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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Ambient
Set Fire To Flames – “Sings Reign Rebuilder”
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch
Dieses aus über zehn Personen bestehende Musikerkollektiv aus Montreal/Kanada ist eines der zahlreichen Projekte, an denen Mitglieder der Post-Rock-Legende GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR teilnehmen. Zwei Alben wurden bis dato veröffentlicht. Seit 2003 ist es sehr still um die Band geworden und außer ein spontanes Live-Konzert gab es keine weiteren Aktivitäten.
SET FIRE TO FLAMES ist eine Formation mit künstlerisch anspruchsvollem Hintergrund, die einerseits stilübergreifende Mittel nutzt, um ihre Visionen in Töne zu manifestieren, sich andererseits aber auch oftmals im Randbereich zur Geräuschimprovisation und Klangcollage bewegt und somit ziemlich erstklassig polarisiert. 
Lights Out Asia – “Garmonia”
Zurücklehnen und entspannen

Das Debütalbum der U.S.-Amerikaner erschien 2003 und enthielt sämtliche Basis-Sounds, die auf den beiden Folgealben “Tanks And Recognizers” und “Eyes Like Brontide” vertieft und verfeinert wurden. Rein qualitativ gibt es allerdings kaum Unterschiede anzumerken, denn selbst wenn “Garmonia” ‘nur’ das Debüt ist, ist die Klangfülle und -Tiefe enorm feinfühlig, einlullend und schlichtweg wohltuend. Selten habe ich so weiche, klare und gleichsam schöne, in sich stimmige elektronische Sound-Kreationen gehört wie auf den Veröffentlichungen von LIGHTS OUT ASIA. 
David Bowie – “Heroes”
Berliner Trilogie: Part 2/3 – Helden und Hoffnung
David Robert Haywood Jones, eher bekannt unter dem Namen DAVID BOWIE, hat viele Phasen in seiner Karierre als Sänger und Musiker hinter sich gebracht. Er hat sich dabei nie davor gescheut zu experimentieren und war sich nie zu fein, von anderen Tipps geben zu lassen oder die Komposition seiner Songs (wenigstens) teilweise in andere Hände zu geben. Immer interessiert in alle Richtungen hat DAVID BOWIE mittlerweile ein enormes Repertoire an Alben, Songs (darunter viele Hits) und Stilvariationen angehäuft, das in seiner speziellen Art einzigartig ist. 
David Bowie – “Low”
Berliner Trilogie: Part 1/3 – Klang und Vision
Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten. 
Under The Elephant’s Skin – “Attic Blues”
Chillig und beruhigend
Die Qualität der Discography dieses russischen Künstlers ist nicht durchgehend und restlos überzeugend, aber Artemiy Nizovtsev hat trotz dieses nicht hochlobenden Eingangssatzes bereits einige richtig gute Veröffentlichungen hinter sich. Das Album “Draught” aus dem Jahre 2009 ist das beste Beispiel für die überzeugenden Taten des Russen und auch die hier besprochene EP “Attic Blues” ist ein sehr gutes Exemplar um die Vorzüge von UNDER THE ELEPHANT’S SKIN aufzuzeigen. 
Subtonal – “Électricité De Nuit”
Sound für die Zukunft
Ein feines und geübtes Händchen für eindringliche elektronische Sunds beweist Andreas Kauffelt alias SUBTONAL auf dem zweiten Album. Zwischen analogem Können und digitaler Finesse pendelt die Musik, immer mit dem nötigen Feeling für den richtigen Moment und den passenden Sound an der richtigen Stelle. “Électricité De Nuit” klingt insgesamt nicht außerordentlich oder großartig neu doer fremd, aber es passt hier alles zusammen. Das Album wirkt wie eine geschlossene Einheit. Die Zutaten sind nicht einfach willkürlich zusammengewürfelt worden, sondern vermitteln den Eindruck, dass sich hier Gedanken gemacht und die benutzten Sounds und Klänge gezielt und bedacht eingesetzt wurden. 
