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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Dale Cooper Quartet and The Dictaphones – “Métamanoir”
Licht ins Dunkel
Vor einem Jahr haben uns Denovali bereits zum Vorglühen gebracht, nun ist fünf Jahre nach “Parole De Navarre” endlich das zweite Album vom DALE COOPER QUARTET erschienen. Dark Jazz und Ambient lautete einst die Losung, der die Franzosen auch heute noch treu sind. Doch das Leben ist nicht ohne Veränderungen, und so ist es auch die Musik. Schon die ersten Töne von “Métamanoir” lassen erkennen, dass sich das Kollektiv vom düster zelebrierten Cool Jazz entfernt hat und nun auf gewisse Weise wesentlich aufgeschlossener klingt.
Nun waren sie beileibe noch nie Freunde von blutarmer Schmalspurunterhaltung, aber gerade der gelungene Einstieg mit “Une Petit Cellier”, der das emotionale Band zum Debüt knüpft, verbreitet trotz seines einsamen Motivs ein Gefühl von Weite, schafft Stück für Stück einen Horizont in der Ferne, der noch größer zu sein scheint, als es beim Debüt der Fall war. Damals waren es Nuancen, ausgewählte Details, subtil versteckte Klangspuren. Das ist nun anders. Das Licht tritt sozusagen aus der Tiefe an die Oberfläche, das Herz des Albums öffnet sich Stück für Stück. Die feinfühligen Arrangements wirken gelöster, lockerer, aber vor allem ein Bestandteil haucht dem Schaffen des Quartetts ganz neues Leben ein: der Gesang.
Allein schon der Wechsel zwischen der tiefen Stimme von Ronan Mac Erlaine und der bezaubernden Gaëlle Kerrien, die sich hier als wunderbare Ergänzung erweist. Zusammen mit Saxophon, akzentuierter Gitarre und dem natürlichen Klang des Vinyls betritt man eine neue Welt der Band, oder wenigstens eine Seite, die man vorher noch nicht so offenherzig zeigte. War “Parole De Navarre” noch sehr vom taktbetonten Herzschlag geprägt, so schlägt dieses Herz nun leichter und freier.
Da gibt es so fragile Momente wie in “Ma Insaisissable Abri”, bei der Kerrien stark an KatieJane Garside (QUEEN ADREENA) erinnert, oder Bewegung und Dynamik wie bei “Le Implacable Gentilhommière”, mit der “Métamanoir” aus den Schatten der Nacht heraustritt.
Doch sie können immer noch anders. Wenn das Debüt in den Welten von BOHREN & DER CLUB OF GORE immer noch an der Oberfläche wandelte, so ist “Mone Tragique Chartreuse” eine zwölf Minuten lange Fahrt mit dem Paternoster in den Abgrund. Noise, Verzerrungen, Klangexperimente und geisterhafte Stimmen erzeugen eine merkwürdige Wechselwirkung aus Klaustrophobie und freiem Fall. Da passt es umso mehr, dass mit “La Terrible Palais” plötzlich engelsgleicher Gesang in weiter Leere verhallt. Zum Schluß lauschen wir den Regentropfen auf dem Glasdach und der entfernten Stimme eines Radiolautsprechers.
Der instrumentale Minimalismus wird auf “Métamanoir” immer noch gepflegt, doch er weicht mit jeder verstreichenden Minute einer ganz neuen Facette. Der Schleier der Nacht lichtet sich, und das Spektrum des Albums wird breiter und farbenfroher. Von der ganzen eigenen Mystik geht dem DALE COOPER QUARTET indes nichts verloren. “Métamanoir” macht 60 Minuten nichts Schöneres, als einem keinerlei Gründe zu liefen, nicht auch bei diesem Album beherzt zuzugreifen.

» Dale Cooper Quartet and The Dictaphones
Format: Album Länge: 9 Songs | 60:10 Label: Denovali Records Release: 25.11.2011Leserwertung: Twittern
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