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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Furze – “UTD”
Schräg und abgefahren
Ziemlich krank, was Woe J. Reaper hier mit seinem Ein-Mann-Projekt verzapft hat. Zur Hilfe hat er sich Drum-Wirbelwind Frost (SATYRICON, 1349) geholt, was man dem abgedrehten Handwerk auch deutlich anmerkt. Diese schnellen Wirbel über die Tom-Toms und die Blastbeats zeugen von eindeutiger Handschrift. Ich weiß nicht, ob man soweit gehen kann und von Progressive Black Metal sprechen sollte, denn eigentlich gehen FURZE mit ihrem Album “UTD” noch einen Schritt weiter. Nach progressive kommt in der Regel Schrott und danach im Grunde nur noch krankes, abgefahrenes Zeugs. Kurz danach sind FURZE ungefähr einzustufen.
Fernab geläufiger Strukturen wird sich durch das Album gerödelt, von schräg über gezielt melodiös, von handfest schleppend bis hin zu aberwitzig schnell. Der Gesang wird immer mal wieder durch diverse Effekte gejagt, was einen ziemlich verwirrten Eindruck hinterlässt, der aber keineswegs negativ zu bewerten ist.
Zwischen abgewandtem Ekel und einer kopfschüttelnden Geste sind FURZE der ideale Soundtrack für einen liebevollen Abend in trauter Zweisamkeit mit sich und diversen Substanzen, die der Reihe nach ausprobiert werden wollen. Nach dem ersten Röllchen dürften sich die Nebel lichten und ein Ansatzverständnis für “UTD” sollte sich entwickeln. Wenn man dann bereit ist, noch das eine oder andere weitere Mittel einzuwerfen, erschließt sich die Welt FURZEs mit Sicherheit in Gänze. Abzuraten ist jedoch von Halluzinogenen, denn die benötigt man bei dieser Musik nun wirklich nicht.
Der Grundsatz der Musik auf “UTD” ist altertümlicher Black Metal, ohne jeglichen modernen Einfluss, nur eben mit dieser entscheidenden, schrägen Ausrichtung ins Unterbewusstsein. Keine Ahnung, was Front-Ork Woe J. Reaper sich antun musste, um solch ein Album zu schreiben, aber eines weiß ich ganz genau: Mal eben so schreibt sich solche Musik nicht.
Abgefahren anders.

» Furze
Format: Album Länge: 8 Songs | 44:05 Label: Candlelight Records Release: 05.02.2007Leserwertung: Twittern
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10. Juni 2010