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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Drama
The Minus Man (1999)
Ein Roadtrip mit einem Serienmörder, ein kleines Märchen in einer Vorstadtidylle, erzählt vom Killer selbst. Vann (Owen Wilson), der gutaussehende, freundliche Truckfahrer ist auf der Reise zur nächstbesten Stadt. Was ihn umtreibt, bleibt verborgen, vielmehr scheint es wie magnetische Anziehungskraft zu sein, die zwischen ihm und Orten wie Menschen herrscht. Der schüchterne und kontaktscheue Vann sucht nicht nach den Menschen, doch sie scheinen ihn zu suchen wie die Motten das Licht. Sie sind unzufrieden, laden ihre Lebenslast auf ihm ab, klagen ihm ihr Leid… und er vergiftet sie dafür. 
Moon (2009)
Es war vor fast 40 Jahren, als der Mensch zum bis heute letzten Mal seinen Fuß auf den Mond setzte. Und selbst als Apollo 17 zur Erde zurückkehrte, hatten die Astronauten keine vier Tage auf unserem Erdtrabanten verbracht. In der Zukunft lebt der Mensch dauerhaft in einer Mondbasis, jahrelang, denn in der Zukunft wird der Mond zum Hoffnungsträger bei der Erschließung alternativer Energiequellen.
Es ist diese Zukunftsmusik, die das Langfilmdebüt von Duncan Jones (der in der Presse stets als Sohn von David Bowie herumgereicht wird) einleitet. Da Öl & Co. bekanntermaßen nicht in unbegrenztem Vorrat auf der Erde vorhanden sind, hat sich die Menschheit den grauen Himmelskörper als Quelle eines neuen Energieträgers erschlossen. 
Arlington Road (1999)
Der ganz große Knall stand noch aus, war noch eine Dystopie, an die keiner denken wollte (und die niemand für möglich hielt): Amerika 1999, die alte Zeitrechnung. Sicherlich, mit dem ersten Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993 hatten islamistische Terroristen ein deutliches Zeichen hinterlassen, doch ebenso deutliche, wenn nicht noch stärkere Zeichen, sendete der sogenannte “domestic terrorism” – hausgemachter Terror wie der Bombenanschlag von Oklahoma, und bei dem Ereignisse wie in Waco in Frage stellten, ob nicht auch der Staat seinen Anteil an der Eskalation von Gewalt hatte.
Universitätsprofessor Faraday (Jeff Bridges) beschäftigt sich mit diesen Fragen und sucht nach Antworten, vor allem seit dem seine Frau bei einem desaströsen FBI-Einsatz ums Leben kam. In seinen Seminaren versucht er zu ergründen, warum sich immer mehr unzufriedene Menschen gewaltsam gegen den Staat erheben und wie von staatlicher Seite versucht wird, die wahren Hintergründe solcher Ereignisse zu verdecken. 
Jenseits der Mauer (2009)
Es ist April 1974. An Europas damalig größtem Grenzkontrollpunkt Marienborn bei Helmstedt versucht das Ehepaar Molitor mit seinen beiden Kindern aus der DDR zu fliehen. Mit falschen Ausweisen als Westdeutsche getarnt und den Kindern im Kofferraum versteckt scheint der Plan aufzugehen, doch dann gehen dem Vater die Nerven durch. Im Kugelhagel wird das Auto der Familie gestoppt und das Ehepaar festgenommen. Die Verurteilung erfolgt schnell und kaltblütig, die Strafe soll verheerend sein. Die Molitors stehen vor der Wahl: Entweder sie verlassen die DDR nur mit ihrem Sohn, während ihre Tochter zwangsadoptiert wird, oder sie gehen für mehrere Jahre ins Gefängnis und verlieren dabei beide Kinder. Mit Molitors Worten “Ihr seid richtige Verbrecher” endet das erste Kapitel dieses bewegenden Films deutsch-deutscher Zeitgeschichte. 
Die Welle (2008)
Es war 1967, vier Jahre nach dem Milgram-Experiment und vier Jahre vor dem berühmten Standford-Experiment, als der Geschichtslehrer Ron Jones mit seiner Klasse ein halb improvisiertes Experiment unternahm. An seiner Schule in Kalifornien unterrichtete er damals zum Thema Nazi-Deutschland. Eine der größten Fragen, die er in den Klassenraum stellte: Wie konnte die deutsche Bevölkerung angeblich nichts vom Holocaust mitbekommen haben wollen, bzw. wie konnte sie scheinbar taten- und willenlos zusehen, während die Nazidiktatur ganz Europa ins Verderben stieß?
