Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Experimental

Cleaning Women – “U”

4. September 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Finnischer Gemüsegarten

Cleaning Women - "U"Wer bei selbstgebauten und extrem modifizierten Instrumenten beinahe schon instinktiv an  EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN denken muss, der ist bei den finnischen CLEANING WOMEN genau an der richtigen Adresse. Im Gegensatz zu den Neubauten muss man allerdings keine extremen Avantgarde-Streifzüge befürchten, keine musikalischen Radikalkuren oder den typischen Hang zu Experimenten der ungewöhnlichsten Art. Kennst Du einen Neubauten Song, auf den der viel missbrauchte Begriff “eingängig” passt? Na bitte.

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Whourkr – “Naät”

6. August 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Wahnwitzige Symbiose aus Synthetik und Metall

Whourkr - "Naät"Was die Franzosen Igorrr, -I Snor und Öxxö Xööx mit ihrem Projekt WHOURKR hier veranstalten ist kurz gesagt weit weg von Gut und Böse. Mit ihrer Mischung aus Death Metal, Hardcore Electronics und einer gehörigen experimentellen Kraft, dürften die Tonakrobaten völlig polarisieren und im Grunde weder die Metal- noch die Electronikfraktion vollends für sich gewinnen. Lediglich aufgeschlossene Hörer experimenteller Klänge und mutiger Stilsymbiosen sind gefragt, die sich nicht vor nervenaufreibenden Sample-Experimenten scheuen und sich mit überdrehten Sounds anfreunden können.

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Set Fire To Flames – “Sings Reign Rebuilder”

Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"Dieses aus über zehn Personen bestehende Musikerkollektiv aus Montreal/Kanada ist eines der zahlreichen Projekte, an denen Mitglieder der Post-Rock-Legende GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR teilnehmen. Zwei Alben wurden bis dato veröffentlicht. Seit 2003 ist es sehr still um die Band geworden und außer ein spontanes Live-Konzert gab es keine weiteren Aktivitäten.

SET FIRE TO FLAMES ist eine Formation mit künstlerisch anspruchsvollem Hintergrund, die einerseits stilübergreifende Mittel nutzt, um ihre Visionen in Töne zu manifestieren, sich andererseits aber auch oftmals im Randbereich zur Geräuschimprovisation und Klangcollage bewegt und somit ziemlich erstklassig polarisiert.

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David Bowie – “Heroes”

24. Juli 2010 | Musikrezensionen | 1 Kommentar
Berliner Trilogie: Part 2/3 – Helden und Hoffnung

David Bowie - "Heroes"David Robert Haywood Jones, eher bekannt unter dem Namen DAVID BOWIE, hat viele Phasen in seiner Karierre als Sänger und Musiker hinter sich gebracht. Er hat sich dabei nie davor gescheut zu experimentieren und war sich nie zu fein, von anderen Tipps geben zu lassen oder die Komposition seiner Songs (wenigstens) teilweise in andere Hände zu geben. Immer interessiert in alle Richtungen hat DAVID BOWIE mittlerweile ein enormes Repertoire an Alben, Songs (darunter viele Hits) und Stilvariationen angehäuft, das in seiner speziellen Art einzigartig ist.

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David Bowie – “Low”

Berliner Trilogie: Part 1/3 – Klang und Vision

David Bowie - "Low"Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten.

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Tetragrammaton – “Elegy For Native Tongues”

Verschlüsselte Zeichen im Free Jazz

Tetragrammaton - "Elegy For Native Tongues"Bei Veröffentlichungen wie der vorliegenden fallen mir viele Gleichnisse ein. Im luftdicht abgeschlossenen Schutzanzug eine hochgefährliche Bakteriennährlösung aus dem Giftschrank zu holen. Bomben mit 60 Jahre alten, verrotteten chemischen Zündern entschärfen. Zeuge eines Verkehrsunfalls werden und nicht wegsehen können. Extreme Gleichnisse für ein extremes, musikalisches Werk.

