
Acoustic Action Alternative Rock Ambient Avantgarde Black Metal Comedy Crime Dark Ambient Death Metal Doom Metal Drama Electronic Experimental Folk Metal Gothic Metal Grindcore Hardcore Hard Rock Heavy Metal Horror IDM Indie Rock Industrial Metal Industrial Rock Instrumental Jazz Jesu Melodic Black Metal Melodic Death Metal New Wave Noise Pop Post-Metal Post-Rock Power Metal Progressive Metal Progressive Rock Rock Shoegaze Sludge Stoner Rock Thrash Metal Thriller Viking Metal
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
-
Mantric – “The Descent” (10.00 / 10)
Alvin Zealot – “Tears Of St. Lawrence” (9.00 / 10)
Jesu – “Jesu” (9.00 / 10)
Tori Amos – “Under The Pink” (9.00 / 10)
Bersarin Quartett – “Bersarin Quartett” (9.00 / 10)
Magazine
Arlington Road (1999)
Der ganz große Knall stand noch aus, war noch eine Dystopie, an die keiner denken wollte (und die niemand für möglich hielt): Amerika 1999, die alte Zeitrechnung. Sicherlich, mit dem ersten Anschlag auf das World Trade Center im Jahr 1993 hatten islamistische Terroristen ein deutliches Zeichen hinterlassen, doch ebenso deutliche, wenn nicht noch stärkere Zeichen, sendete der sogenannte “domestic terrorism” – hausgemachter Terror wie der Bombenanschlag von Oklahoma, und bei dem Ereignisse wie in Waco in Frage stellten, ob nicht auch der Staat seinen Anteil an der Eskalation von Gewalt hatte.
Universitätsprofessor Faraday (Jeff Bridges) beschäftigt sich mit diesen Fragen und sucht nach Antworten, vor allem seit dem seine Frau bei einem desaströsen FBI-Einsatz ums Leben kam. In seinen Seminaren versucht er zu ergründen, warum sich immer mehr unzufriedene Menschen gewaltsam gegen den Staat erheben und wie von staatlicher Seite versucht wird, die wahren Hintergründe solcher Ereignisse zu verdecken. 
Lights Out Asia – “Garmonia”
Zurücklehnen und entspannen

Das Debütalbum der U.S.-Amerikaner erschien 2003 und enthielt sämtliche Basis-Sounds, die auf den beiden Folgealben “Tanks And Recognizers” und “Eyes Like Brontide” vertieft und verfeinert wurden. Rein qualitativ gibt es allerdings kaum Unterschiede anzumerken, denn selbst wenn “Garmonia” ‘nur’ das Debüt ist, ist die Klangfülle und -Tiefe enorm feinfühlig, einlullend und schlichtweg wohltuend. Selten habe ich so weiche, klare und gleichsam schöne, in sich stimmige elektronische Sound-Kreationen gehört wie auf den Veröffentlichungen von LIGHTS OUT ASIA. 
Cleaner (2007)
In seinem alten Leben als Polizist war Tom Cutler (Samuel Jackson) derjenige, der die Tatorte immer nur begutachtet hat um Spuren zu entdecken und auszuwerten. Nun erledigt er jedoch die wahre Drecksarbeit: Als “Cleaner” sorgt er dafür, ebenjene grausamen Spuren der Verbrechen wieder zu entfernen. Verweste Leichen, Blutspritzer in den entferntesten Winkeln eines Raumes und alle sonst erdenklichen, unappetitlichen Szenarien, die am Ende einer schrecklichen Tragödie stehen – nichts, was Cutler durch seine langjährige Erfahrung nicht in den Griff und wieder klinisch sauber bekommen könnte. Wenn er einen Tatort verlässt, ahnt man nicht, was sich dort Grausames abgespielt hat. Nachdem er jedoch eines Tages den Schauplatz einer blutigen Schießerei bereinigt hat, muss er feststellen, dass er womöglich wichtige Beweise vernichtet hat. Und plötzlich hängt er in einer Vertuschungsgeschichte drin, die bis in höchste Polizeikreise geht… 
David Bowie – “Lodger”
Berliner Trilogie: Part 3/3 – Exotik und Pop
Nachdem DAVID BOWIE mit IGGY POP im Schlepptau nach Berlin gezogen war und im Zuge dessen seinen Hang zum Drogenkonsum nicht mehr wirklich verheimlichen konnte (und vermutlich auch nicht wollte), was sich nicht zuletzt in seiner teilweise sehr experimentellen Musik wiederspiegelte, die durch den Zeitgeist ‘Kalter Krieg’ und einer neugewonnenen Freizügigkeit bezüglich eben des Drogenkonsums entscheidend geprägt war, verhielt er sich als Künstler auf eine etwas andere Art extravagant und besonders. Zwar war er die vielen Jahre vorher auch schon bekannt als eine Art schillernder Paradiesvogel, der durch seine bunten und exotischen Outfits viel Aufsehen erregte, jedoch gab die Berliner Phase seinem Erscheinungsbild als Künstler noch einmal einen neuen, in gewisser Hinsicht gefährlichen und auch fragwürdigen Anstrich. Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass DAVID BOWIE diese, nennen wir sie mal vorsichtig ‘künstlerische Phase’, unterm Strich mit drei Meisterwerken abgeschlossen hat; “Low”, “Heroes” und “Lodger”. 
