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Magazine
Metalium – “Grounded – Chapter Eight”
Germany – One Point! (Part V) – Acht Alben, ein Song
Unermüdlich, seit einer Dekade nämlich, beackert Henning Basse die trve Power Metal-Schiene. Besser ist sein Alter Ego METALIUM in dieser Zeit keineswegs geworden. Auch nicht schlechter, immerhin. Denn seit Anbeginn tröten, fanfaren, solieren und klingeln sich METALIUM durch ihr arg limitiertes musikalisches Segment und negieren dabei konsequent jede Form der Veränderung. Phantasie oder schöpferische Kraft werden mühelos umschifft, um den heimatlichen Hafen gar nicht erst verlassen zu müssen. So auch auf “Grounded-Chapter Eight”. » ganzen Artikel lesen
Collapse Under The Empire – “Find A Place To Be Safe”
Nichts Neues, aber trotzdem richtig gut
Im Jahre 2007 begann für das Hamburger Post-Rock-Duo Chris Burda und Mathew Jason die musikalische Geschichte unter dem Namen COLLAPSE UNDER THE EMPIRE. 2008 haben sie mit “Paintball” die erste EP veröffentlicht und im Frühjahr 2009 das selbst produzierte “Systembreakdown”, das als digitales Album erschien. Nun kommt mit “Find A Place To Be Safe” ihr neues Album über das Hamburger Indielabel Sister Jack auf den Markt und COLLAPSE UNDER THE EMPIRE geben sich feinfühlig, professionell und frisch. » ganzen Artikel lesen
Hecate Enthroned – “Redimus”
Britische Teufel
HECATE ENTHRONED wurden irgendwie immer nachgesagt, sie wären ein Klon von CRADLE OF FILTH, was ich bis heute absolut nicht nachvollziehen kann. Der Sound der Engländer hat, wenn überhaupt, nur relativ geringe Parallelen zu Dani Filth und seiner Quietscheentchen-Combo. Aber scheinbar brauchen die Kritiker stets etwas, womit sie die Bands vergleichen oder “beflecken” können. Ich nutze diese Art des Vergleichs ja auch, bemühe mich jedoch darum, ehrlich und bei aller Subjektivität trotzdem fair zu bleiben. Rundum objektive Reviews gibt es nämlich nicht. » ganzen Artikel lesen
Backyard Tire Fire – “The Places We Lived”
Handgemachter Blues
Das vierte Album “The Places We Lived” der US-Band BACKYARD TIRE FIRE beginnt unspektakulär. Groove, Swing und einfache Akkorde handgemachter Art teilen sich uns lässig, unaufdringlich mit. Von der Wärme, der Gemütlichkeit und träumerischen Schwelgereien lassen wir uns gerne einlullen. Das sehr kurze Lied “Everybody’s Down” erinnert sehr an die Bands der Endachtziger/Frühneunziger, welche nach den Phasen von Disco, Elektro und Deutscher Welle echtes Bandfeeling zurück auf die Bühne und in den Player zauberten.
Ein effektives Riff hält dann mit “Welcome To The Factory” Einzug. Solche Songs stehen BACKYARD TIRE FIRE besonders gut; dieser ölige Straßenblues, Staub, die Tanke als einziger Anhaltspunkt am Horizont. Das Solo erinnert uns an BLACKFOOT, LYNYRD SKYNYRD und MOLLY HATCHET. Überhaupt, diese Musik funktioniert am besten im Truck, im Straßenkreuzer oder dem Cabrio aus den Fünfzigern, und zwar nicht in Wanne-Eickel, sondern auf der Route 66. » ganzen Artikel lesen
City Of Fire – “City Of Fire”
Die Nebenschauplätze sind immer interessanter

Fast hätte man sie übersehen, fast hätte sie der mediale Zug überrollt, der sich in den letzten Monaten ausgiebig mit FEAR FACTORY beschäftigt hatte (und es immer noch tut). Während in den USA der Kindergarten Hochbetrieb hatte, traten aus Vancouver in Kanada ganz unbemerkt CITY OF FIRE auf den Plan – die einem nichts sagen müssen, solange man nicht weiß, dass diese Band eine weitere, gemeinsame Baustelle von Burton C. Bell und Byron Stroud ist. Wo diese beiden Herren schon überall ihre Finger im Spiel hatten, sollte zum metallischen Allgemeinwissen gehören. Zusammen mit Terry “Sho” Murray, Bob Wagner und Ian White, ebenfalls langjährig erfahrene Musiker, beschreiten sie neue Pfade, die dennoch sehr vertraut klingen. » ganzen Artikel lesen