Die Japaner TETRAGRAMMATON, die sich u.a. im Umfeld von ACID MOTHER’S TEMPLE bewegen und auch schon mit Damo Suzuki (CAN) zusammengearbeitet haben, legen hier ein wahrhaft kryptisches Album vor. Man könnte fast sagen, “Elegy For Native Tongues” ist Free Jazz in reinster Form

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Under The Elephant’s Skin – “Monochrome”

Gekonnt experimentell

Under The Elephant's Skin - "Monochrome"Artemiy Nizovtsev aus Chelyabinsk/Russland hat mit seinem Projekt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN bereits einige Veröffentlichungen hinter sich und jedes seiner Schöpfungen weist andere, spezielle Merkmale auf. Seine Musik steht nie still, besitzt aber immer etwas skurriles, andersartiges, aber auch verspieltes und technisches. Die mechanische Kühle der elektronischen Musik wird kombiniert mit experimentellen Klängen und Geräuschen, aber auch echten Instrumenten. Dadurch bleibt das Feeling nie auf der Strecke und die Musik gleichermaßen lebendig und irgendwie auch frisch.

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Jetlag – “Jetlag”

Rastlos in der Dunkelheit

Jetlag - "Jetlag"Wie schon bei SCHRÄGE MUSIK habe ich mit dem schwedischen Elektronikprojekt JETLAG bereits vor Jahren Berührung aufgenommen. Dutzende Demotracks unterschiedlichster Spielart und Ausrichtung, alles nicht offiziell und über gut sortierte Tauschbörsen verbreitet, so landeten sie irgendwann bei mir. Danach verlor ich die Schweden vorerst aus den Augen – doch nun ist das Projekt wieder da. Die Informationslage ist spärlich, sicher ist nur eins, nämlich dass sich das Debütwerk gar nicht so weit entfernt vom Labelkollegen bewegt.

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10-20 – “10-20″

Robotisierte Zukunft

10-20 - "10-20"Industriell wirkende Maschinenrhythmen, tief blubbernde Basslinien, beklemmende und kaum definierbare elektronische Klänge unterschiedlichster Art, abgehackte und kantige Strukturen bestimmen den Grundtenor auf dem selbstbetitelten Debütalbum von 10-20. Hinzu kommen hypnotische Elemente, ausgefeilte Substreams, diverse pulsierende Sounds sowie leicht strange wirkende Samples, die diesem Album eine außerordentlich eigenwillige und gleichermaßen interessante Struktur verleihen.

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Under The Elephant’s Skin – “Journals”

Experimentelle Gelassenheit

Under The Elephant's Skin - "Journals"Der russische Künstler hinter UNDER THE ELEPHANT’S SKIN hat mittlerweile einige Veröffentlichungen auf dem Kerbholz. Zeitlich nicht weit entfernt vom wirklich guten 2009er Album “Draught” wurde die EP “Journals” herausgebracht. Stil, Machart und musikalische Kompetenz reihen sich nahtlos an das Album an. Die geboete Kost ist eng, das heißt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN haben durchaus einen Wiedererkennungswert, auch wenn dieser durch das riesengroße Angebot im elektronischen Musiksektor und den entsprechend vielen verschiedenen Projekten und Macharten nur in den Feinheiten auszumachen ist.

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Under The Elephant’s Skin – “Draught”

Elektronische Musik mit Tiefe

Under The Elephant's Skin - "Draught"Aus Chelyabins/Russland kommt das vielversprechende Projekt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN. Geboten werden luftige und schwebende Ambient-Sounds, sinnliche, schmeichelnd verträumte Beats und Rhythmen sowie atmosphärische Samples und melancholisch monotone Pianoklänge, die unter die Haut gehen und dem Ganzen ein zusätzliches, besonderes Feeling geben.

UNDER THE ELEPHANT’S SKIN sind ein Beispiel für gute elektronische Musik aus Russland, die in unseren Gefilden leider viel zu wenig Airplay und überhaupt Anklang findet. Qualitativ braucht sich der Künstler, der hinter dieser Musik steckt, jedenfalls nicht vor den Genregrößen verstecken; ganz bestimmt nicht. Leider gibt es mittlerweile viel zuviele Bands und Projekte im Bereich der elektronischen Musik, so dass es Hoffnungsträgern aus dem Underground unglücklicherweise und unberechtigterweise nicht gelingt, diesen auch zu verlassen und eine etwas breitere Masse anzusprechen; mal abgesehen davon, dass Ambient und die hier gebotenen Sounds keine massentauglichen Klänge darstellen.

