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MattHätte man kaum besser ausdrücken können. Fantastisches Album. Hier stimmt alles.
MattNach häufigem Hören des Albums muss ich von einer klaren Enttäuschung sprechen. Aalglatte Kompositionen, die...
WraithWarum soll das Modell einer Populationskontrolle generell schlecht sein, nur weil es in unseren Gesellschaften...
Mother Love Bone – “Apple”
Die Wurzeln des Grunge
Seattle, im Westen der U.S.A., ist bekanntlich die Geburtsstätte des Grunge Rock. Szene-Helden Wie NIRVANA, PEARL JAM und SOUNDGARDEN wurden dort gegründet und verzeichneten besonders in den 1990er Jahren erstaunlich große Erfolge. Doch es gab noch ein Vorleben zu genannten Bands, die fast alle aus GREEN RIVER und MOTHER LOVE BONE hervorgingen. Letztere strebten eine große Karriere an und hätte sich ihr charismatischer Sänger Andrew Wood, der seinerzeit mit Chris Cornell von SOUNDGARDEN in einer Wohngemeinschaft lebte, nicht wenige Tage vor der Veröffentlichung des Albums durch eine Überdosis Heroin umgebracht, wären MOTHER LOVE BONE heute sicherlich eine noch größere Nummer im Rock-Geschäft als es beispielsweise PEARL JAM sind.
Die Band erfreute sich leider keiner weltweit allzu großen Bekanntheit, zumindest zu Lebzeiten Andrew Woods noch nicht. Heute besitzen MOTHER LOVE BONE zweifellos Kultstatus; zwar etwas fragwürdig unter dem Aspekt, warum erst jemand sterben muss, bevor die Kunst gelobt wird, aber rein auf die Musik bezogen, brodelte hier etwas ganz Großes und somit besitzt diese Band und ihr einziges Album “Apple” einen ganz besonderen Wert unter Grunge-Rock-Liebhabern.
Das wohl geläufigste Lied dürfte “Crown Of Thorns” sein, das MTV eine lange Zeit als Erkennungsmelodie einer ihrer Shows nutzten. Dieses Lied stellt eines der größten Klassiker der Grunge-Ära dar und hat selbst bis heute nichts von seinem Reiz verloren. Aber auch andere Stücke, wie das erhabene “Stardog Champion” mit seinem hymnenhaften Stadion-Refrain überzeugen vollkommen, auch die melancholischen “Bone” China”, “Man Of Golden Words” und “Stargazer”, bei denen Andrew Wood sehr nachdenklich und an etlichen Stellen regelrecht traurig klingt, besitzen viel Charme und mitreißende Tiefe. Natürlich gibt es zudem einige Abgeh-Rocker wie “This Is Shangrila”, “Heartshine”, “Holy Roller” oder “Captain Hi-Top”, bei denen deutlich wird, wieviel Hitpotential in den Kompositionen der Band liegt.
“Apple” wurde zusammen mit der 1989 vorangegangenen 5-Track-EP “Shine”, die mit “Thru Fade Away” sowie “Mindshaker Meltdown” zwei grandiose Rocker am Start hat und mit dem ergreifenden, sehr genial umgesetzten Doppelsong “Chloe Dancer / Crown Of Thorns” wirklich herausragende Stücke am Start hat, als selbstbestiteltes Doppelablum neu aufgelegt.

Format: Album Länge: 13 Songs | 57:59 Label: Polydor Records Release: 19.07.1990Leserwertung: Twittern
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16. Mai 2011