Da er diese Frage seinen Schülern nicht beantworten konnte, sollten sie es sozusagen in praktischer Erfahrung lernen, wie die Mechanismen einer Diktatur funktionieren, welche Voraussetzungen notwendig sind. Nur wenige Tage später geriet dieses Experiment bereits außer Kontrolle. 
Rohtenburg – Grimm Love (2006)
Der “Kannibale von Rotenburg” Armin Meiwes sorgte 2001 für großes Aufsehen in der Presse, aber gleichzeitig auch für ein moralisches Dilemma: Wie sollte man mit einem Menschen umgehen, der einen anderen Menschen getötet hatte um ihn zu verspeisen, wenn eben jener Mensch genau das gewollt hatte? Wie sollte man diese Abscheu hervorrufende Tat beurteilen? War es Mord, sog. ‘Totschlag auf Verlangen’ oder vielleicht eine entfernte Art des assistierten Selbstmordes?
Der Fall des Kannibalen war insofern ein Novum, da es hier keine klassische Täter-Opfer-Beziehung gab. Der Täter war kein rücksichtsloser, hinterhältiger Mörder, und das Opfer weder hilflos noch ausgeliefert und im engen Sinne eigentlich gar kein Opfer. Armin Meiwes hatte in einem Internetforum inseriert, dass er jemanden sucht, den er schlachten und verspeisen könnte. Unter den Antworten befand sich die von Bernd Jürgen Brandes, der darin den Schlüssel zur Erfüllung seiner Fantasien sah. Armin Meiwes war der Schlüssel. 
Angel Heart (1987) vs. The Devil’s Advocate (1997)
Wenn ‘Remake’ bedeutet, dass man einen zuvor verfilmten Stoff neu verfilmt und sich dabei mehr oder weniger stark an der Vorlage orientiert – also keine echte Neuinterpretation einer literarischen Vorlage, sondern eher eine Neufassung des Drehbuchskriptes – dann kann man im Fall von Angel Heart und The Devil’s Advocate natürlich nicht von einem Remake sprechen. Beide Filme haben ihre eigenen Romanvorlagen, die aber in ihrem Inhalt, ihrer Struktur und in ihren Elementen so viele Gemeinsamkeiten aufweisen, dass ich es für durchaus legitim halte, sie in dieser Rubrik vorzustellen.
Angel Heart basiert auf dem Roman “Falling Angels” von William Hjortsberg, der 1978 veröffentlicht wurde. Alan Parkers Film hält sich bis auf einige Ausnahmen sehr genau an den Roman, ein wesentlicher Unterschied ist z. B., dass der größte Teil der Handlung von New York nach New Orleans, also in die Südstaaten der USA, verlegt wurde. Die Geschichte spielt in den 50er Jahren. Privatdetektiv Harry Angel (Mickey Rourke) erhält Besuch vom mysteriösen Geschäftsmann Louis Cyphre (Robert DeNiro), für den er einen Mann namens Johnny Favorite ausfindig machen soll. Vor dem zweiten Weltkrieg war Favorite ein berühmter Sänger gewesen, dessen Spuren sich aber nach einer schweren Verwundung in den Krankenhausakten verlieren. Den genauen Grund für diesen Auftrag will Cyphre nicht nennen, erwähnt nur einen Gefallen, den Favorite ihm schuldig ist. 
Killshot (2008)
Blackbird (Mickey Rourke) ist nicht gerade das, was man sich unter einem präzise arbeitenden Mafiakiller vorstellt. Unfreiwillige Zeugen scheinen sich wie ein roter Faden durch seine Karriere zu ziehen. Auch bei seinem letzten Auftrag muss er sich einer Beobachterin entledigen, was seinen Arbeitgebern gar nicht gefällt. Doch dann kommt es zu einer verhängnisvollung Verkettung der Ereignisse: Er macht die Bekanntschaft mit Rickie, einem jungen, brutalen Hitzkopf, der sich auf Erpressung und Einbrüche festgelegt hat. Gemeinsam wollen sie einen Immobilienhändler abziehen, doch der Zufall will es, dass sie in dessen Büro auf das Ehepaar Carmen (Diane Lane) und Wayne (Thomas Jane) treffen. Eine Verwechslung, ein Schußwechsel, eine rasante Flucht – Carmen und Wayne kommen mit dem Schrecken davon, doch der Alptraum beginnt erst gerade.
