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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Birds Of Passage and Leonardo Rosado – “Dear And Unfamiliar”
Träume im Äther
Kennt noch jemand die großartigen TRANSIENT WAVES? Mehr als zehn Jahre lang habe ich mich gefragt, ob es jemals eine Band schaffen könnte – wenn es schon das Trio aus Dearborn nicht mehr tut – noch einmal so bezaubernd schöne, regelrecht himmlische Musik voll engelsgleicher Anmut auf einem Tonträger festzuhalten. Wer das letzte, im Nachhinein betrachtet viel zu kurz geratene Werk “Sonic Narcotic” noch in guter Erinnerung hat, weiß, dass derlei spirituell angehauchte Superlative kein bisschen übertrieben sind. Mehr als zehn Jahre lang – und dann kommt ein Album wie “Dear And Unfamiliar” um die Ecke.
BIRDS OF PASSAGE alias Alicia Merz aus Neuseeland hat nach ihrem hochgelobten Debüt “Without The World” im Portugiesen Leonardo Rosado einen musikalischen Seelenverwandten gefunden. Beide Künstler bewegen sich bevorzugt auf minimalen Pfaden, wenn auch mit unterschiedlicher Ausrichtung. Während Rosado experimentellen, elektronischen Glitch- und Ambientspielereien nachgeht, pflegt Songschreiberin Merz eine mitreißende Vorliebe zu düster-poppigen Ausflügen mit folkloristischem Anstrich.
Beide dieser Pfade vereinen sich auf “Dear And Unfamiliar” zu einer im wahrsten Sinne des Wortes traumhaften Melange, weniger Dream Pop dafür mehr Shoegaze – alles schwingt mit, alles wabert, alles legt sich wie eine wohlig-warme Decke über den Hörer, so wie der morgendliche Nebel auf Mittelerde. Assoziationen wie “cinematisch” und “Soundtrack” werden schnell herumgereicht, obwohl die Musik gar nicht zum hohen Stapeln einlädt. Das Album gibt sich bescheiden und mystisch, ist weniger eine Filmgeschichte als eine erlebte Reise, mit einem beruhigenden Gefühl von Gewissheit. Seien es die Melodien, die wie sanfte Ströme die einzelnen Songs durchfließen, oder die zarte Stimme von Alicia Merz, die uns durch den Äther von Ambient- und Droneflächen zuflüstert – das Album wird erfüllt durch eine Magie, die ich zuletzt in dieser Intensität aber auch Zerbrechlichkeit nur bei TRANSIENT WAVES verspürt habe. Und wenn “To Wander Slow With Me” mit seinem Folk-Charakter uns zurück zu “Emptiness:Emptiness:Emptiness” von OF THE WAND & THE MOON bringt, schließt das den Kreis irgendwie, da sich beide Projekte teilweise näher stehen, als man das vermutet. Naturmystik, Traumschlösser und Poetik, und das alles so unbeschwert wie Pop, nur dass “Dear And Unfamiliar” ‘unpoppiger’ gar nicht sein könnte.
Fast schon wie ein Ausrufezeichen wirkt da das abschließende “Endings And Beginnings”. Regelrecht zerfahren wirkt es durch seinen experimentellen Charakter und das wirre Piano. Der Traum ist aus, er findet seinen kakophonischen Ausklang in Loops und Feedbacks in der Auslaufrille der Platte. Doch jedes Ende ist ein Anfang, jede Reise beginnt von neuem – und wenn man so will, dann auch diese hier. Wunderbares Album.

» Birds Of Passage
» Leonardo Rosado
Format: Album Länge: 10 Songs | 43:07 Label: Denovali Records Release: 28.10.2011Leserwertung: Twittern
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