

Acoustic Action Alternative Rock Ambient Avantgarde Black Metal Comedy Crime Dark Ambient Death Metal Doom Metal Drama Drone Electronic Experimental Folk Folk Metal Gothic Metal Hardcore Hard Rock Heavy Metal IDM Indie Rock Industrial Metal Industrial Rock Instrumental Jazz Jesu Melodic Death Metal New Wave Pop Post-Metal Post-Rock Power Metal Progressive Metal Progressive Rock Psychedelic Rock Rock Shoegaze Singer-songwriter Sludge Stoner Rock Thrash Metal Thriller Viking Metal
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
-
Sula Bassana & Modulfix – “Brain Wash” (10,00 / 10)
forheksetDas Original ist wunderbar trashig und lebt in meinen Augen auch nur davon, so hanebüchen...
TobiasHallo Bastian, vielen Dank für die geniale Beschreibung ! Finde ich extrem passend ausgedrück und geht auch in...
MEDas hymnische, kratzige, sehr melancholische ‘Atter Pä Malmtings Blodige Voll’ (welches durchaus an...
Magazine
Film Noir (2007)
Was macht man, wenn man neben der Leiche eines erschossenen Polizisten aufwacht und sich nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern kann? Vor dieser Frage steht auch Sam eines Nachts. Das Gesicht im Spiegel kommt ihm entfernt bekannt vor, doch es fällt ihm nichts dazu ein. In der Stadt der Engel, in ihrem Sumpf und ihren tiefsten Abgründen, macht er sich auf den Weg, um herauszufinden wer er ist. Schon bald muss er erkennen, dass er mehr Feinde als Freunde hat, die ihn am liebsten schon gestern unter der Erde sehen wollen.
Eine mühsame Jagd nach den Puzzleteilen seiner Vergangenheit beginnt, ständig auf der Flucht vor seinen Häschern. Und je mehr er über sein früheres Leben erfährt, umso mehr wünscht er sich, nie mit der Suche angefangen zu haben…
Es sind vor allem zwei Dinge, die Film Noir aus der Masse herausstechen lassen. Zum einen ist es der Fakt, dass dies der erste Animationsspielfilm dieser Art ist, der aus dem ehemaligen Jugoslawien kommt. Erdacht und kreiert von einem Exil-Serben, der bislang hauptsächlich als Werbefilmer tätig war, und produziert von einem kleinen amerikanischen Studio.
Zum anderen ist es seine ungewöhnliche Optik, die – man muss schon fast sagen ‘dankenswerterweise’ – nur durch ein zu knappes Budget entstanden ist. Film Noir verbindet nämlich auf eine sehr faszinierende Weise 2D-Animation, Rotoskopie-Look, 3D-Animation und eingebettete Video- und Fotohintergründe, welche insgesamt den Film streckenweise sehr plastisch und fotorealistisch erscheinen lassen. Ursprünglich war nämlich die Animation komplett in 2D vorgesehen, aber aufgrund eines eng gestrickten, finanziellen Korsetts entschied man sich dann auf die kosteneffektivere Variante der 3D-Animation. Das mag in einigen Augen anfangs etwas ‘billig’ aussehen, aber man sollte sich durch Trailer oder kurze Sequenzen nicht täuschen lassen, sondern einfach beobachten, wie das Werk seine doch ziemlich innovativen Bilder entfaltet.
Der einzige Wermutstropfen, der unmittelbar damit einhergeht, sind die Bewegungsanimationen der Figuren, denn die sehen zu einem großen Teil oft unbeholfen und wie aus dem Takt geraten aus. Bei kleinen Flashanimationen im Internet kann man so etwas nachsehen, aber bei einem Spielfilm wirkt sich so etwas auf Dauer nicht gerade positiv für den Gesamteindruck aus.
Ansonsten arbeitet Film Noir, getreu des passend gewählten Titels, mit dem modernisierten, optischen Flair klassischer Film-Noir-Werke. Grautöne bestimmen das Bild, ganz ähnlich wie in Sin City, in welches sich immer mal wieder kleine Farbakzente einschleichen. Doch man sollte sich gleich eingangs von allzu puristischen Vorstellungen ob des Titels verabschieden. Film Noir ist kein Versuch, die 40er Jahre in die Moderne zu hieven, sondern eine auf ihre Art liebe- und humorvolle Homage, Persiflage und Parodie dieses Genres. Die Story bietet Crime, Blut und Sex im Übermaß, so dass man das deutliche Augenzwinkern, welches die Handlung begleitet, wohl kaum übersehen könnte.
Mark Keller, der gleichzeitig als Komponist des perfekt abgestimmten Soundtracks verantwortlich zeichnet, sorgt mit seiner resoluten Stimme für Sams Charakter für die Extraportion Coolness. Klar, dass so ein Typ Stripperinnen kennt, mit denen er mal flink eine Nummer auf dem Schminktisch schieben kann. Schade, dass nicht alle SprecherInnen eine vergleichbar gute Arbeit leisten, bzw. hätten es einfach ein paar mehr sein können, denn manche übernehmen gleich mehrere Rollen gleichzeitig. Das ist zwar nichts Unübliches, aber zumindest bei den Nebencharaktern sollte man komplett unterschiedliche Stimmen erwarten können.
Film Noir biete beste Unterhaltung für alle, die nicht nur auf Hochglanz-Pixar-Produkte oder perfekte Animés aus Fernost stehen, und sorgt für angenehme Spannung bis zum Schluß. Komischerweise ist bisher nur in Deutschland eine DVD erschienen, dafür sogar gleich als Special Edition, auf der man sich u.a. den Anfang der geplanten, voll-animierten Version ansehen kann. Top!
» Film Noir bei IMDb.com
» Offizielle Webseite
» Mark Keller
Ähnliche Artikel:
» Renaissance (2006)
» The Condemned (2007)
» Hitman (2007)
» Rapid Fire (2005)
» Wanted (2008)









28. Januar 2009