
Acoustic Action Alternative Rock Ambient Avantgarde Black Metal Comedy Crime Dark Ambient Death Metal Doom Metal Drama Electronic Experimental Folk Metal Grindcore Hardcore Hard Rock Heavy Metal Horror IDM Indie Rock Industrial Metal Industrial Rock Instrumental Jazz Jesu Melodic Black Metal Melodic Death Metal Metalcore New Wave Noise Pop Post-Metal Post-Rock Power Metal Progressive Metal Progressive Rock Rock Shoegaze Sludge Stoner Rock Thrash Metal Thriller Viking Metal
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
-
Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Foulest Semen Of A Sheltered Elite” (10.00 / 10)
The Ruins Of Beverast – “Rain Upon The Impure” (10.00 / 10)
Hadoken – “Luminary” (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Review! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Schräge Musik – “The Northwest Passage: Parry Expedition”
In Nebel und Eis
Viele Jahrhunderte lang suchten die Menschen nach der Nordwestpassage, einem Schiffs- und Handelsweg, der nördlich von Amerika nach Asien führt, und die Reise zu diesem Kontinent um mehrere tausend Kilometer verkürzt. William Edward Parry war einer der vielen wagemutigen Männer, die sich im 19. Jahrhundert auf Entdeckungsreise begaben, und viele dieser Männer brauchte es, um über die Jahre hinweg die gesamte Route zu erschließen. Parry gehört vielleicht nicht zu wichtigsten Persönlichkeiten in dieser Geschichte, doch sein Reisebericht “Journal of a Voyage to discover a North-west Passage” scheint inspirierend gewirkt zu haben. Auf Caspar David Friedrich, der danach sein ungewöhnliches Gemälde “Das Eismeer” anfertigte, und knapp 200 Jahre später auf einen schwedischen Elektronikkünstler.
Mit ’schräger Musik’ hat dieser indes nichts zu tun. Statt Jazz oder Maschinengewehrfeuer haben wir es hier mit einem minimalistischen Ambientalbum zu tun, welches nicht besser in diese Jahreszeit und in die unwirtliche polare Gegend passen könnte. Langgezogene Synthesizerflächen, wiederkehrende Muster und feinste Variationen prägen die eisigen Klanglandschaften.
Natürlich ist die Wahrnehmung von Ambientmusik, gerade wenn sie so reduziert und intensiv daherkommt, immer eine Frage der Assoziation und Suggestion. Das Kopfkino wird bestimmt durch die Elemente, die außerhalb und innerhalb der Musik stehen – Gleichwohl bestimmt sozusagen der Drehbuchautor im Kopf des Musikers, wie diese Elemente aussehen und arrangiert werden.
Der schräge Schwede schafft dies in vorzüglicher Weise, so dass man sich schon nach wenigen Minuten an Bord eines Expeditionsschiffes sieht, wie es durch die polare Inselwelt fährt, in Nebel, Eis und Kälte. Eine neue Welt, die immer lebensfeindlicher für den Menschen wird, aber doch voller Leben steckt. Eine Expeditionsreise in stiller Ehrfurcht vor der Natur, bei der die Musik die Sonne verschwinden lässt, die See in eine unheimliche Finsternis taucht und die Kälte spürbar werden lässt. Ein ganz spezielles Gefühl der Ruhe durchströmt die Musik, als ob der Takt der Zeit immer langsamer werden würde. Es sind diese Momente, in denen man innehalten möchte, in denen man mehr will, als nur dieses Gefühl, diese Atmosphäre, selbst wenn man dafür wirklich auf diesem Schiff, in dieser Kälte durch die vereiste Welt reisen müsste.
Ein wirklich hörenswertes Kleinod, welches man sich beim Label White Noise ganz kostenfrei herunterladen kann. Sechs Jahre hat es im Archiv geschlummert, nun ist das Album frei für die Expedition durch den Hörer.

Format: Album Länge: 9 Songs | 61:55 Label: White Noise Release: 10.05.2009Leserwertung: Ähnliche Artikel:
» m² – “War Of Sound”
» Loscil – “Strathcona Variations”
» Eluvium – “Similes”
» Loscil – “Endless Falls”
» The Seven Fields Of Aphelion – “Periphery”













(4 Wertungen, Ø 9.25 von 10)