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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Electronic
2562 – “Unbalance”
Experimentelle Rhythmen und Klangspielereien
Unter dem Banner 2562 hat der niederländische Produzent Dave Huisman bereits zwei Alben, “Aerial” (2008) und “Unbalance” (2009) sowie etliche 12″-Vinyls veröffentlicht. Stilistisch bewegt er sich mit seiner Musik im Bereich des Dubstep, in Verbindung mit minimalen Techno-Elementen, wobei diese wirklich nur am Rande existieren. Um es zu vereinfachen sei gesagt, dass hier die Elektronik als Mittel genutzt wird, um Klangfarben und -Muster zu erzeugen und aufzubauen, die sich durch häufige Wiederholungen entfalten und somit einbrennen. 
Redshape – “The Dance Paradox”
Technoid und hypnotisch
Doch, es gibt immer noch Techno, der viel Gefühl besitzt und der schön zum Abchillen einlädt. REDSHAPE ist kein Band-Name sondern das Pseudonym eines berliner Produzenten, der um seine wahre Identität den Deckmantel des Schweigens halten möchte. Wie dem auch sei, so gut gehütet sein Geheimnis ist, so entsprechend gut ist auch seine Musik und deshalb wollen wir an dieser Stelle keine weiteren Worte über Sinn oder Unsinn dieses Versteckspielchens verlieren, sondern uns voll und ganz den gelungenen Klängen seines Albums “The Dance Paradox” widmen. 
Whourkr – “Naät”
Wahnwitzige Symbiose aus Synthetik und Metall
Was die Franzosen Igorrr, -I Snor und Öxxö Xööx mit ihrem Projekt WHOURKR hier veranstalten ist kurz gesagt weit weg von Gut und Böse. Mit ihrer Mischung aus Death Metal, Hardcore Electronics und einer gehörigen experimentellen Kraft, dürften die Tonakrobaten völlig polarisieren und im Grunde weder die Metal- noch die Electronikfraktion vollends für sich gewinnen. Lediglich aufgeschlossene Hörer experimenteller Klänge und mutiger Stilsymbiosen sind gefragt, die sich nicht vor nervenaufreibenden Sample-Experimenten scheuen und sich mit überdrehten Sounds anfreunden können. 
Lights Out Asia – “Garmonia”
Zurücklehnen und entspannen

Das Debütalbum der U.S.-Amerikaner erschien 2003 und enthielt sämtliche Basis-Sounds, die auf den beiden Folgealben “Tanks And Recognizers” und “Eyes Like Brontide” vertieft und verfeinert wurden. Rein qualitativ gibt es allerdings kaum Unterschiede anzumerken, denn selbst wenn “Garmonia” ‘nur’ das Debüt ist, ist die Klangfülle und -Tiefe enorm feinfühlig, einlullend und schlichtweg wohltuend. Selten habe ich so weiche, klare und gleichsam schöne, in sich stimmige elektronische Sound-Kreationen gehört wie auf den Veröffentlichungen von LIGHTS OUT ASIA. 
David Bowie – “Low”
Berliner Trilogie: Part 1/3 – Klang und Vision
Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten. 
Under The Elephant’s Skin – “Attic Blues”
Chillig und beruhigend
Die Qualität der Discography dieses russischen Künstlers ist nicht durchgehend und restlos überzeugend, aber Artemiy Nizovtsev hat trotz dieses nicht hochlobenden Eingangssatzes bereits einige richtig gute Veröffentlichungen hinter sich. Das Album “Draught” aus dem Jahre 2009 ist das beste Beispiel für die überzeugenden Taten des Russen und auch die hier besprochene EP “Attic Blues” ist ein sehr gutes Exemplar um die Vorzüge von UNDER THE ELEPHANT’S SKIN aufzuzeigen. 
Solaris B.C. – “Submerged Technology”
Marschierende Maschinen
Ursprünglich sollte dieses Minimal-Techno-Album von Justin Broadrick unter dem Banner SOLARIS B.C. bereits in den 90ern das Licht der Welt erblicken, doch sein Label Lo Fibre warf seinerzeit das Handtuch. Auch der nächste angestrebte Veröffentlichungsversuch über Sentrax scheiterte unglücklich. Als “Submerged Technology” dann Ende 2008 von ihm remastered wurde, gab es endlich die Möglichkeit einer Veröffentlichung über sein Haus-Label Avalanche Recordings. Somit erschien das Album erst rund 15 Jahre nachdem es produziert wurde. 
Rico – “Sanctuary Medicines”
Der schottische Trent Reznor
…wurde der junge Mann aus Glasgow damals genannt, als er mit seinem Album “Sanctuary Medicines” vorstellig wurde. Alles Eigenbau, alles selbstgemacht, alles allein in der Garage der Eltern eingespielt und zusammengeschraubt. Rico bewies auf seinem Debüt ein derart talentiertes Händchen, dass der Vergleich mit dem amerikanischen Industrial-Helden völlig berechtigt war. Industrial Rock, Trip-Hop, Elektronisches und Punk geben sich hier die Klinke in die Hand. 
Scorn – “Stealth”
Tauche hinab in das Dunkel
Mick Harris hat mit seinem Projekt SCORN eine Bilderbuchentwicklung vollzogen. Begonnen als eine Art Industrial-Metal-Act, der mit handgemachten Sounds hantiert hat und demnach mit echten Instrumenten agierte, wurde im Laufe der Jahre eine stetige Metamorphose vollzogen. Nachdem sich Harris von seinem alten Kollegen Nick Bullen trennte, wandelte sich die Musik von Album zu Album immer ein wenig mehr. Mittlerweile dominieren bei SCORN monoton wirkende, sperrige Downbeats sowie schwere Sub-Basses und beklemmende düstere Klangcollagen untermalen das Geschehen. Als Soundtrack für die Stille und die Einsamkeit der Nacht nahezu prädestiniert. 
