• BastianPost-Punk-Revival seit mehr als 15 Jahren, dank INTERPOL sogar im Mainstream angekommen; aber mit BEASTMILK...
  • MattTja, hier hätt auf jeden Fall ein Punkt mehr hin gemusst. 9/10. Jeder weitere Durchlauf bestätigt und festigt...
  • Achim StützelIch spiele den Song fast täglich auf der Klampfe. Da braucht man schon sehr viel Phantasie um hier das...

Atlantis – “Mistress Of Ghosts”

14. April 2012 | Matt | Musikrezensionen | 567 mal gelesen

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Ein gelungener Hybrid

Den Stil von ATLANTIS korrekt in eine oder zwei Kategorien zusammenzufassen ist nicht unbedingt einfach und erfordert schon ein wenig Phantasie. Benutzt werden Elemente aus dem Post-Rock und -Metal, diverse Electronic-Varianten Industrial, etwas Ambient, ansatzweise IDM sowie einer Prise hartem Groove und auch Griffigkeit. Hinzu kommt zurückhaltender, oft schwebend atmosphärischer Gesang, gerne auch mit himmlischen, weiblichen Stimmen, was dem Ganzen einen zusätzlichen Reiz verleiht, da hier also nicht nur die Musik für sich spricht, bzw. spielt.

“Mistress Of Ghosts” mit seinen neun Songs, von denen einige die 7-Minuten-Grenze überschreiten, ist ein fantastisch abwechslungsreiches und in vielerlei Hinsicht einlullendes Album. Neben den engelsgleichen Gesangselementen, die sehr gezielt eingesetzt werden, denn ATLANTIS machen auch vor rein instrumentalen Stücken keinen Halt, gibt es kernige Riffs (z.B. “She Loves All”), die aber stets schön simpel gehalten wurden, damit der Wiedererkennungswert sofort manifestiert wird. Hier und da wird man auf NINE INCH NAILS gestoßen (“Mascara”), jedoch mit für deren Verhältnisse unüblichen Klaviertonfolgen und stilistischen Abweichungen. Vergleiche mit anderen Formationen sind sowieso eigentlich nicht angebracht, denn selbst wnen man hier und da das Gefühl hat, dass es grad wie XY klingt, kann man sich über das gesamte Album gesehen nicht richtig festlegen, woher ATLANTIS möglicherweise ihre Inspirationen bezogen haben.

Elektronische Beats, die vom Sound her manchmal sogar etwas nach abgespeckten APHEX TWIN klingen (“Mascara”), werden durch saftige Drumbeats, die zumindest echt klingen (“To Catch A Voyeur”), ergänzt. Durch die Verwendung von wenig verzerrten Gitarren bis hin zu hartem Säge-Sound agieren ATLANTIS wahrhaft vielseitig und machen aus “Mistress Of Ghosts” ein kurzweiliges, wohl konzipiertes Musikerlebnis, das man sich als aufgeschlossener Post- und Electronic-Hörer nicht entgehen lassen sollte.

» Atlantis

Format:  Album
Länge:   9 Songs | 54:46
Label:   Field Records
Release: April 2011

Leserwertung:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne6 Sterne7 Sterne8 Sterne9 Sterne10 Sterne (1 Wertungen, Ø 7,00 von 10)
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