Dooom – “Psychonaut”
Komplexe akustische Reise in die Tiefen der menschlichen Psyche
DOOOM – nicht nur der Name erinnert an ein bekanntes Computerspiel. Die Musik des Künstlers Matt Sick versetzt den Hörer in eine ähnlich düstere und bedrohlich wirkende Atmosphäre wie der Ego-Shooter den Spieler. Das nun vor ziemlichei Jahren veröffentliche Album “Psychonaut” enthält mit “Shadows”, “Trauma”, “Hope And Fear”, Rebirth” und “Caravan Of Restless Souls” fünf Stücke, die sich den dunklen Seiten der menschlichen Psyche widmen.
Der Trip durch die verwinkelten Gasse des Bewusstseins beginnt mit dem 15-minütigen “Shadows”. Wie in einem abstrakten Albtraum werden lange akustische Schatten entworfen, denen sich das hilflose Individuum nicht entziehen kann. 
Under The Elephant’s Skin – “Monochrome”
Gekonnt experimentell
Artemiy Nizovtsev aus Chelyabinsk/Russland hat mit seinem Projekt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN bereits einige Veröffentlichungen hinter sich und jedes seiner Schöpfungen weist andere, spezielle Merkmale auf. Seine Musik steht nie still, besitzt aber immer etwas skurriles, andersartiges, aber auch verspieltes und technisches. Die mechanische Kühle der elektronischen Musik wird kombiniert mit experimentellen Klängen und Geräuschen, aber auch echten Instrumenten. Dadurch bleibt das Feeling nie auf der Strecke und die Musik gleichermaßen lebendig und irgendwie auch frisch. 
Jetlag – “Jetlag”
Rastlos in der Dunkelheit
Wie schon bei SCHRÄGE MUSIK habe ich mit dem schwedischen Elektronikprojekt JETLAG bereits vor Jahren Berührung aufgenommen. Dutzende Demotracks unterschiedlichster Spielart und Ausrichtung, alles nicht offiziell und über gut sortierte Tauschbörsen verbreitet, so landeten sie irgendwann bei mir. Danach verlor ich die Schweden vorerst aus den Augen – doch nun ist das Projekt wieder da. Die Informationslage ist spärlich, sicher ist nur eins, nämlich dass sich das Debütwerk gar nicht so weit entfernt vom Labelkollegen bewegt. 
Jesu – “Lifeline”
Musik zum entspannen
Die Vier-Track-EP “Lifeline” von JESU erschien im Oktober 2007 nur wenige Tage nach der streng limitierten Compilation “Pale Sketches”, die Band-Kopf Justin Broadrick über sein Label Avalanche Recordings veröffentlichte. Als kleine Zwischenstation sollte sie zusammen mit den folgenden Split-Releases mit ENVY und BATTLE OF MICE, sowie der eigenen EP “Why Are We Not Perfect?”, die Zeit zum nächsten vollständigen Album (”Infinity”, 2009) überbrücken. 
Under The Elephant’s Skin – “Journals”
Experimentelle Gelassenheit
Der russische Künstler hinter UNDER THE ELEPHANT’S SKIN hat mittlerweile einige Veröffentlichungen auf dem Kerbholz. Zeitlich nicht weit entfernt vom wirklich guten 2009er Album “Draught” wurde die EP “Journals” herausgebracht. Stil, Machart und musikalische Kompetenz reihen sich nahtlos an das Album an. Die geboete Kost ist eng, das heißt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN haben durchaus einen Wiedererkennungswert, auch wenn dieser durch das riesengroße Angebot im elektronischen Musiksektor und den entsprechend vielen verschiedenen Projekten und Macharten nur in den Feinheiten auszumachen ist. 
Under The Elephant’s Skin – “Draught”
Elektronische Musik mit Tiefe
Aus Chelyabins/Russland kommt das vielversprechende Projekt UNDER THE ELEPHANT’S SKIN. Geboten werden luftige und schwebende Ambient-Sounds, sinnliche, schmeichelnd verträumte Beats und Rhythmen sowie atmosphärische Samples und melancholisch monotone Pianoklänge, die unter die Haut gehen und dem Ganzen ein zusätzliches, besonderes Feeling geben.