Jenseits der Mauer (2009)
Es ist April 1974. An Europas damalig größtem Grenzkontrollpunkt Marienborn bei Helmstedt versucht das Ehepaar Molitor mit seinen beiden Kindern aus der DDR zu fliehen. Mit falschen Ausweisen als Westdeutsche getarnt und den Kindern im Kofferraum versteckt scheint der Plan aufzugehen, doch dann gehen dem Vater die Nerven durch. Im Kugelhagel wird das Auto der Familie gestoppt und das Ehepaar festgenommen. Die Verurteilung erfolgt schnell und kaltblütig, die Strafe soll verheerend sein. Die Molitors stehen vor der Wahl: Entweder sie verlassen die DDR nur mit ihrem Sohn, während ihre Tochter zwangsadoptiert wird, oder sie gehen für mehrere Jahre ins Gefängnis und verlieren dabei beide Kinder. Mit Molitors Worten “Ihr seid richtige Verbrecher” endet das erste Kapitel dieses bewegenden Films deutsch-deutscher Zeitgeschichte. 
David Bowie – “Heroes”
Berliner Trilogie: Part 2/3 – Helden und Hoffnung
David Robert Haywood Jones, eher bekannt unter dem Namen DAVID BOWIE, hat viele Phasen in seiner Karierre als Sänger und Musiker hinter sich gebracht. Er hat sich dabei nie davor gescheut zu experimentieren und war sich nie zu fein, von anderen Tipps geben zu lassen oder die Komposition seiner Songs (wenigstens) teilweise in andere Hände zu geben. Immer interessiert in alle Richtungen hat DAVID BOWIE mittlerweile ein enormes Repertoire an Alben, Songs (darunter viele Hits) und Stilvariationen angehäuft, das in seiner speziellen Art einzigartig ist. 
Darwin’s Waiting Room – “Orphan”
Forgotten Nu Stuff – Teil IX
Südflorida. Immer wieder eine schöne Gegend für interessante Bands, und das nicht nur im Extrem-Hartwurstsektor. 1995 fanden sich dort ein paar Highschool-Schüler zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Die ersten Aufnahmen wurden bereits 1996 auf Tape gebannt, und waren noch deutlich von Punk beeinflusst. Doch bereits dieses frühe Werk zeigte einiges Potential und einen reichhaltigen Fundus an Inspirationen, aus dem sich die Band bediente. Es sollte allerdings noch ein paar Jahre dauern, bis sich die Besetzung festigte und alle Kräfte für den nächsten großen Schritt sammeln konnte.
2001 war es dann soweit: DARWIN’S WAITING ROOM hatten sich mittlerweile in Miami und Umgebung einen entsprechenden Ruf erspielt, der auch die Aufmerksamkeit von MCA Records auf sich zog. Ein Vertrag wurde unterzeichnet und im Juli das Majordebüt veröffentlicht. 
David Bowie – “Low”
Berliner Trilogie: Part 1/3 – Klang und Vision
Einer der schillerndsten Paradiesvögel der Musikgeschichte ist wohl unbestritten der Brite DAVID BOWIE, der seit 1967 nicht nur eine enorme Anzahl von Veröffentlichungen vorweisen kann, sondern auch ebenso vielseitig und vielschichtig durch verschiedene Musikstile und Epochen gereist ist. Immer wieder hat er seine Musik durch aktuelle, moderne Komponenten erweitert und war stets offen für etwas Neues. Dabei hat er sich nie von seinem Weg und seiner Vision abbringen lassen und trotz weitläufiger künstlerischer Offenheit immer auch seinen eigenen Stil beibehalten. 
