• MattIst keine Musik für dich ;)
  • MEWehe das stimmt nicht :P
  • BastianGeiles Geschoss! Im Vergleich zum Debüt eine phänomenale Steigerung!

Cannibal Corpse – “Kill”

16. Dezember 2009 | Matt | Musikrezensionen | 492 mal gelesen

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Musik hui, Layout pfui

Cannibal Corpse - "Kill"Wenn ich so zurück blicke, haben CANNIBAL CORPSE bisher kein wirklich schlechtes Album abgeliefert. Das eine oder andere war zwar etwas stärker, bzw. mittelmäßiger, aber richtige Durchhänger gab es nie. Dennoch schlich sich bei mir irgendwie eine gewisse Routine ein, wenn ich an neue Alben dieser Band heran ging. Mir war bereits stets im Vorfeld klar, was kommt: Gewohnt gute Kost, die nicht einen Millimeter von dem abweicht was man bisher schon von dieser Band kennt. Ist auch gut so. Die Frage war halt immer nur, ob CANNIBAL CORPSE es schaffen würden, nur gute Songs zu schreiben oder es doch noch einmal fertig bringen, den Zombie richtig aus dem Sack zu lassen.

Auf den vorigen Alben ist mir deutlich aufgefallen, dass die Kannibalen auf weite Strecken einen Gang zurück geschaltet haben und auch mal etwas mehr auf Midtempo-Parts setzten. Nun, sowas kann man mögen, finde ich auch OK, jedoch waren CANNIBAL CORPSE für mich von jeher eine extreme Band, die verdammt nochmal ordentlich zu Brettern hat.

In genau diese Kerbe schlägt dann auch das hier besprochene Album, schlicht und cool betitelt mit “Kill”. Nahezu jeder Track geht gehörig nach vorne los und im Ganzen gesehen ist die Anzahl der Parts mit erhöhtem Tempo um einiges nach oben gegangen. Das allein reicht natürlich nicht aus, denn das Gespielte, sprich die Songs an sich, müssen einfach stimmen und das tun sie auf “Kill” auch. Ich möchte sogar so weit gehen und von einem der besten Alben der Band sprechen, denn die vorangegangenen 2-3 Werke steckt “Kill” locker in die Tasche.

Die Kannibalen haben hier wieder richtig Blut geleckt. Ob es nun am Ausstieg von Gitarrist Jack Owen lag, ist nicht wirklich sicher, Fakt jedoch ist, dass der durchaus sympathische Saitenwichser in den zuletzt vermehrt auf langsamere Strukturen setzte.

Der Sound wurde ziemlich brutal und aussteuerungstechnisch erste Sahne von Erik Rutan (HATE ETERNAL / Ex-MORBID ANGEL) umgesetzt. Die Gitarren sägen was das Zeug hält und die Drums prügeln alles in Grund und Boden. George Corpsegrinder grunzt, schreit und brüllt sich ebenfalls die Seele aus dem Leib und als vorgezogenes Fazit lässt sich dazu eigentlich nur sagen: Was will der erwartungsvolle CANNIBAL-CORPSE-Anhänger mehr? This is fuckin’ Death Metal at its best!

Zum Abschluss möchte ich noch ein paar Sätze zum Layout der CD loswerden, da eben dieses bei den Kannibalen in der Vergangenheit nicht selten zu Diskussionen führte. Nun, um es kurz und schmerzlos auf den Punkt zu bringen, das Coverartwork von “Kill” ist meiner Meinung nach sterbenslangweilig. Rot-Schwarz gehalten und lediglich mit Schriftzug und Albumtitel verziert. Nicht einmal im Inneren der CD ist ein weiteres krasses Bildchen von Stammzeichner Vincent Locke zu finden. Alles ist vollkommen schlicht und ziemlich Wirkungslos. Gut, daran soll man sich im Endeffekt nicht stören, denn Vordergründig zählt die Musik, ganz klar.

Sei noch gesagt, dass ich allen potentiellen und gewillten Käufern empfehle, sich die Limited Edition mit der zusätzlichen DVD zu besorgen, die einen kompletten Livegig der Band beinhaltet. Das Digipak ist recht raffiniert aufgemacht. Die CDs lassen sich seitlich herausziehen, und wenn man an einer zieht, kommt die andere auf der gegenüber liegenden Seite automatisch mit heraus. Nettes Spielzeug aber letztendlich auch etwas überflüssig. Ein einfaches Cover-Bild mit einem Berg zerfetzter Leichen und blutigen Gedärmen oder Innereien, die eine angefressene Zombie-Mutti in Schürze und Käppchen an die Wäscheleine hängt, hätte es auch getan…

8/10

» Cannibal Corpse

Format:  Album
Länge:   13 Songs | 42:17
Label:   Metal Blade Records
Release: 21.03.2006
Leserwertung:
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2 Kommentare zu Cannibal Corpse – “Kill”

beta
5. Dezember 2009

Das nennt man Burgo-Pak, Herr Kollege! ;)

ME
14. Dezember 2009

So blutrünstig kennt man dich gar nicht, muss an Werders Aussetzer gegen S04 liegen… Was müsste ich da erst sicheln nach Herthas Tasmania-Saison ;-) Und mal ehrlich, warum nicht gleich echte Innereien im Digipak, Zeichnungen sind doch was für Emos!

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