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Exxasens – “Eleven Miles” (10,00 / 10)
valerie renayTake a look! http://www.youtube.com/watch?v =vViinMt156s
MEAuch hier gilt: die Version mit Bonus greifen! ‘Age Of Creation’ ist ein wunderbarer Achterbahn-Track,...
MEAuch für dieses Album gilt: die edle Digifassung mit Bonustrack ‘Tired Bones’ (lässig-schwerer...
Seven Nines And Tens – “Habitat 67″
Full spectrum dominance
Har-har, was für eine markige Überschrift, und aufgrund ihrer militärischen Bedeutung eigentlich völlig unpassend für Musik – aber hey, das ist Sprache, das ist Metaphorik, und in punkto ‘Spektrum’ kann man den Kanadiern von SEVEN NINES AND TENS wirklich nichts vormachen. An fast jeder Ecke wird man hier als Hörer eines Besseren belehrt, weil Erwartungen immer trügerisch sein können. Was erwartet man z. B. von Post-rockenden Bands? Und was von solchen, die gern noch eine große Schippe harte, metallische Riffs obendrauf packt? 
How Comes The Constellations Shine – “Belongs To Mafra”
Portugiesischer Eisberg-Rock
Ein Instrument sagt mehr als tausend Worte. Trifft auf viele Post-Rock-Bands zu, und die Portugiesen machen auf ihrem neuen Album keine Ausnahme. Vielleicht doch eine: Sie behandeln ihre Instrumente nicht so wie die meisten. In zehn namenlosen Songs spielen ihre Gitarren wie Streichinstrumente – ohne Bogen, aber selbst Finger bekommen diesen Charakterwechsel irgendwie hin. Die flirrenden Saiten und Reverbs und Halls baden förmlich in ansteckender Melancholie, während das Piano heimlich die dominante Rolle in den Songs übernommen hat. 
Adam Yauch erliegt Krebsleiden
Adam Yauch, Gründer der BEASTIE BOYS, ist gestern im Alter von nur 47 Jahren an Krebs verstorben. Rest in peace.
Aus diesem Grund gibt es hier nochmal den Aufruf zum Kampf…
The Beastie Boys – (You Gotta) Fight For Your… von universalmusicdeutschland
Elephant Hawk Moth – “Elephant Hawk Moth”
Rockende Nachtschwärmer
Die Würzburger ELEPHANT HAWK MOTH trommeln auch ganz gerne mal auf dem Lokus. Muss ein wunderbares Raumecho geben, vor allem wenn der Schlagzeuger noch SoundFX… aber lassen wir das. Das Video, was sie zu ihrem Debütalbum (fertig?)gedreht haben, scheint jedenfalls amüsant zu werden, inkl. Unterwasseraufnahmen! Mit Strom sollten sie im nassen Element allerdings vorsichtig sein, denn davon jagen sie eine ganze Menge durch ihre Gitarren. 
Bersarin Quartett – “II”
Elektronenorchester für Solisten
Ich weiß nicht, wie Thomas Bücker an seine Kompositionen herangeht, wie er schreibt. Aber wenn in einem jahrelangen Prozess ein Meisterwerk heranwächst (das war der Spoiler), kann ich mir vorstellen, wie spannend sich dieser Prozess gestalten kann – wenn man in der eigenen Fundgrube, oder sagen wir eher Schatzkiste der Klänge, nach den Juwelen gräbt, die sich plötzlich so zusammenfügen, als hätten sie schon immer zusammengehört. Gut möglich, dass ich mit dieser romantischen Vorstellung auch komplett danebenliege; dagegen könnte zumindest sprechen, dass das zweite Werk von Bückers Projekt BERSARIN QUARTETT noch geschlossener wirkt, als zuvor das Debüt. 
Colaris – “Renewal”
Zeitgenössischer Post-Rock
Mit ihrer “Disclosure” Debüt-EP sind sie mir schon positiv aufgefallen, auf ihrem neuen Album treibt es die deutschen COLARIS offenbar über die Wolken. Gleichzeitig schimmert auf dem Cover ein labyrinth-artiges Gebilde hervor – als Andeutung von Komplexität? COLARIS gehen allerdings nicht zu verkopft vor, insofern braucht man hier keine abstrakten Klanggebilde erwarten. Vielmehr treffen COLARIS mit ihrer Interpretation von Post-Rock exakt den Nerv zeitgenössischer Produktionen. 
O Graceful Musing’s Burden – “Two”
Literarische Instrumentalwanderungen
Nur noch zu zweit, aber kein bißchen schwächer. Die Leipziger setzen ihren Weg fort und haben sich auch ihre individuelle Note behalten. Ihr musikalischer Erzählstil schwankt nach wie vor zwischen Post-Rock und Progressive, wobei vor allem das Experimentelle einen wesentlichen Anteil an ihren Kompositionen hat. Deutlich wird das vor allem in den Arrangements: Ganze 23 Minuten geht das erste von zwei Stücken. Das simpel “Two” benannte zweite Album der Band ist vor allem eine Reise durch Stimmungen, Befindlichkeiten und fliegenden Gedanken. Verzweiflung und Hoffnung, Angst und Freude – die Leipziger führen uns durch die Aggregatzustände der menschlichen Seele. 