Vom FBI erfahren sie, wer Blackbird wirklich ist und werden umgehend ins Zeugenschutzprogramm gesteckt. Dass sie sich dort nicht sicher fühlen können, zeigt sich schon bald, denn Blackbird setzt alles daran, die unliebsamen Zeugen unter die Erde zu bringen. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt… 
Hell Ride (2008)
Ja, Check, “Tarantino” steht deutlich lesbar auf dem Poster. Der gute Mann “präsentiert” zwar nur, aber er allein reicht aus, damit bei vielen Leuten schon mal die Alarmleuchten angehen. Michael Madsen in der Besetzung ist natürlich Pflicht, kein Pseudo-Tarantino kommt ohne seine knarrig-coole Reibeisenstimme aus. Regie führte der aus der Versenkung aufgetauchte Larry Bishop, der in diesem bedeutungsschwangeren Bikerfilm den Präsident einer Motorradgang spielt.
Was “Pistolero” und seine Kumpanen antreibt, ist ein ziemlich harter Brocken. In den verzweigten Überblendungen von Vergangenheit, Gegenwart und Szenen aus der Zukunft ist es für den Zuschauer nicht gerade leicht herauszufinden, worum es in Hell Ride eigentlich gehen soll. Biker ermorden Biker, die daraufhin als Rache wiederum Biker ermorden. 
Snow Cake (2006)
Zuerst ist Alex (Alan Rickman) leicht genervt von der äußerst gesprächsfreudigen Vivienne, doch dann willigt er ein und nimmt sie als Anhalter mit. Doch die Fahrt endet jäh, bevor sie ihr Ziel erreicht haben: Ein Truck rammt den Wagen von Alex. Vivienne überlebt den Crash nicht, während er nur mit ein paar Kratzern davonkommt. Auch wenn ihn keinerlei Schuld trifft, ist er traumatisiert, denn schon einmal hat er einen Menschen, den er erst kurz zuvor kennengelernt hatte, in einem ähnlichen Unfall verloren. Er entschließt sich, Viviennes Mutter Linda (Sigourney Weaver) zu besuchen. Doch obwohl sie die Nachricht vom Tod ihrer Tochter bereits erhalten hat, zeigt sie keine Anzeichen von Trauer.
The Heart Is Deceitful Above All Things (2004)
Es gibt Filme, die so unangenehm sind, so wehtun, dass das Zusehen so unerträglich wird, dass man am liebsten sofort in diese Welt einsteigen möchte, um das Opfer von Grausamkeit von seinem Leiden zu erlösen, es zu befreien. Schützend will man seine Hände über den kleinen Jeremiah legen, die Abwärtspirale, in die er hineingerät aufhalten, bevor sie sich überhaupt zu drehen beginnt.
Der kleine Jeremiah wird im Alter von sechs Jahren seinen Pflegeeltern entrissen, da seine leibliche Mutter Sarah nun volljährig ist, und ihn endlich wiederhaben will. An ihren mütterlichen Fähigkeiten kann es nicht liegen, denn sie hat de facto keine Ahnung und kein Gespür, was Kinder brauchen, außer vermutlich das, was in ihrer eigenen Kindheit schon schiefgelaufen ist. An der besonderen Bindung zu Jeremiah kann es auch nicht liegen, denn sie hat ihn seit der Geburt nicht mehr gesehen. Die Behörden scheint das jedenfalls nicht zu interessieren. Hier regieren Paragraphenreiter, die stur und nüchtern nach Gesetzeslage und nicht nach realistischer Einschätzung Entscheidungen vollziehen, die verheerende Konsequenzen haben. Zuviele solcher tragischen Geschichten kennt man aus jedem Land, aus unserem Land. 
Special (2006)
“Wir haben nur die Realität. Und wenn man an irgend etwas anderes glaubt, muss man doch eigentlich verrückt sein, oder nicht?”