Alvin Zealot – “Tears Of St. Lawrence”
Schweizer können’s besser
ALVIN ZEALOT aus Luzern haben mich endgültig überzeugt, dass sich die Schweiz vom Geheimtipp zur verlässlichen Adresse für einzigartigen Indie Rock gemausert hat. Keine Ahnung wie es die Herrschaften teilweise schaffen, britpoppiger als die Briten zu klingen, aber immerhin stammt aus ihrem Heimatland ja auch das Ricola-Bonbon – und das macht denen auch keiner nach.
“Tears Of St. Lawrence” reiht sich ein in die erstklassigen Indie-Platten, die ich in letzter Zeit kennenlernen durfte. 
Under The Elephant’s Skin – “Attic Blues”
Chillig und beruhigend
Die Qualität der Discography dieses russischen Künstlers ist nicht durchgehend und restlos überzeugend, aber Artemiy Nizovtsev hat trotz dieses nicht hochlobenden Eingangssatzes bereits einige richtig gute Veröffentlichungen hinter sich. Das Album “Draught” aus dem Jahre 2009 ist das beste Beispiel für die überzeugenden Taten des Russen und auch die hier besprochene EP “Attic Blues” ist ein sehr gutes Exemplar um die Vorzüge von UNDER THE ELEPHANT’S SKIN aufzuzeigen. 
Limbonic Art – “Phantasmagoria”
When Abigail comes
Nach einem Düsterintro mit verzerrter Fieslingsstimme eröffnet “Phantasmagoria” mit dem gleichnamigen Titel in Punkmanier: Speed, ein GBH-Riff, der hasserfüllten Stimme von Daemon, dem letzten Mohikaner der Band LIMBONIC ART, denn Kumpel Morfeus hat sich ja auf und davon gemacht, sodass nun von einem Einmannprojekt gesprochen werden muss. Wir hören Tasten, Hall, eine seltsam gepresste Produktion und einen entfesselten Damiano Sasso: er ist der Bruder von Angelo, nicht gewusst? 
Crippled Black Phoenix – “200 Tons Of Bad Luck”
Ein Trauerspiel in 12 Akten
Aus Großbritannien kommen CRIPPLED BLACK PHOENIX und sie spielen eine Mischung aus Alternative-, Post- und 70’s-Rock. Die Mischung kommt zustande durch ausgedehnte, schleichende bis einlullende, leicht hypnotische und psychedelische Arrangements in Kombination mit stilistisch markantem, rockigem Gitarrenspiel aber auch akustischen Klängen. Der relativ schlichte, manchmal sogar unauffällige, mit viel Schwermut versehene Gesang ergänzt passend den Sound und schraubt das instrumentale Post-Ambiente auf ein bestimmtes Maß zurück. Die Musik dieser Band kann und darf man insgesamt gesehen nicht mal eben so in eine bestimmte Ecke oder Schublade stecken, denn dazu ist sie zu eigenständig, auch wenn die benutzten Zutaten für sich alleine stehend bekannt sind. 
Die Welle (2008)
Es war 1967, vier Jahre nach dem Milgram-Experiment und vier Jahre vor dem berühmten Standford-Experiment, als der Geschichtslehrer Ron Jones mit seiner Klasse ein halb improvisiertes Experiment unternahm. An seiner Schule in Kalifornien unterrichtete er damals zum Thema Nazi-Deutschland. Eine der größten Fragen, die er in den Klassenraum stellte: Wie konnte die deutsche Bevölkerung angeblich nichts vom Holocaust mitbekommen haben wollen, bzw. wie konnte sie scheinbar taten- und willenlos zusehen, während die Nazidiktatur ganz Europa ins Verderben stieß?
Da er diese Frage seinen Schülern nicht beantworten konnte, sollten sie es sozusagen in praktischer Erfahrung lernen, wie die Mechanismen einer Diktatur funktionieren, welche Voraussetzungen notwendig sind. Nur wenige Tage später geriet dieses Experiment bereits außer Kontrolle. 













