Rezensionen von: OPETH, BLACK BREATH, LOOP, BEIRUT, GROOMBRIDGE, JEN GLOECKNER, BRIDGES OF KÖNIGSBERG, DEE DAY DUB, FORGOTTEN LIVE IN DEATH PARADISE, HEARTS NO STATIC, SONAR LODGE, SONORES, THE DECLINING WINTER, STRANGE ATTRACTOR u.a.

Set Fire To Flames - "Sings Reign Rebuilder"
Geräuschkulisse, Saiten, Felle und Hörner vereint euch

Lights Out Asia - "Garmenia"
Zurücklehnen und entspannen

Alvin Zealot - "Tears of St. Lawrence"
Schweizer können's besser


Moon
Moon




  • MattRichtig gutes Reviews! Finde das Album insgesamt gesehen etwas unspektakulär, aber ansonsten sind THE OCEAN auf...
  • Gerald Oppermann… tolles Review zu einer aussergewöhnlichen Band! Interkulturelles Leben findet nämlich statt...
  • MattJo, ziemlich nichtssagendes Album. Nach diesem ganzen Hochgejubel überall dachte ich wirklich, hier kommt was...

Eternal Tears of Sorrow – “Children of the Dark Waters”

9. Juni 2009 | ME | Musikrezensionen

Tags: , , ,

Translate this page!
Finnischer Zucker II

Eternal Tears of Sorrow - "Children of the Dark Waters"Verwundert reibt man sich Augen und Ohren, denn richtig hart, wuchtig, böse und verspielt zugleich schmettert der bombastische Opener “Angelheart, Ravenheart (Act II: Children Of The Dark Waters)” der neuen CD von ETERNAL TEARS OF SORROW. “Children Of The Dark Waters” führt uns zunächst zurück in die Vergangenheit der finnischen Band, denn auch das folgende “Baptized By The Blood Of Angels” spielt mit orchestralem Black Metal, Gothic und atmosphärischen Passagen. KALMAH sind nah; sie spielen ebenfalls gerne diese barocken Soli.

Einerseits neigen ETERNAL TEARS OF SORROW zu Melodie und Kitsch, andererseits versuchen sie sich an Härte, welche durch die kehlig-heiseren Growls und die unermüdlich rackernde Rhythmusgruppe erzeugt wird. “Tears Of Autumn Rain” ziehen uns in das Jetzt, denn weit ausholende Klargesänge im Chorus und ein Piano, das munter vor sich hin plätschert, ranken sich um uns wie dunkler Efeu des verbotenen Schattengartens hinter dem Pavillon im Park. In diese melodischere Richtung aus Irrgärten, Maskenball, beinahe venezianischem YEARNING-Flair und ähnlich rätselhaft anmutenden Themengebieten zog es ETERNAL TEARS OF SORROW zuletzt gern, wie wir wissen.

“Summon The Wild” tobt wieder wie ein Berserker in tiefem Schlafe, welcher im Traum den Kampf gegen Sarazenen mit wilden Gesten nachzeichnet, sehr zur Verwunderung der faszinierten Zuschauer. Hauptsache, der Somnambule verzichtet auf den Griff zum naheliegenden Beil, man rückt ein wenig zur Seite, man kann ja nie wissen… Das orchestrale Hintergrundgedröhn erinnert an ältere DIMMU BORGIR zu Tägtgren-Zeiten. So gefallen mir die Finnen am besten; man könnte diesen Song ihr “Majestic Beast” (vgl. AMORPHIS: “Skyforger”) nennen. Sanft, dennoch dunkel-schwer ertönt eher unspektakulär “Sea Of Whispers”, ein Song für die Elben-Königinnen der Nacht. KALMAH und typisch finnischer Death Metal zwitschern und hacken sich durch den “Midnight Bird”; die Instrumente stehen niemals still, immer wieder hören wir dieses Soloduell von Gitarre und Keyboard, ohne das diese Musikform im Lande der tausend Seen nicht denkbar wäre. Und so manches Mal haben muntere Finnen unsere Nerven arg strapaziert mit dieser Vorliebe für hektisches Gebalge; allein lassen können sie nicht davon…

“Diaries Of Demonic Dreams” fährt hellere Vocals auf als der Ripper oder Halford (mit Screams) und wird durch diese grantigen Gesänge zurück in die Spur des Labyrinths gebracht. Elbenstimmen versüßen uns den Moment, denn unsicher sind unsere Aussichten und ganz ohne Risiko ist es keineswegs, ohne Flankenschutz durch das düster vor uns liegende schwarz bewaldete Land zu reisen. Der Morgen naht in “When The Darkest Night Falls”; herrlich anzusehen die weit entfernt daliegende silbern leuchtende Stadt. Unmerklich befinden wir uns auf dem Weg nach “Nocturne Thule”. Orientalische Atmosphäre, Power Metal, Gothic-, Death- und Black Metal gehen eine verspielte Symbiose ein. ETERNAL TEARS OF SORROW sind weit härter als AMORPHIS; auch gehen sie keineswegs unentwegt auf Nummer sicher. Die manchmal sehr im Vordergrund agierenden übermelodischen Keyboards, die symphonische Eingängigkeit und die Klarstimmen à la Romeo & Julia sind mir so manches Mal etwas der Crème zuviel; auch wird das kompositorische Niveau des rasant-furiosen Openers im Verlaufe des Albums nicht immer erreicht. Dennoch: dieses Finnenalbum ist nett gemacht; Überraschungsmomente finden sich jedoch kaum. Wir befinden uns auf verwunschenen Pfaden, von denen wir schon einmal geträumt haben. Und manchmal träumt man auch gerne mal was Neues, oder?

7/10

» Eternal Tears of Sorrow

Format:  Album
Länge:   9 Songs | 40:16
Label:   Suomen Musiikki
Release: 27.05.2009
Leserwertung:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (Noch keine Leserwertungen vorhanden)
Loading ... Loading ...
  • Twitter
  • MySpace
  • Facebook
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Netvibes
  • Tumblr
  • Print
  • PDF
Ähnliche Artikel:
» Catamenia – “Cavalcade”
» Kalmah – “12 Gauge”
» Stratovarius – “Polaris”
» Amorphis – “Skyforger”
» The Mission – “Children”

1 Kommentar zu Eternal Tears of Sorrow – “Children of the Dark Waters”

Einen Kommentar hinterlassen