
Acoustic Action Alternative Rock Ambient Avantgarde Black Metal Comedy Crime Dark Ambient Death Metal Doom Metal Drama Electronic Experimental Folk Metal Gothic Metal Grindcore Hardcore Hard Rock Heavy Metal Horror IDM Indie Rock Industrial Metal Industrial Rock Instrumental Jazz Jesu Melodic Black Metal Melodic Death Metal New Wave Noise Pop Post-Metal Post-Rock Power Metal Progressive Metal Progressive Rock Rock Shoegaze Sludge Stoner Rock Thrash Metal Thriller Viking Metal
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
-
Mantric – “The Descent” (10.00 / 10)
Alvin Zealot – “Tears Of St. Lawrence” (9.00 / 10)
Jesu – “Jesu” (9.00 / 10)
Tori Amos – “Under The Pink” (9.00 / 10)
Bersarin Quartett – “Bersarin Quartett” (9.00 / 10)
Magazine
Jolly – “Forty-Six Minutes, Twelve Seconds of Music”
The incredible album is finally there!
Bereits in meiner Rezension zum Demo dieser hochgradig talentierten Rocker habe ich keinen Hehl aus meiner Begeisterung gemacht, und sie darf anhalten, denn nun hat die vierköpfige Band aus Brooklyn ihr Debütalbum fertiggestellt. Und schön zu sehen, dass sich trotz Massenüberflutung und allgegenwärtiger Krise immer noch Labels finden, die ein Gespür für großartige Musik zeigen.
Denn nichts anderes findet man auf “Forty-Six Minutes, Twelve Seconds of Music” – ein Titel der beinahe schon falsche Bescheidenheit ausdrückt. Hinter diesem simplen Statement stecken 46 Minuten beeindruckender Rockmusik, eine Reise entlang der Pfade von Progressive und Alternative Rock, eine Art Klassentreffen zwischen TOOL, A PERFECT CIRCLE und DREAM THEATER – Musik, die etwas zu erzählen hat. Songs, in denen Härte und Melancholie aufeinandertreffen; elegische Momente voller Poesie, die sich in verträumten Pianoklängen niederschlägt, und immer wieder erdiger Rock.
JOLLYs geschwungene Handschrift in den Kompositionen sorgt immer wieder für kleine und große Höhepunkte, magische Augenblicke mit einer ganz speziellen Atmosphäre, in denen sich ganz klar abzeichnet, dass sich die Band trotz hörbarer Einflüsse eine eigene kleine Nische erspielt hat. Man höre nur das geradezu bombastisch wirkende “Renfaire” mit seiner orchestralen Wirkung, und wie JOLLY gekonnt kleine musikalische Nebenschauplätze eröffnen – wie auf einem Jahrmarkt, auf dem die unterschiedlichen Attraktionen mit ihren Lichtern und ihrem Getöse den Besucher stets in eine neue Richtung locken – nur dass der Zuhörer auf dem Album trotz aller Variation und Vielseitigkeit nicht verloren ist. Jahrmarkt, Großstadtfeeling, nächtliches Wandeln durch verlassene Straßen, auf dem Felsen zwischen den Wellen stehen, alltägliche Hektik und stoische Gelassenheit – all diese Stimmungen vereinen sich auf “46:12″; eine aufregende Reise, die mit dem letzten Stück “Inside The Womb” noch einmal in Fantasiewelten schwelgt, bevor das Album leise und bedacht ausklingt.
Album des Monats? Newcomer des Jahres? Ganz gleich wie man es nimmt, JOLLY spielen 2009 definitiv ganz oben mit und gehören auf die Merkliste von allen, die Rockmusik mit Tiefe und Substanz suchen. 46 Minuten Musik – 46 Minuten Befreiung von Alltag und Realität, 46 Minuten große Klasse!

» Jolly
Format: Album Länge: 9 Songs | 46:12 Label: Galileo Records GmbH / ProgRock Records Release: 01.06.2009Leserwertung: Ähnliche Artikel:
» Jolly – “The Revolutionary Cult Demo Finally Hits The US”
» The Gathering – “The West Pole”
» Muse – “The Resistance”
» Dredg – “The Pariah, The Parrot, The Delusion”
» Tristâme – “Unraveling Horizons”














27. Juni 2009