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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Tracker – “How I Became An Alien”
Oszillierender Psychowüstencocktail
Sulatron-Dave hat schon ein feines Händchen. Hätte ich raten müssen, wo er TRACKER ausgegraben hat, hätte ich womöglich instinktiv auf die Insel getippt. Allerdings klingen sie gar nicht mal so britisch, es könnten auch die staubigen Great Plains in den Staaten sein. Auch nicht? Was sagt der Telefonjoker? “Kein Anschluß unter….” – na prima. Ich gebe mich geschlagen und lese: Österreich. Sie sind vielleicht nicht die erste Band mit diesem Namen, aber wohl die erste in ihrem Heimatland, die einen derart schrägen Sound zusammenschraubt.
“How I Became An Alien” ist das Debüt des Trios und kommt mit eingebauter Erfolgsgarantie. Einige der Songs machten nämlich schon auf der “Man Made Noise” EP die Runde und erfreuten sich zahlreicher Liebhaber. In Albumform kann das nur besser werden, denn das Teil ist ein fantastischer Trip durch die Weiten des Psychedelic Rock, Kraut und Noise. “Tight Fit” ist ein wunderbarer Einstand, wohlig-warme Vertrautheit, der Bass massiert die Ohren und die Gitarren werden alsbald elegisch. Mit dem folgenden “Recommended Fool” verschlägt es das Trio dann in die Wüste, die Desert Sessions lassen grüßen. “Blower” steigt flott ein und begibt sich dann ähnlich wie “Tight Fit” in die Horizontale, schwebt unter dem Kaoszillatorengeblubber gemächlich dahin, nur am Ende wieder den energischen Drive vom Anfang einzufangen.
TRACKER spielen mit Stimmungen und atmosphärischen Momenten mit einer Leichtigkeit, die einem den Atem raubt. Staubig trockener Rock, Indie-Flair, Bluesnoten, hypnotische Melodien und treibend-knarzige Noisebeats (“Window Shopping”) und dazu der Gesang, der wunderbar zum Garagesound passt, den die Band an vielen Stellen herausgearbeitet hat. Dem gegenüber stehen die satten Klänge, die den Volumeregler schon fast von alleine nach oben drehen. Hört nur mal “Blender”, wie es zum Schluß hin die Gitarrensaiten total unter Strom setzt.
Lo-Fi-Freunde und Experimentliebhaber, hier gibt’s was auf die Ohren! Wer sich kurz vor Jahresende noch ein Top-Album abholen will, ist mit “How I Became An Alien” bestens bedient. Und so langsam bin ich mir sicher, dass ich bei Sulatron zum Stammgast werde…

» Tracker
Format: Album Länge: 9 Songs | 59:30 Label: Sulatron Records Release: 19.11.2010Leserwertung: Twittern
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30. November 2010