The Mount Fuji Doomjazz Corporation – “Егор (Egor)”
Jazz-Grüße aus Moskau
Der Teaser ist kein billiges Wortspiel – das neue (Live-)Album der MOUNT FUJI DOOMJAZZ CORPORATION entstand tatsächlich in einer Livesession im DOM-Theater. Und irgendwie dokumentiert es eine interessante Wellenbewegung im Schaffen des mittlerweile zum Ensemble gewachsenen Projekts von Gideon Kiers und Jason Kohnen. Wir erinnern uns: Das erste Album war noch eine äußerst experimentelle Live-Ambient-Drone Geschichte, die mit Jazz im Prinzip nichts zu tun hatte, auch wenn Projektname und Albumtitel natürlich unschlagbar cool sind. 
The Search – “Staying Alive In A Country Industrialized”
Stark in der zweiten Halbzeit
Ob es wirklich nur an den bisher spärlichen Touraktivitäten der Schweden liegt, dass der Name THE SEARCH hierzulande noch nicht so stark bekannt ist? Auf meinem Radar sind sie bisher auch nicht aufgetaucht, dabei hat die seit gut zehn Jahren aktive Band schon eine ganze Latte an Veröffentlichungen vorzuweisen.
THE SEARCH, die u.a. JOY DIVISION und THE CURE zu ihren Inspirationsquellen zählen dürften, fühlen sich pudelwohl im losen Verbund von Indie Rock, Pop und New Wave. Kein Retro-Sound, keine Spur von altbackenen Huldigungsritualen, sondern recht zeitlos und doch zeitgeistig sind sie dabei unterwegs. 
Syndrome – “Now And Forever”
Emotionaler Mammutsong
Es dröhnt und wabert schon eine Weile bei SYNDROME, aber mit ihrem neuesten Werk “Now And Forever” dürfte ihnen ein kleines Meisterwerk gelungen sein, wenn auch nur ein relativ kurzes. Genaugenommen ist es nur ein Monster von einem Song, aber der hat es in sich. Mathieu Vandekerkhove (Amenra, Kingdom, Sembler Deah, Caan) hat diese Platte seinem Sohn gewidmet, und genau das dürfte auch der Grund sein, warum “Now And Forever” zum Emotionalsten und Tiefgründigsten zählt, was seiner Feder bisher entsprungen ist. Zusammen mit seinem Kollegen Colin H. van Eeckhout und Josh Graham (Neurosis, A Storm Of Light, Battle Of Mice) und noch einigen anderen kleinen Gastbeiträgen arbeitet er sich hier durch eine relativ einfache aber detailreiche Klangwelt. 
Ribozyme – “Presenting The Problem”
Norwegische Superrocker
Wenn man mir eine Band mit Attributen wie FILTER, NINE INCH NAILS oder TOOL schmackhaft machen will, dann ist das so, als würde man mir lauter Schokohäppchen zuwerfen, nach denen ich natürlich gierig schnappe. Allerdings schraube ich dadurch auch gleich meine Erwartungen um 100% nach oben, denn wenn solche Namen “gedroppt” werden, dann muss auch “geliefert” werden. Die Norweger RIBOZYME schwingen sich dann allerdings so schnell und so lässig über die hohe Messlatte, dass mein Kopf nicht nur im Rhythmus nickt. 
A Rainy Day In Bergen – “A Rainy Day In Bergen”
Nordisch elektronische Pop-Italiener
Was verschlägt diese Italiener nach Norwegen? Das gute Wetter? Der etwas ungewöhnliche Bandname dürfte jedenfalls dafür sorgen, dass man die Südländer gedanklich in den Norden verfrachtet, denn wie typische Italiener scheinen sie nicht zu klingen. Jedenfalls hört man diese Art melancholisch kühlen Indie Pops nicht gerade häufig aus Bella Italia. Soviel zur täglichen Klischeepflege.
Was die Herrschaften hier mit ihrem Debüt vorlegen, ist mehr als nur ein guter Auftakt. 
Max Bondi – “Convolution”
Minimalistisches Experimentalwerk
Schwierig, schwierig. MAX BONDI wirft uns mit seiner mathematikverliebten zweiten Platte einen ganz schön schwerverdaulichen Brocken vor die Füße. Statt Funktionsfaltung gibt es auf “Convolution” quasi Hirnfaltung. Das Album, welches in einer liebevoll hergerichteten und stark limitierten CD-Auflage erscheint, wird vor allem durch seinen Experimentalcharakter bestimmt.
Wer auf Drones, Feedbacks und Ambientschwingungen steht, kann hier vorsichtig ein Ohr riskieren. 







