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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
Limbonic Art – “Phantasmagoria” (10.00 / 10)
Blind Guardian – “At The Edge Of Time” (10.00 / 10)
Moon (2009) (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Reviews! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Gothic Metal
Poema Arcanus – “Telluric Manifesto”
Doom aus Chile
POEMA ARCANVS kommen aus Santiago, Chile und spielen eine richtig ordentliche Mischung aus Doom- und Death Metal. Schleppende Song-Konstruktionen werden mit teils groovigen, teils Midtempo-lastigen Passagen ergänzt und formieren sich zu einer gefährlich wirkenden Suppe, die intensiv auf den Hörer einwirkt. Zwar sind sie noch etwas entfernt davon, zur oberen Klasse zu gehören, aber der Weg ist bekanntlich das Ziel. 
Paradise Lost – “In Requiem”
So klingt die Trauer um eine alte Hoffnung
Ein weiteres kränkelndes Album der einstigen Genre-Größe PARADISE LOST, wenngleich “In Requiem” besser klingt als die Vorgänger. Sänger Nick Holmes hat leider bis heute nicht eingesehen, dass er nicht singen kann. Er versucht gelegentlich, ähnlich wie früher zu klingen, relativ unmelodisch aber kräftig, jedoch gelingt ihm dies nicht mehr wirklich (zu alt oder fehlt die Übung?). Er hätte es seinen konstanteren Kollegen von MY DYING BRIDE gleich tun und die beschwörenden Tonlagen zurückholen sollen. 
The Vision Bleak – “Set Sail To Mystery”
Das Dröhnen der Welt
Dramatisch, opulent, kitschig, orchestral, dröhnend und barock gehen THE VISION BLEAK um unseren Freund Schwafel-, äh, Schwadorf auch auf ihrem neuesten Opus zu Werke. Es fällt wie auch schon auf dem Vorgänger (und übrigens bezüglich aller Schwadorf-Projekte) auf, dass musikalisch keine rechte Linie verfolgt wird. Rock, Klassik, dunkle Gesänge, Heavy- und Dark Metal werden gemischt, ohne das das Ergebnis überzeugend wirkt. 
Poisonblack – “Of Rust And Bones”
Ohne eine einzige Idee
Ville Laihiala, seines Zeichens Ex-Vocalist bei SENTENCED, veröffentlicht mit seiner Band POISONBLACK bereits das dritte Album. Wenn das ein Wegweiser sein soll, dann gute Nacht. Gänzlich uninspiriert, mit pausbäckigen Modern-Metal-Riffing zu Weichspülerei nach Art von HIM aufwartend, bugsieren sich die Finnen schnell ins Seitenaus, nicht nur bei mir übrigens.
Der Opener “Sun Shines Black” gerät nie in Fahrt, was auch gerade am flachen, vollkommen gelangweilten Gesang von Ville liegt. “Leech” kann man ganz vergessen; soll das ein Chorus sein oder was? “My World” zeigt endgültig, dass Ville nicht singen kann, so gern er das möchte. Mit dem Ding könnten sie beim “Eurovision Contest” starten und würden ähnlich abschneiden wie die LES HUMPHRIES SINGERS einst im Mai. 
Crematory – “Infinity”
Germany – One Point! (Part VI) – Dummes Gerede und dümmliche Songs
Wie sagte CREMATORY-Drummer Markus neulich so naiv in einem Interview: “Arschlöcher gibt es überall! Neid muss man sich hart erarbeiten und das haben wir getan.” Nun, ich weiß nicht, warum jemand neidisch auf die “Bilderbuchkarriere” dieser Band sein sollte. Mir ist auch unklar, warum Kritiker dieser simplen Musik Arschlöcher sind bzw. wie man immer wieder stereotyp behaupten kann, dass kritische Rezensenten Arbeit und Erfolg der Band nicht zu würdigen wissen etc. Denn all das lenkt letztlich ab von der Tatsache, dass es eben objektiv (ja, das gibt es!) schlechte Musik ist, die da seit knapp 20 Jahren fabriziert wird. Kurz, CREMATORY möchten mit der Brechstange die Anerkennung finden, die sie nach eigener Meinung verdienen, doch immer wieder wird sie ihnen berechtigterweise vorenthalten. 