UNDER THE ELEPHANT’S SKIN sind ein Beispiel für gute elektronische Musik aus Russland, die in unseren Gefilden leider viel zu wenig Airplay und überhaupt Anklang findet. Qualitativ braucht sich der Künstler, der hinter dieser Musik steckt, jedenfalls nicht vor den Genregrößen verstecken; ganz bestimmt nicht. Leider gibt es mittlerweile viel zuviele Bands und Projekte im Bereich der elektronischen Musik, so dass es Hoffnungsträgern aus dem Underground unglücklicherweise und unberechtigterweise nicht gelingt, diesen auch zu verlassen und eine etwas breitere Masse anzusprechen; mal abgesehen davon, dass Ambient und die hier gebotenen Sounds keine massentauglichen Klänge darstellen. 
Jesu / Eluvium – “Split EP”
Musik, die sich ergänzt
Diese Split-EP von JESU und ELUVIUM aus dem Jahre 2007 ist ursprünglich nur auf 12″ Vinyl erschienen und bis heute lediglich teilweise auf CD erhältlich. Von dem Vinyl-Release wurden 4000 Stück hergestellt, 2000 auf dem Label Hydra Head Records und 2000 auf dem ELUVIUM-Haus-Label Temporary Residence Limited. Als Gimmick gibt es das Vinyl in Weiß, Geld, Schwarz sowie in durchsichtig/Bernstein. Die JESU-Tracks wurden später (2008) auf der EP “Why Are We Not Perfect” mit zwei zusätzlichen Versionen in Form der Stücke “Why Are We Not Perfect (Alternative Version)” und “Blind & Faithless (Extra Mix)” erstmals auf CD veröffentlicht. 
Kevin Drumm – “Imperial Horizon”
Ein gradliniges Werk
Mit einem pulsierenden Drone beginnt “Just Lay Down And Forget It”, der einzige Song auf “Imperial Horizon” von KEVIN DRUMM und leitet so den Weg des Albums dröhnend und tief ein. Das wummern verebbt und wandelt sich in einen leicht variierenden Ambient-Sound, der schwebend über dem Boden hängt und ein losgelöstes Feeling verbreitet. Zehn Minuten lang ist man diesem Sound ausgesetzt, bevor es marginale Veränderungen im Klanggefüge gibt. Wieder setzt von weit hinten kommend ein leichtes Pulsieren ein und schiebt sich langsam immer weiter in den Vordergrund. So langsam es kam, so relativ schnell versiegt es auch wieder und der immer noch präsente, sanfte Ambient-Ton dominiert wieder das geschehen. 
Discordless – “148 Light Years”
Experimentelle Welten
DISCORDLESS sind sich dem Zahn der Zeit in der Musikszene bewusst und bieten ihr Album “148 Light Years” in zwei verschiedenen Versionen an, nämlich einmal als kostenlosen Download und als reguläre CD, für alle jene, die gerne den original Silberling mit allem Drum und Dran im Regal stehen haben. Natürlich hat solch eine Entscheidung der Vermarktung für einen Künstler immer zwei Seiten. Die Gute ist, dass die gebotene Musik für jeden Interessenten kostenlos zur Verfügung steht, was erstmal sympathisch erscheint und die Kunst an sich in den Vordergrund stellt. Die andere Seite ist selbstverständlich die, dass Musikmachen auch eine Kostenfrage ist, denn nicht nur das Mieten eines Proberaumes (sofern notwendig) ist kostspielig, auch das Anschaffen vernünftiger Instrumente und zu guter Letzt die Produktion eines Albums erfordern einen manchmal nicht gerade geringen finanziellen Aufwand. Als Konsument kann man den Schritt von DISCORDLESS jedenfalls sehr begrüßen, auch wenn ich die andere Seite der Medaille bestens kenne. 