Les Franken (Michael Rapaport) ist eine männliche ‘metermaid’, also das, was in etwa unseren geliebten Politessen entspricht. Er trägt eine Uniform, die aussieht wie die eines Verkehrspolizisten, aber letztlich besteht seine alltägliche Arbeit nur im Ausstellen von Falschparktickets und darin, das Gemoser und Gemeckere der Autofahrer über sich ergehen zu lassen. Auch wenn er dem Mantra seines Bosses, den wichtigsten Job der Welt zu erledigen, nicht viel abgewinnen kann, ist er relativ zufrieden mit seinem Beruf und seinem Leben.
Das gerät aus den Fugen, als er an einer Medikamentenstudie teilnimmt, die ungeahnte Nebenwirkungen entfaltet. 
In Bruges (2008)
Brügge… oder die Hölle? Das fragt sich Ray (Colin Farrell) von der ersten Minute an, in der er seinen Fuß zusammen mit Ken (Brendan Gleeson) in die pittoreske belgische Stadt gesetzt hat. Ray und Ken sind Auftragskiller, zwei Wochen sollen sie in einem Hotel abtauchen und auf neue Instruktionen von ihrem Boss Harry (Ralph Fiennes) warten. Das klingt zunächst leichter als gesagt, denn der letzte Job verlief gelinde gesagt bescheiden, und eine kleine Auszeit würde beiden gut tun. Das sieht Ray allerdings ein bißchen anders: Während sich Ken für das mittelalterliche Städtchen mit all seinen Sehenswürdigkeiten begeistern kann und eifrig den Reiseführer studiert, ist Ray einfach nur genervt von allen, von den Touristen, von Aussichten, von der schieren Langeweile, die ihn umgibt. Am meisten aber ist er genervt von der Tatsache, dass er immer wieder an den kleinen Jungen denken muss, den er aus Versehen erschossen hat.
Doch auch Harry ist dieser Umstand ein Dorn im Auge, und so erteilt er eines Tages Ken den Auftrag, Ray zu beseitigen… 
2012 (2009)
“We were warned” – wir waren gewarnt. Wir wussten, was mit diesem Film auf uns zukommt. Wenn Roland Emmerich einen Film produziert, dann erwarten wir keine narrativen Höhepunkte und intellektuellen Tiefgang. Wir erwarten ein Spektakel, eine Orgie von Spezialeffekten, auf Celluloid gebanntes Adrenalin. Zusammen mit seinem katastrophenerfahrenen Partner Harald Kloser hat Emmerich mit “2012″ nun das geschaffen, was von einigen Filmkritikern bereits als “Mutter aller Katastrophenfilme” emporgelobt wurde. Und sie haben recht.
Das Spektakel
“2012″ ist ein großartiger Film, der beinahe zur Perfektion führt, was in diesem Genre möglich ist und was wir uns als Zuschauer vorstellen können. “2012″ ist nicht nur eine Orgie, es ist eine atemberaubende Bildsymphonie der Apokalypse. Doch um mit einem großen Mißverständnis ganz zu Beginn aufzuräumen: “2012″ ist großartig im Kontext der Spezialeffekte und Computeranimationen, die einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag aufgefressen haben, und mit denen Emmerich überzeugend die Erde in Schutt und Asche legt. Warum sonst will man sich so einen Film ansehen? 
Zodiac (2007) vs. The Zodiac (2005)
Der “Zodiac” war ein Serienmörder, der Ende der 60er Jahre die Bevölkerung von San Francisco und Umgebung in Angst und Schrecken versetzte. Das Mysterium, was ihn umgibt, begründet sich nicht nur aus der Art und Weise, wie er mit Medien und Polizei kommuniziert hat, sondern auch daraus, dass er nie gefasst werden konnte. Zahlreiche Trittbrettfahrer ließen sich von ihm inspirieren, doch bis heute ist es den Ermittlern nicht gelungen, die wahre Identität des “Zodiacs” festzustellen. Die rätselhaften Kryptogramme, die er an die Lokalzeitung “Chronicle” geschickte hatte und die angeblich seinen wahren Namen preisgeben sollten, konnten bis auf das erste (”killing is so much fun…”) nie entschlüsselt werden. In seinen letzten Briefen hatte er behauptet, 37 Menschen getötet zu haben, bestätigt werden konnten nur fünf. Zwei Menschen überlebten die grausamen Angriffe des Killers. 