Throes Of Dawn – “The Great Fleet Of Echoes”
Echos im goldenen Hain
“The Great Fleet Of Echoes” ist ein gut gewählter Titel für die neue CD der Finnen THROES OF DAWN. Denn die zehn Songs sind in der Tat wie ein Echo aus fernen Tagen, Jahren, Jahrhunderten. Die letzte, experimenteller als ihre drei Vorgänger ausgefallene Veröffentlichung der Band “Quicksilver Clouds” liegt sechs Jahre zurück. THROES OF DAWN greifen den Faden auf. Die früher dominierenden gemeinen Black Metal-Vocals wurden noch weiter zurückgeschraubt; sie tauchen nur noch rudimentär auf. Vorherrschend ist der ein wenig an ihre Landsleute YEARNING erinnernde traurig-intonierte Klargesang. 
Samsas Traum – “13 Jahre Lang Dagegen – Anti Bis Zum Tod”
Germany – One Point! (Part II) oder: Alex, verschwinde in der Zukunft!
Alexander Kaschte und seiner Band SAMSAS TRAUM kann man ein gewisses Durchhaltevermögen nicht absprechen. Was hat der Mann in den letzten 13 Jahren schon für seltsame, reichlich untalentierte Musik zusammengeschraubt. Meine Güte, ich erinnere mich an schreckliche Interviews, in welchen sich der Bandleader als arroganter Sack, humorloser Anbiederer und am liebsten als unverstanden-narzistischer, in seiner Genialität völlig missverstandener Egozentriker outete.
Auch auf der neuen Veröffentlichung “13 Jahre Lang Dagegen – Anti Bis Zum Tod” hat man die Möglichkeit, die gebotenen Songs in verschiedener Bearbeitung zu erstehen, dazu gibt es je nach Wunsch und Geldbeutel Gitarrensaiten oder diverse sehr “künstlerische” Covermotive als Anreiz, dem guten Manne den Hut zu füllen. All das ändert nichts daran, dass “13 Jahre Lang Dagegen – Anti Bis Zum Tod” erneut reichlich unspektakulär, man könnte auch sagen uninspiriert ausgefallen ist, und zwar sowohl musikalisch wie textlich. 
Katatonia – “Night Is The New Day”
Forever autumn
Ein KATATONIA-Album lebt von Jonas Renkses Stimme. Von den sanften Akkorden seiner Mitstreiter, welche bisweilen von meterhohen Gitarrenwänden kontrastiert werden. Immer atmosphärisch, melancholisch, versonnen perlen die Songs dahin. So auch auf dem neuen Album der Band “Night Is The New Day”. Nie zuvor klangen KATATONIAs Lieder so nach Einsamkeit, nach Verlassenheit, nach Trauer um die nicht zurückzuholende Vergangenheit.
Steven Wilson und OPETH befinden sich in allernächster Nachbarschaft. Die wehmütigen Passagen in “Idle Blood” erinnern mich sehr an die ruhigen OPETH-Passagen, welche zuletzt ja immer mehr Raum im Werk der ehemaligen Death Metal Band um Bandleader Akerfeld ausmachten. Andererseits sind KATATONIA sich auch sehr treu geblieben, verfolgen die zuletzt gewählte musikalische Linie unbeirrt fort. 
Forest Stream – “The Crown Of Winter”
Alleine unter Deck mit Dracula…
Und wieder ein CD-Cover mit Geisterschiffmotiv. Was hat Jack Sparrow da nur angerichtet? Nicht nur Freund Alboin und GEIST sind bestimmt begeistert davon. Die Musik der Russen ist jedoch weder in Nachbarschaft zu RUNNING WILD zu verorten noch erwartet uns giftiger Black Metal.
FOREST STREAM mischen auf ihrer neuen CD “The Crown Of Winter” Gothic-, Dark- und Doom Metal-Elemente mit gelegentlichen Death- und Blackversatzstücken. Das gelingt besser, als es sich anhört. Es läuft ein Film, wir erleben Kopfkino, atmosphärische Passagen lassen uns in magische Welten eintauchen. Es gibt Sequenzen, welche an OPETH erinnern, das einsame, seit Jahren verwaiste Holzhaus im entlaubten Wald beunruhigt. Wir betreten das Domizil, die nervöse Spannung will nicht weichen: das verstaubte Foto von vor einhundert Jahren auf dem Tisch gibt uns Rätsel auf. 