Plej – “Music From The Swedish Leftcoast”
Brüderliche Vereinigung
PLEJ aus Schweden wurde von den Brüdern Erik und Arvid Niklasson ins Leben gerufen. Beide sind musikalisch eigentlich recht unterschiedlich gelagert, denn während Arvids Herz eher dem House zugewandt ist, hängt Erik vornehmlich am Nu Jazz. Trotzdem war es ein Anliegen der Beiden, gemeinsame Sache zu machen und ein Projekt auf die Beine zu stellen. Man braucht also nur Eins und Eins zusammenzählen um zu erfahren, was es auf ihrem gemeinsamen Album “Electronic Music From The Swedish Leftcoast” zu hören gibt: Eine schöne Mischung aus beiden Vorlieben des Brüderpaars. 
Subtonal – “Électricité De Nuit”
Sound für die Zukunft
Ein feines und geübtes Händchen für eindringliche elektronische Sunds beweist Andreas Kauffelt alias SUBTONAL auf dem zweiten Album. Zwischen analogem Können und digitaler Finesse pendelt die Musik, immer mit dem nötigen Feeling für den richtigen Moment und den passenden Sound an der richtigen Stelle. “Électricité De Nuit” klingt insgesamt nicht außerordentlich oder großartig neu doer fremd, aber es passt hier alles zusammen. Das Album wirkt wie eine geschlossene Einheit. Die Zutaten sind nicht einfach willkürlich zusammengewürfelt worden, sondern vermitteln den Eindruck, dass sich hier Gedanken gemacht und die benutzten Sounds und Klänge gezielt und bedacht eingesetzt wurden. 
M83 – “Saturdays = Youth”
Eine kleine Reise zurück in der Zeit
Eine schöne kleine Zeitreise zurück in die 80er und auch 90er Jahre des letzten Jahrtausends bescheren uns die Franzosen von M83 auf ihrem Album “Saturdays = Youth”, das Irgendwo zwischen entspanntem Pop und melodiöser Softelectronic angesiedelt ist. Das Album wirkt trotz unzeitgenössischer Aufmachung und ebensolchem Inhalt erstaunlich anders, wohlklingend und in gewisser Art und Weise sogar regelrecht erfrischend; vermutlich eben genau deswegen, weil hier nicht die derzeit gängigen Klischees bedient werden, sondern durch den Blick zurück in der Zeit der Musik im übertragenen Sinne ein Schritt nach vorne gemacht wird. 
Under The Elephant’s Skin – “Monochrome”
Gekonnt experimentell
Artemiy Nizovtsev aus Chelyabinsk/Russland hat mit seinem Projekt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN bereits einige Veröffentlichungen hinter sich und jedes seiner Schöpfungen weist andere, spezielle Merkmale auf. Seine Musik steht nie still, besitzt aber immer etwas skurriles, andersartiges, aber auch verspieltes und technisches. Die mechanische Kühle der elektronischen Musik wird kombiniert mit experimentellen Klängen und Geräuschen, aber auch echten Instrumenten. Dadurch bleibt das Feeling nie auf der Strecke und die Musik gleichermaßen lebendig und irgendwie auch frisch. 
Under The Elephant’s Skin – “Journals”
Experimentelle Gelassenheit
Der russische Künstler hinter UNDER THE ELEPHANT’S SKIN hat mittlerweile einige Veröffentlichungen auf dem Kerbholz. Zeitlich nicht weit entfernt vom wirklich guten 2009er Album “Draught” wurde die EP “Journals” herausgebracht. Stil, Machart und musikalische Kompetenz reihen sich nahtlos an das Album an. Die geboete Kost ist eng, das heißt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN haben durchaus einen Wiedererkennungswert, auch wenn dieser durch das riesengroße Angebot im elektronischen Musiksektor und den entsprechend vielen verschiedenen Projekten und Macharten nur in den Feinheiten auszumachen ist. 
Under The Elephant’s Skin – “Draught”
Elektronische Musik mit Tiefe
Aus Chelyabins/Russland kommt das vielversprechende Projekt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN. Geboten werden luftige und schwebende Ambient-Sounds, sinnliche, schmeichelnd verträumte Beats und Rhythmen sowie atmosphärische Samples und melancholisch monotone Pianoklänge, die unter die Haut gehen und dem Ganzen ein zusätzliches, besonderes Feeling geben.
UNDER THE ELEPHANT’S SKIN sind ein Beispiel für gute elektronische Musik aus Russland, die in unseren Gefilden leider viel zu wenig Airplay und überhaupt Anklang findet. Qualitativ braucht sich der Künstler, der hinter dieser Musik steckt, jedenfalls nicht vor den Genregrößen verstecken; ganz bestimmt nicht. Leider gibt es mittlerweile viel zuviele Bands und Projekte im Bereich der elektronischen Musik, so dass es Hoffnungsträgern aus dem Underground unglücklicherweise und unberechtigterweise nicht gelingt, diesen auch zu verlassen und eine etwas breitere Masse anzusprechen; mal abgesehen davon, dass Ambient und die hier gebotenen Sounds keine massentauglichen Klänge darstellen. 