Fear Factory – “Mechanize”

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Das neue Album von FEAR FACTORY ist ein Dampfhammer und ein Dämpfer zugleich, wenn auch ersterer gewohnt heftig niederschlägt und letzterer gar nicht so groß ist. Den größten Unterschied macht wohl eher die Entstehung von “Mechanize”, welche für wiederauflebende Freundschaften und scheinbar irreparable Schäden im Bandgefüge steht. Zwischen Burton C. Bell und Dino Cazares ist nach langer Funkstille wieder alles klar, während sich die beiden zusammen mit der anderen Hälfte von FEAR FACTORY, Christian Olde Wolbers und Raymond Herrera, einen Kindergartengerechten Streit um die Namensrechte liefern. Eine Zeit lang hieß es “die neue Band mit dem Namen Fear Factory”, nun ist das Album endlich erhältlich. Haben es Dino und Burton tatsächlich geschafft, die alte Chemie zum Kochen zu bringen, den Geist in der Maschine zum Leben? Reiht sich “Mechanize” als neuer Klassiker ein zwischen “Demanufacture” und “Obsolete”? Matt Sick und ME sind da eher skeptisch. » ganzen Artikel lesen
Killshot (2008)
Blackbird (Mickey Rourke) ist nicht gerade das, was man sich unter einem präzise arbeitenden Mafiakiller vorstellt. Unfreiwillige Zeugen scheinen sich wie ein roter Faden durch seine Karriere zu ziehen. Auch bei seinem letzten Auftrag muss er sich einer Beobachterin entledigen, was seinen Arbeitgebern gar nicht gefällt. Doch dann kommt es zu einer verhängnisvollung Verkettung der Ereignisse: Er macht die Bekanntschaft mit Rickie, einem jungen, brutalen Hitzkopf, der sich auf Erpressung und Einbrüche festgelegt hat. Gemeinsam wollen sie einen Immobilienhändler abziehen, doch der Zufall will es, dass sie in dessen Büro auf das Ehepaar Carmen (Diane Lane) und Wayne (Thomas Jane) treffen. Eine Verwechslung, ein Schußwechsel, eine rasante Flucht – Carmen und Wayne kommen mit dem Schrecken davon, doch der Alptraum beginnt erst gerade.
Vom FBI erfahren sie, wer Blackbird wirklich ist und werden umgehend ins Zeugenschutzprogramm gesteckt. Dass sie sich dort nicht sicher fühlen können, zeigt sich schon bald, denn Blackbird setzt alles daran, die unliebsamen Zeugen unter die Erde zu bringen. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt… » ganzen Artikel lesen
Overkill – “Ironbound”
Kugelblitz stimmt!
Kugelblitz und Thrash, da fällt mir zuerst immer das brasilianische Fußballlaufwunder Ailton ein. Die jüngsten Auftritte des Ex-Bremer Ailton, welcher aufgrund seiner Statur und seines Laufstiles den nicht unzutreffenden Beinamen “Kugelblitz” erhielt, in Deutschlands Liga sechs gerieten ja recht unterhaltsam: “Ailton gut!”, “Ailton rennen!”, “Ailton schnell, stimmt”, “Ailton Tor, ja”, das war feine Unterhaltung, echter Thrash.
Ebenso echten Thrash von allerdings weit weniger Unterhaltungswert bieten die US-Veteranen OVERKILL mit “Ironbound”: es ist die geschätzte 27. Veröffentlichung aus dem Hause der Amerikaner um Bobby “Blitz” Elsworth. Nie wichen OVERKILL in knapp 30 Jahren von ihrer Linie ab; immer sägten die Gitarren, der inzwischen (ebenso) zum Kugelblitz mutierte Bobby steuerte seine stark nach Udo Dirkschneider tönenden gepressten, leicht nasalen Vocals bei, METALLICA werden ausgiebig zitiert, es hagelt Soli, unheimliche Intros, Thrash-Drums, alles in überlange Songs verpackt. » ganzen Artikel lesen
Gruenewald – “II”
Von Tagträumen in die Nacht hinein
Auf Eins folgt Zwei, auf einen Geheimtipp folgt der nächste: Ein gutes Jahr nach seinem Einstand stellt uns Christian Kolf das zweite Album mit GRUENEWALD vor. Dass hier nicht einfach Überbleibsel aufs oft ungeliebte Solo-Abstellgleis geschoben werden, davon zeugte schon das beachtenswerte Debüt. Bewunderswert, dass Kolf neben seinen Betätigungen in VALBORG, ISLAND und WOBURN HOUSE auch hier jeden Milliliter Herzblut hineinsteckt.