Paradise Lost – “Faith Divides Us – Death Unites Us”
Das Biest darf einfach nicht heraus…
“Faith Divides Us – Death Unites Us” nennt sich prosaisch das neue Opus der Kathedralen-Goten von PARADISE LOST. Es wurde im Vorfeld wie immer bei dieser Band viel gemunkelt: ginge es musikalisch wirklich zurück in glorreiche “Icon”- oder Debüt-Zeiten? Glauben konnte ich das nicht so recht. Und es ist auch nicht so, das vorweg, denn die Engländer mischen alle Stile, welche sie bisher ausprobierten, zu einem neuen düster-melodischen Gebräu. 
Trail Of Tears – “Bloodstained Endurance”
Frau Holle, Dornröschen, Rapunzel
Auch die Norweger TRAIL OF TEARS bleiben dem “Die Schöne Und Das Biest”-Schema wohl auf immer treu. “Bloodstained Endurance” macht da keine Ausnahme. Kratzige Growls und manchmal beinahe (!) dem Death Metal anverwandte Passagen mischen sich in jedem Song mit diesem sehr süßlichen Tarja-Gesang. Es geht schon zur Sache, reine Gothic-Mucke scheint das nicht zu sein. Doch immer, wenn das kleine Wäldchen abgeholzt ist und die Rebellen keine Deckung mehr haben, kommt Lady Helen und beginnt zu flöten wie eine Schneekönigin. 
Lacuna Coil – “Shallow Life”
Marketing oder Marc sein Ding
LACUNA COIL wurden vor drei Jahren dermaßen gehypt, dass man sich nun schon fragen musste, ob es nicht eher am rasiermesserscharfen Layout von Christina Scabbia lag, dass plötzlich auch vernünftige Musikkenner dieser Band eine Chance gaben. Am pathetischen, stark gothiclastigen Gesang von Luca, Marco, Adriano, Eros oder wie immer der männliche Gesangspart sich nun auch nennt konnte es kaum gelegen haben. Und auch kaum an den Kompositionen, welche ausnehmend langatmig, poppig, sülzig ausfielen, zumindest auf “Karmacode”. Wesentlich einfallsreicher war jedoch auch “Comalies” nicht, allerdings etwas dunkler.
Die ersten Tracks des neuen Albums “Shallow Life” “Survive”,”I Won’t Tell You” und “Not Enough” tönen nahezu identisch. Christina versucht stimmlich nach wie vor ein wenig an MADONNA zu erinnern, intoniert jedoch stets die gleiche Tonlage. Wacker duelliert sie sich mit ihrem stromlinienförmigen männlichen Widerpart. Eheleben nach fünf oder sechs oder nach sechzig Jahren, so in etwa könnte man die Grundspannung der Kommunikation beschreiben. 
My Dying Bride – “For Lies I Sire”
Das kriechende Unbehagen oder die Lust an der Klage
MY DYING BRIDE bleiben sich immer treu. Sie sind sozusagen ein Garant für Beständigkeit. Innerhalb der engen Grenzen des Doom(-Rocks?) variieren sie geschickt; weniger bezüglich Tempo oder Stil, sondern vielmehr Komposition und Ausdruck. Die letzten CDs zeigten die Engländer in guter Form. Gothic-, Dark- und ganz selten durch Growls eine Spur Death Metal wird diesem Düstergebräu gern beigemischt. Das neue Werk “For Lies I Sire” sollte da keine Ausnahme machen, oder?
Der Opener “My Body A Funeral” bietet dem Hörer Heavy Doom mit Aarons klarem, leidendem, ausdrucksstarkem Gesang. Die Gitarren sägen, sie schaffen diese todtraurige Atmosphäre des vereinzelten, isolierten, gebrochenen Individuums. Eine klagende Violine untermalt die Leere der kargen (Seelen-)Landschaft. “Fall With Me” eröffnet wie CANDLEMASS zu “Ancient Rites”-Zeiten. So ähnlich waren sich diese Bands noch nie. Manchmal wünschte ich mir schon den bissigen Growl-Gesang (zurück)… 











