tracker und hobeln dabei alles blank, was noch irgendwie im Weg liegen könnte.
Keine Gefangenen, keine Gnade, kein Erbamen, keine Kompromisse und keine dummen Sprüche. Nur Verbrannte Erde wohin man schauen kann. 
Phobia – “Cruel”
Time to grind
“Grindcore” steht im Booklet des PHOBIA-Albums “Cruel” geschrieben und dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen.
Äußerst extrem und wuchtig knattern sich die Burschen durch ihr Album und zermetzeln ein Lied nach dem anderen. Präzise und zielsicher zwischen die Augen trifft fast jedes Stück ins Schwarze und lässt gepflegten Knüppelliebhabern nicht viel Spielraum für negative Kritik. 
Intense Degree – “War In My Head”
Hardcore Punks auf Speed
Jaja, der gute alte U.K.-Hardcore!!! 1988 haben die Briten INTENSE DEGREE mit ihrer ersten und einzigen Vinyl-LP “War In My Head” eine absolut wahnwitzige Speed-Granate vor dem Herrn abgefeuert.
Passend eingestuft unter den Begriffen Grindcore, Hardcore und/oder Speedcore holzt sich der Fünfer (mit einer Frau am Bass) durch 24 Tracks, die es aber sowas von saftig in sich haben, dass einem Hören und Sehen vergeht.
Weitestgehend kompromisslos wüten die Grind-Punks alles in Grund und Boden, agieren vornehmlich im Überschallbereich und feuern einen Blastbeat nach dem anderen über den Äther. Um es nochmal klar zu machen: Das Ganze malträtierte bereits 1988 die Ohren der geneigten Hörer und seinerzeit gab es außer NAPALM DEATH, EXTREME NOISE TERROR und ein paar weitere Versprengte kaum Bands, die solch extreme Musik gespielt haben. 
Civil Defiance – “The Fishers For Souls”
Stilmischmasch auf höchstem Niveau
Mein Kennenlernen mit CIVIL DEFIANCE aus L.A. begann auf die klassische Art. Als es die genialen PSYCHOTIC WALTZ noch gab, begab ich mich auf eines ihrer Konzerte und erlebte als Vorband eine Formation, die mir regelrecht die Schuhe ausgezogen hat.
Das war der pure Irrsinn. Teilweise lupenreiner und leichter Alternative Rock mit super genialen Melodien und Gesangslinien zum mitsingen, andererseits immer wieder technisch völlig vertrackt und metallisch hart bis chaotisch wahnwitzig. Diese Band hat es mir wirklich abverlangt und so war es nach dem Konzert eigentlich nur logisch, dass ich mir das bis dato einzige Album der Truppe, “The Fishers For Souls”, zulegen mußte. 
Anaal Nathrakh – “In The Constellation Of The Black Widow”
Into the Pandemonium
Ziemlich starker Tobak, was diese zwei Engländer mit Namen ANAAL NATHRAKH hier treiben, meine Güte… Urgewalten werden entfesselt, gequälte Schreie begleiten säbelnde Gitarrenlicks, rasendes Schlagwerk ackert sich durch den modrigen Höllenmorast.
Die Gretchenfrage wird hier nicht philosophisch ausdiskutiert oder versonnen beantwortet; Faust fällt sofort über sein Opfer her. Mephisto wird es freuen, Umwege gibt es hier nicht. ANAAL NATHRAKH spielen opulenten Black Metal mit einiger EMPEROR-Schlagseite. Die Chorusse, der Klargesang vor allem, erinnern schon sehr an “Icarus…” aus den prähistorischen, experimentellen Zeiten der Vorreiter dieser Musikrichtung. 
Mind Of Asian – “Chinnmoku No Kiri No Naka”
…oder auch: 沈 黙 の 霧 の 中
So Freunde, hinsetzen, Maul halten und die folgenden Zeilen genießen!
Besprochen wird hier jetzt das Album “Chinnmoku No Kiri No Naka” der Grindcore-Formation MIND OF ASIAN. Klingt bisher nicht nach was außergewöhnlichem oder? OK, dann zündet euch mal zur Entspannung ‘ne Fluppe an oder grabbelt an euren Klötzen rum um ruhiger zu werden. MIND OF ASIAN kommen aus Japan. Auch nichts außergewöhnliches mehr heutzutage oder? Nein, aber dass in dieser Band ausschließlich Mädels am Werk sind schon! Ja, richtig gelesen. MIND OF ASIAN ist eine Hardcore-, bzw. Grindcombo bestehend aus japanischen Frauen! Geil, oder?! 