“II” ist ein bescheidener Titel, das Coverbild düster und rätselhaft. Doch wenn der Betrachter näher tritt, nehmen scheinbar willkürliche Muster Gestalt an, Details offenbaren sich, bis der erste vorschnelle Eindruck obsolet wird. Ähnlich verhält es sich mit der Musik, bei der “II” in gewisser Hinsicht für Kontinuität steht. Da, wo das Debüt endete, findet dieses Album seinen Anfang. » ganzen Artikel lesen
Pelican – “City Of Echoes”
Helden des Post-Rock
Die vier Instrumentalakrobaten von PELICAN aus Chicago gehören mittlerweile eindeutig zur First Class der Post-Rock-Szene. Diese Band klingt nur nach sich selbst und gilt nicht als Plagiat; PELICAN selbst sind das Vorbild vieler Nachzügler im Post-Rock und werden gerne und häufig muskalisch zitiert. Das, was andere Bands erst einmal für sich ergründen müssen, nämlich eine eigene Identität, haben PELICAN bereits hinter sich und können nun ihren Stil verfeinern und definieren. » ganzen Artikel lesen
Darkness (2002)
Einsame Häuser in weiter, nahezu unberührter Landschaft sind immer wieder gut für Horrorgeschichten. Sie beschwören unsere Urängste vor wilden Tieren, Naturphänomenen und fremden Menschen, denen man auf dem Land scheinbar immer etwas misstrauischer begegnet, als mitten in einer Großstadt. Aus einer solchen zieht eine amerikanische Familie nach Spanien, sozusagen mitten in die Pampa, dort wo der nächste Nachbar ein paar Minuten Autofahrt entfernt liegt.
Doch schon bald scheint das alte Haus seine unheilvolle Wirkung zu entfalten. Immer wieder fällt der Strom aus, und dann beginnt der Vater plötzlich an Nervenzusammenbrüchen und Verhaltensveränderungen zu leiden. Mit ihrem Freund kommt die Tochter dann der erschreckenden Geschichte des Hauses auf die Spur: Es war der Ort eines grausamen Rituals, bei dem sieben Kinder während einer Sonnenfinsternis geopfert werden sollten. Doch irgendwas schlug damals fehl, ein Kind konnte dem Wahnsinn entkommen… und nun, da eine neue Sonnenfinsternis bevorsteht, scheint es Kräfte zu geben, die das Ritual endlich vollenden wollen. » ganzen Artikel lesen
Lynyrd Skynyrd – “God & Guns”
Handgemachter Southern Rock
Die Legende LYNYRD SKYNYRD ist zurück. Das wievielte Album dieser Altrocker ist “God And Guns” eigentlich? Egal. Denn schon der Opener “Still Unbroken” führt fort, was LYNYRD SKYNYRD, BLACKFOOT, DOC HOLIDAY, WHITESNAKE und ähnlich gelagerte Bands immer wieder gern neu auflegten: bluesgetränkten, erdigen Hard Rock, welcher immer den Bogen zum Boogie, Southern Rock oder manchmal sogar zum metallischen Element schlug.
Musik, wie sie so nur in den Staaten entstehen kann, weit, der Horizont nicht erkennbar, die Straßen geben den Weg vor; der Weg ist das Ziel. Hammonds, 4/4-Takt, rockige Klampfen und der stete Drang, vorwärts zu marschieren, sind wesentlicher Bestandteil dieser Musik. Melodisch die Refrains, heavy das Riffing, der Mantel schleift im Staub, der Hut sitzt schief, der Poncho fällt löchrig, die Mundwinkel sind heruntergezogen, die Kippe ist lang erloschen, allein sie bleibt, bis wir eine neue auftreiben. » ganzen Artikel lesen
Helloween – “Unarmed – Best Of 25th Anniversary”
Verunglimpfte Geschichte
Die (einstige?) Power-Metal-Truppe HELLOWEEN hat viele verschiedene Stationen hinter sich. Sie begannen unter der musikalischen Regie von Kai Hansen (GAMMA RAY) und Michael Weikath und starteten somit als äußerst vielversprechende Metal-Truppe, die amtlich Saft gegen hat. Die Spielfreude war eindeutig hörbar und die Songs sprühten nur so vor Energie und Power. Nach “Walls Of Jericho” und den beiden “Keeper Of The Seven Keys”-Alben zerbrach dieses vielversprechende Gitarrenduo und Weikath übernahm die Verantwortung für das Meiste, was die Band hervorbrachte. Nach ihrem durchwachsenen Album “Chameleon” verließ auch noch ihr mit einer begnadeten Stimme gesegneter Sänger Michael Kiske die Band und Andi Deris von PINK CREAM 69 nahm seinen Platz ein. Seitdem waren HELLOWEEN meiner Meinung nach musikalisch wie auch qualitativ nie wieder dieselben und konnten auch nie wieder an alte Glanztaten anknüpfen. Natürlich ist diese Aussage reine Geschmacksache und jeder muss für sich selbst entscheiden, was er mag und was nicht. » ganzen Artikel lesen
SWANS are not dead!!!!
Völlig überraschend reaktiviert Michael Gira seine alte Band SWANS. Für viele Fans dürfte diese Nachricht einer Feierlichkeit wie Weihnachten, Ostern und Silvester an einem Tag zusammen gleichkommen.
Noch 2010 soll das neue SWANS-Album erscheinen. In der Zwischenzeit hat Gira über sein Label Young God Records ein CD/DVD-Package mit akustischen Demo-Versionen einiger neuer SWANS-Songs und zwei Liveshows veröffentlicht. » ganzen Artikel lesen











