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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
Limbonic Art – “Phantasmagoria” (10.00 / 10)
Blind Guardian – “At The Edge Of Time” (10.00 / 10)
Moon (2009) (10.00 / 10)
MattRichtig gutes Reviews! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...
Magazine
Trail Of Tears – “Bloodstained Endurance”
Frau Holle, Dornröschen, Rapunzel
Auch die Norweger TRAIL OF TEARS bleiben dem “Die Schöne Und Das Biest”-Schema wohl auf immer treu. “Bloodstained Endurance” macht da keine Ausnahme. Kratzige Growls und manchmal beinahe (!) dem Death Metal anverwandte Passagen mischen sich in jedem Song mit diesem sehr süßlichen Tarja-Gesang. Es geht schon zur Sache, reine Gothic-Mucke scheint das nicht zu sein. Doch immer, wenn das kleine Wäldchen abgeholzt ist und die Rebellen keine Deckung mehr haben, kommt Lady Helen und beginnt zu flöten wie eine Schneekönigin.
Die Sehnsucht nach Ordnung, nach spießbürgerlichen Verhältnissen, nach weißer Hochzeit und reinen roten Rosen, sie ist immer präsent in diesem reduzierten Genre. Der Mann hat Kraft, gibt überlaut Kommandos, die Frau sitzt, den Blick umflort, in seinem Schatten und himmelt ihn oder eine andere als maskulin identifizierte Erscheinung an. Gerd Höllerich, (ROY BLACK, nie gehört?) ist nie weit entfernt. Vielleicht erklärt das auch, warum so viele Königinnen der Nacht unverhohlen dem (west-)deutschen Schlager der Sechziger/Siebziger huldigen.
Sicher, es gibt Passagen, welche an ETERNAL TEARS OF SORROW und ähnlich gelagerte Bands erinnern, jedoch finden wir uns alle 30 Sekunden in den Armen irgendwelcher hellgewandeter Elbenkreaturen. Es tröpfelt kristallklar, immer werden Kissen ausgeschüttelt oder die Spindel malträtiert. Frau Holle, Rapunzel und Dornröschen wollen einfach nicht zusammen in einem Märchen untergebracht werden. Knüppel aus dem Sack wäre uns auch lieber, aber natürlich, der Holzflegel wütet im Nachbarwäldchen und schaut partout nicht vorbei. Die weibliche Stimme tönt sehr anstrengend, das gehört zum Programm: Cathrine Paulsen steht immer kurz vor dem Stimmüberschlag. Das enerviert schnell. Auch Kontraste brauchen Übergänge; hier gibt es keine. Entweder wird gegrowlt oder sirenenhaft gejault.
Das Songmaterial ist weder aufregend, noch abwechslungsreich komponiert. Alles ist uns von TRISTANIA, THEATER OF TRAGEDY, EPICA, NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION und ähnlich gelagerten Bands wohlbekannt. Eine wenig erbauliche Richtung ist der Gothic-Sektor, man kann es nur immer wieder feststellen. Unmöglich, PARADISE LOST noch länger als diesem Genre zugehörig zu erachten.

Format: Album Länge: 11 Songs | 42:49 Label: Napalm Records Release: 27.05.2009Leserwertung: Ähnliche Artikel:
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