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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Scorpions – “Sting In The Tail”
Dinosaurier des Rock Pt. II – Blechmedaille!
Das letzte Album der SCORPIONS soll es also sein… “Sting In The Tail” nimmt dabei sicher nicht ganz ungewollt Bezug auf die erfolgreichste Zeit der Hannoveraner. Denn mit “Love At First Sting” war die Band im Zenit ihrer Bekanntheit; obwohl das Album seinerzeit nur Durchschnitt repräsentierte, war die Band inzwischen anerkannte Szenegröße und erfreute sich auch im Metal-Sektor einiger Beliebtheit; die wirklich guten Veröffentlichungen wie das gnadenlos geniale “Tokyo Tapes”-Livealbum, “Lovedrive” (noch mit Michael Schenker), “Animal Magnetism” oder “Blackout” erfuhren die verdiente Huldigung.
Man muss natürlich augenblicklich hinzufügen, dass auch besonders die Frühwerke immer noch kleine Diamanten in der LP-Sammlung darstellen: Songs wie “He’s A Woman – She’s A Man” oder “Virgin Killer” waren Kracher erster Güte. Dagegen fielen die konformistischen Rockalben der Spätphase stark ab, denn zu sehr auf Glätte und Eingängigkeit, man könnte auch sagen Kitsch, waren sie getrimmt. Das 2010er Album “Sting In The Tail” führt leider, es war zu erwarten, weder in die Bandanfänge von “Fly To The Rainbow” noch in die Zeiten der Achtziger von “The Zoo” zurück, sondern bietet gewohnte Standardkost.
Selbige setzt sich aus knapp vierminütigen Rockern zusammen, deren Klammern aus AC/DC-Riffing oder US-amerikanischem Weichspülrock bestehen. Dazu gehören 0815-Soli von der Stange, ölige Balladenpassagen, hell ausufernde Refrains ohne Power und jede Menge Selbstzitat. Der Opener “Raised On Rock” sägt zwar nett, kommt aber über Blaupausencharakter nicht hinaus. Das trifft auf die Nachfolgesongs auch zu, immer wird vor dem Chorus das Stimmchen angehoben und wir sausen die Spirale hinauf. Langeweile dominiert.
Da waren KISS zuletzt weit unterhaltsamer. Doch es gibt einige Ausnahmen: “The Good Die Young” zeigt, dass Klaus Meine über eine feine Stimme verfügt, wenn er nicht versucht, Gläser zerspringen zu lassen. Das Riff, die Akustische, da erinnern die SCORPIONS an gute alte Zeiten. Oder nehmen wir “Sly”: Meine flötet zwar, aber ohne diese einhundert Male gehörten Standard-Begleitakkorde.
Ansonsten enthält das Album jedoch viel Durchschnitt: das Finale “The Best Is Yet To Come” bietet typisch melancholische SCORPIONS-Melodik mit Hymencharakter, das Altwerden wird besungen, denn es ist klar, das Beste kommt erst noch, “mit 66 Jahren und kein bißchen greise” etc… Gruselig. Oder das gänzlich missglückte “Spirit Of Rock”: ein unglaublich uninspiriertes Arrangement, vom Text ganz zu schweigen. Und “Rock Zone” knallt zwar anfangs, doch sind SAXON dagegen Death Metal. Und man wiederholt einen Chorus nicht 120 Male! Das an Kitsch nicht zu schlagende “Lorelei” taugt als Einschlafmittel sicher bestens. Und sonst?
Nicht viel. Die Scorpions werden vor allem wegen ihrer ersten zehn, fünfzehn Jahre im Gedächtnis bleiben; über die Phase danach kann man getrost den Mantel des Schweigens breiten. Die permanent enthaltene Goldmedaillen-Gewinneratmosphäre nervt schnell: es tönt wie ständiges Läuten der Glocken in Vancouver bzw. nach immerwährender Wiederholung der Nationalhymne. Will das jemand wirklich? Nö, oder?

Format: Album Länge: 12 Songs | 47:47 Label: Sony Music Release: 23.03.2010Leserwertung: Twittern
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24. März 2010