Massgrav / Diskonto – “A Blaze In The Northern Sky”
Krustiges Hardcore Punk Split-Album
Ich habe lange nicht mehr solch unbändige Energie gehört. MASSGRAV und DISKONTO prügeln dermaßen gnadenlos und kompromisslos ihre Musik runter, dass man eigentlich vor Begeisterung nur noch befriedigt grinsen oder wahlweise total ausflippen kann. Ihre Mischung aus Crustcore und Hardcore Punk zerstört so ziemlich alles und degradiert nahezu jede andere Band aus dem Metier, die sich aggressiv schimpft, ins lächerliche. 
Napalm Death – “Smear Campaign”
Feldzug gegen Religionen
“Smear Campaign” ist nicht einfach nur ein weiterer Grindcore-Ausbruch der mittlerweile älteren Herren aus Birmingham und den U.S.A., sondern stellt eine sehr gekonnte Verknüpfung zwischen hammerhartem Grindcore-Gebolze und zum Teil eingängigen Passagen dar.
Barney Gröhlheimer und Co. fabrizieren mit “Smear Campaign” einen thematischen Feldzug gegen Religion und Glauben. Dass diese Band noch lange nicht genug hat vom Grindcore und dem dazugehörigen Gehämmer, wird dem Hörer zuerst nicht wirklich klar gemacht, beginnen die Jungs doch mit einem Intro-Track, der eher modern Industrial-lastig und vollkommen Grind-fremd klingt. Kaum wiegt man sich in Sicherheit gibt’s dann allerdings mit “Sink Fast Let Go” sowas von heftig auf die Zwölf, dass man kaum glauben mag, es hier mit heutigen NAPALM DEATH zu tun zu haben. Sie preschen so dermaßen heftig nach vorne, dass einem Hören und Sehen vergeht. Ich jedenfalls hätte ihnen eine solche Steigerung nicht zugetraut. 
Genghis Tron – “Board Up The House”
So klingt die Zukunft.
Neues Label, neue Ansprüche, könnte man meinen. Tatsächlich haben sich GENGHIS TRON mit Relapse Records DAS Aushängeschild in Sachen Extreme Metal ausgesucht, und legen gleichzeitig ihr bisher reifstes Werk vor.
Auf den ersten Eindruck folgend könnte man leicht denken, dass die Amis nun versöhnlichere Töne anschlagen. Die Schockkanonade der vergangenen Veröffentlichungen ist jedenfalls erstmal vorbei. Mit den limitierten EPs “Cape Of Hate” und “Triple Black Mountain” hatte sich das schon angedeutet. Etwas weniger chaotische Zerstörungsgewalt, dafür noch mehr Öffnung zu neuen Ufern und Experimenten. 
Genghis Tron – “Dead Mountain Mouth”
Reinhold Messner auf Acid
Nach der sehr schmackhaften Debüt-EP folgte am “international anti-christ-day” (06-06-06) die Debüt-Langrille. Und gleich am Anfang wird gezeigt, wo der Bergsteigerhammer hängt. Krankes Geballer und Zerfetzerriffs, dazu Breakbeat-Samples, Synths mit 8-Bit Lo-Fi-Flair, eine kleine Melodie und das abartige Gekreische. Zurückgesteckt haben sie also keinen Millimeter.
Was die Songs im Vergleich zu jenen der EP unterscheidet, ist ihre Komplexität und ihre Länge. Mit 3 bis fast 5 Minuten erreicht man für die streckenweise gefühlte Überschallgeschwindigkeit fast schon epische Dimensionen. Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass alle Songs miteinander verknüpft wurden, ineinander übergehen und somit das Album als etwas Ganzheitliches gestalten.
Genghis Tron – “Cloak Of Love”
Mental Madness
“Penultimate just means second to last, you pretentious fuck!” – Das war meine erste Begegnung mit GENGHIS TRON, dem Drei-Mann-Kommando aus Philadelphia, PA, USA. Vor fast vier Jahren hatte ich die “Drummachine Compilation #2″ von Einsteinium Records erworben, auf der reichlich Audiomaterial für die körpereigene Hirnschmelze vorhanden war. Einer der herausstechendsten Beiträge war GENGHIS TRONs knapp zweiminütiger Auralorgasmus, einer Demo-Version, welche später als “Ride The Steambolt” auf der offiziellen Debüt-EP “Cloak Of Love” 2005 erscheinen sollte.
GENGHIS TRON sind drei Männer ohne Drummer. GENGHIS TRON sind drei Männer ohne Skrupel, alles zu verwursten, was ihnen gerade lieb und teuer erscheint. GENGHIS TRON sind auf dem besten Weg, bald zu einer der innovativsten Truppen ihres Sektors zu werden – wenn sie das nicht schon längst sind. 