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Discordless – “148 Light Years”

28. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Experimentelle Welten

Discordless - "148 Light Years"DISCORDLESS sind sich dem Zahn der Zeit in der Musikszene bewusst und bieten ihr Album “148 Light Years” in zwei verschiedenen Versionen an, nämlich einmal als kostenlosen Download und als reguläre CD, für alle jene, die gerne den original Silberling mit allem Drum und Dran im Regal stehen haben. Natürlich hat solch eine Entscheidung der Vermarktung für einen Künstler immer zwei Seiten. Die Gute ist, dass die gebotene Musik für jeden Interessenten kostenlos zur Verfügung steht, was erstmal sympathisch erscheint und die Kunst an sich in den Vordergrund stellt. Die andere Seite ist selbstverständlich die, dass Musikmachen auch eine Kostenfrage ist, denn nicht nur das Mieten eines Proberaumes (sofern notwendig) ist kostspielig, auch das Anschaffen vernünftiger Instrumente und zu guter Letzt die Produktion eines Albums erfordern einen manchmal nicht gerade geringen finanziellen Aufwand. Als Konsument kann man den Schritt von DISCORDLESS jedenfalls sehr begrüßen, auch wenn ich die andere Seite der Medaille bestens kenne.

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Chris Rehm – “Salivary Stones”

16. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Zuviel Lärm um zu wenig

Chris Rehm - "Salivary Stones"CHRIS REHM kommt aus Houston/Texas und hat sich experimentellen Geräuschkulissen verschrieben. Drone, Noise und Ambient gelten hier als herausstechende Stichwörter und sein Album “Salivary Stones” erfüllt all das, was diese (Sub-)Genrenamen, bzw. das was sich dahinter verbirgt, versprechen und was man im Groben erstmal von ihnen erwartet. Der Trip in dröhnende Elektro-Landschaften, in wabernde Klangflächen, in übersteuerte, stark verzerrte Sound-Teppiche und himmlisch weiche Ambient-Pads erscheint im Falle von “Salivary Stones” allerdings ebenso anstrengend wie nervenzerrend.

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My Silver Booster – “Bunker”

12. April 2010 | Musikrezensionen | Keine Kommentare
Experimenteller Ambient

My Silver Booster - "Bunker"MY SILVER BOOSTER aus Monza/Italien sind vielseitig, sehr vielseitig sogar. Sie mischen ihrer Musik Einflüsse aus unterschiedlichen Bereichen der elektronischen Musik bei. Genutzt werden die (Sub-)Genres Ambient, IDM, Noise, Experimental und sicherlich noch einige mehr, die mir grad nicht in den Sinn kommen wollen. MY SILVER BOOSTER nutzen zur Untermalung schwache Beats, die jedoch nie in den Vordergrund rücken, sondern eher wie ein Pulsierendes Element als rhythmische Klangbasis eingesetzt werden. Hinzu kommen leichte Gitarrentöne (?), zumindest klingen sie so; ob nun aus der Konserve oder nicht lässt sich schwer beurteilen und andere, schwer definierbare (elektronische) Geräusche.

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Yellow Swans – “Going Places”

Verzerrte Traumwelten

Yellow Swans - "Going Places"Die beiden Experimentalmusiker Gabriel Mindel Saloman und Pete Swanson haben unter dem Banner YELLOW SWANS bereits unmengen an Releases zustande gebracht, an denen man als Liebhaber experimenteller Ambient- und Drone-Musik einfach nicht vorbei kommt. Das Duo selbst hat seine Musik sehr gut und nahezu exakt zutreffend als Psychedelic Noise beschrieben. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Sounds zu kreieren, die auf den Hörer in spezieller Weise einwirken. Vorliegendes Album ist ein explizit gutes Beispiel dafür, wie intensiv und tiefgreifend Töne und Klänge auf den Hörer und dessen Gemütszustand einwirken können.

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