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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Arch/Matheos – “Sympathetic Resonance”
Traveller In Time
Ich kann mich erinnern, welch Glücksgefühl es im Jahre des Herrn 1985 auslöste, zum ersten Male “The Spectre Within” der US-Band FATES WARNING zu hören. Unfassbar diese Songaufbauten, komplex, dunkel, verworren, dennoch mit beinhartem Riffing versehen. Es hagelte nur so Breaks, Akustikeinschübe und längere Instrumentalpassagen. Dazu dieser fortwährend sirenenhelle Gesang, welcher mich immer an die Atmosphäre des Buches “Die unendliche Geschichte” erinnerte. Und immer wohnte den Songs etwas orakelhaftes bei, stets querten Raben wie ein schwarzer Fluch unsere Bahn, am Horizont blinkte verheißungsvoll der Glaspalast, doch zerzauste Wolken am Firmament ließen ahnen, es wird ein beschwerlicher Weg, voller Rätsel und falscher Fährten.
Zwei Jahre später erschien “Awaken The Guardian”: dieses Album war noch komplexer, verwirrender, reizte die Trademarks der Band bis zum Letzten aus. Nach diesem ebenso gloriosen Album war Schluss für Sänger John Arch; mit Ersatzmann Ray Alder veränderte die Band ihr Gesicht und ihren Stil, machte jedoch weiterhin hochklassige Musik. So war es vor einiger Zeit die Sensation für mich, dass Urvocalist John Arch und Jim Matheos noch einmal eine ganze CD zusammen herausbringen wollten, ganz im Geiste der alten Zeit. ARCH/MATHEOS nennen sie sich nun, sind jedoch im Grunde die FATES WARNING der Jahre 1983–1987.
Auch beinahe 25 Jahre nach “Awaken The Guardian” präsentiert sich John Arch gesangstechnisch in herausragender Form. Im Gegensatz zu Bruce Dickinson meistert er höchste Gesangspassagen mit einer Lässigkeit, dass es eine wahre Wonne ist. “Neurotically Wired” eröffnet mit klar an IRON MAIDENs Bruce angelehnten Vocals, um sodann in melodisch großartigster Manier in die Sphären harten Prog Rocks/Metals zu mäandern. Kreuz und quer geht es mit Atréju durch das Land überschäumender Phantasie. Im Gegensatz zu neueren FATES WARNING tönen ARCH/MATHEOS schwerer, härter, integrieren komplexeres Riffing in ihre sehr variablen Atmosphärensongs.
“Midnight Serenade” gerät um einiges kürzer, ist aber eine kleine Hymne, sozusagen der Hit des Albums, denn in diesem Track bleiben die Mitglieder der Band dicht beisammen. In “Stained Glass Sky” tun sie das nicht: wiederum wildern sie nach spielfreudigstem Gitarren-Intro und sägend-hämmerndem Riff neugierig auf dunkel-verwunschenen Pfaden; dornig-schön ist es dort im Halbschatten, jedoch auch in den Lüften, wo Orpheus’ Klänge betören. Archs Gesang ist brillant. Die Altmeister ziehen alle Register, kombinieren optimal Atmosphäre, Instrumentalpassagen und Heavyness wie auch auf “On The Fence”, welches mit herrlich schrägem Riffing auf Fuchurs Schwingen auf den Hörer hinabgleitet, natürlich nicht ohne uns akustisch zu verführen und lässig wuchtige Breaks ins Tal der Raben zu schleudern. Ein Supersong! Mein Fave des Albums, wenn das überhaupt geht. Grandios! Und die ganze Zeit rätsele ich, welches (bekannte) Riff im Hintergrund der Strophenphase herumgeistert, wunderbar adaptiert und variiert wird.
“Any Given Day (Strangers Like Me)” eröffnet mit langem Intro, beinahe mediterran, verspielt, um sodann harte, dennoch filigrane Leads mit Archs Gesang zu kontrastieren. Noch ist die Schicksalsgöttin nicht mit uns; wir müssen hinein ins Nebelgebirge, verwinkelt die seit langer Zeit nicht gewanderten Wege. Erstaunlich, wie heavy und entgegen dem Mainstream auch Matheos und Aresti noch agieren können. Das etwas kürzere “Incense And Myrrh” beschließt das Album mit eingängigerem Chorus und Groove. Wenn man durch ist, ausgeatmet hat und langsam feststellt, wo man sich befindet, die geliebte Fata Morgana sich nämlich als Selbige herausstellt, skippt man umgehend zurück zum Anfang des Albums. So war es damals auch nach “Epitaph”, man musste wie von Geisterhand gesteuert zurück zum Anfang der Geschichte “Traveller In Time”, nur galt es seinerzeit noch die Langspielplatte umzudrehen…

Format: Album Länge: 6 Songs | 54:34 Label: Metal Blade Records Release: 09.09.2011Leserwertung: Twittern
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