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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
Limbonic Art – “Phantasmagoria” (10.00 / 10)
Blind Guardian – “At The Edge Of Time” (10.00 / 10)
Moon (2009) (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Reviews! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Mad Season – “Above”
Juwel
Dem Projekt MAD SEASON war (leider) nur ein kurzes Leben beschieden: nur ein Album, nämlich das hier vorliegende, veröffentlichte diese Band. Sie bestand aus vier Koryphäen der Seattlekultur: Layne Staley, dem genialen Sänger von ALICE IN CHAINS, Mike McCready, sonst Gitarrist bei PEARL JAM, dem Bassisten John Saunders, Hauptband THE WALKABOUTS, und Drummer Barrett Martin, seines Zeichens Stöckeschwinger bei den SCREAMING TREES. Über das tragische Ende von Layne und John wissen wir Bescheid; immer, wenn ich “Above” höre, kehrt die Trauer um diese begnadeten Musiker wieder.
MAD SEASON bündeln verschiedene Stile: Country, Alternative und Rock der Seventies. Jeder der vier beteiligten Musiker steuerte seinen ganz ureigenen Beitrag bei: im Opener “Wake Up” zelebrieren MAD SEASON diese Mischung aus erdigem Blues, hart rockenden Elementen, atmosphärischen Xylophonklängen, abgerundet von allerfeinstem Wabersolo. Assoziationen an THE DOORS und LED ZEPPELIN sind sicher erlaubt. Tribal, Psychdelic, Grunge, alles dient dem Ganzen: grenzenlosem Rock, welcher sich aus Beengtheit und Ummauerung befreien will. Layne nölt, wie es seinerzeit sein musste, noch war es rebellisch, kein Hype. Vor allem durch die Gesangspassagen erinnert “X-Ray-Mind” stärker als der Opener an Laynes Hausband ALICE IN CHAINS.
Country und Western? “River Of Deceit” erinnert an die Wurzeln dieser Musikform. Melancholischen Sinnes wandern wir die staubige Straße, nein Road, zurück; nostalgisch stimmen klappernde Fensterläden, verlassene Verandas, die uralte Gasoline. Im Titelsong “I’m Above” schwebt Layne auf Wolkenschichten, welche ihn zeitlebens mit ihren offenen Armen ins Endlosweite verlockten. Die gejammte Gitarrenarbeit in “Artificial Red” würde, wenn er denn noch unter uns wäre, sicherlich auch dem guten alten Jimi Hendrix ein Zeichen der Freude entlocken. Auch Toni Iommi übrigens. Überhaupt, was die einzelnen Instrumentalisten bieten, vom Bass, welcher stets nicht nur Rhythmusgeber, sondern auch bisweilen als führendes Instrument eingesetzt wird über die Gitarrenleads bis hin zu den Drums, welche auf Effekthascherei verzichten und selbstlos, doch selbstbewusst eigene Akzente durch Taktverschiebungen setzen, das kann begeistern. “Lifeless Dead” ist sicherlich eine Hommage an BLACK SABBATH; so macht man das richtig, verdammt! Das sei allen DOOM-Bands mit auf den Weg gegeben…
Das hypnotische “I Don’t Know Anything” verschachtelt Gesang und Akkorde, wie wir es bei ALICE im Wunderland mochten, Woodstock-Solo inklusive. “Long Gone Day” integriert typische Jazzinstrumentierung wie Saxophon und Xylophon unaufdringlich in stille Gitarrenharmonien, welche von percussiven Rhythmen begleitet werden. Ein Klassesong! Das Instrumental “November Hotel” wabert in postrockige Sphären; Gitarre, Bass und Drums verästeln sich ineinander, steigern die Unrast, welche dann im Finale “All Alone” abebbt. Ein wenig fühlen wir uns in Trance versetzt, Sphärenklänge, Laynes “Aaahhhh” zur Monotonie der musikalischen Semantik bzw. Syntax. “Above” bleibt ein monumentales Vermächtnis von vier Ausnahmekönnern im Zenit ihres kreativen Schaffens.

Format: Album Länge: 10 Songs | 56:35 Label: Columbia Release: 14.03.1995Leserwertung: Ähnliche Artikel:
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25. Februar 2010