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Heaven And Hell – “The Devil You Know” (10.00 / 10)
BEIRUT – “Nantes” (Live in Paris) (10.00 / 10)
Megadeth – “Endgame” (10.00 / 10)
Arx Kaeli (10.00 / 10)
Limbonic Art – “Phantasmagoria” (10.00 / 10)
Magazine
Accept – “Blood For The Nations”
Neuer Stoff ist immer auch alter Stoff
“Beat The Bastards”, was für ein sägendes Eingangsriff! Der Opener vom neuen ACCEPT-Opus “Blood For Nations” ist in der Tat ein guter Kracher, flott, heavy, mit den typischen ACCEPT-Trademarks im Chorus. ACCEPT ohne Udo? Nun, Mark Tornillo vertritt ihn ganz gut. Ein wenig an die Shouter von METAL CHURCH und OVERKILL angelehnt, strengt er seine Stimmbänder unablässig an, läuft immer hochtourig, kurz vor dem Abkippen. 
Sahg – “III”
Retro as fuck!
Die Norweger SAHG beehren uns mit ihrem simpel “III” betitelten Drittwerk. Nun, was hat sich im Vergleich zu den bisherigen beiden Veröffentlichungen geändert? Nicht viel im Grunde, allerdings das Wenige verändert die Ausrichtung ungemein: sie sind griffiger, grooviger, weniger psychedelisch geworden, die Buben aus Norwegen, rockiger sozusagen.
Denn noch mehr als früher orientieren sich SAHG an Old School-Szenegrößen wie WHITESNAKE, LED ZEPPELIN oder LUCIFER’S FRIEND. 
September Malevolence – “Tomorrow We’ll Wonder Where This Generation Gets Its Priorities From”
Wo bleibt der Mut?
Schön fließender, unverkrampfter Post-Rock wird hier auf diesem Debütalbum zelebriert, der an wenigen Stellen mit ein paar weichen Stimmen ergänzt wird. SEPTEMBER MALEVOLENCE orientieren sich musikalisch dabei an Genregrößen wie EXPLOSIONS IN THE SKY oder auch MOGWAI. Die Schweden kopieren genannte Bands auf “Tomorrow We’ll Wonder Where This Generation Gets Its Priorities From” sehr einschneidend und ordnen sich den Vorgaben des Genres Post-Rock und eben dessen Vorzeige-Bands unter. 
Disturbed – “Asylum”

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Irgendwann musste es passieren, irgendwann legt auch eine erfolgreiche Band wie DISTURBED eine ziemliche Arschbombe hin. “Asylum” mag bei den üblich verdächtigen Kritikerprofis zwar noch gute Wertungen einheimsen, bei den Fans ist aber eine zunehmend düstere Stimmung zu bemerken. Nachdem bereits die ersten Hörproben für Ernüchterung gesorgt haben, werden jetzt die schlimmsten Befürchtungen in Albumlänge wahr: Das fünfte Album von DISTURBED ist ein ziemlicher Reinfall, da sind sich ME und Bastian einig. 
The Black Angels – “Phosphene Dream”
Morrison – back from the grave!
Dass ich eine Schwäche für Retro-Bands der Sechziger- oder Siebziger Jahre habe, dürfte bekannt sein. THE BLACK ANGELS nun sind eine talentierte Band aus Austin/Texas und an ebendiesem rückwärts gerichteten Sound sehr interessiert. Der Bandname ist an den berüchtigten “The Black Angel’s Death Song” (geschrieben von Cale/Reed) von THE VELVET UNDERGOUNDs Debüt aus dem Jahre 1967 (mit Nico) angelehnt. Nun, damit ist eine gewisse Richtung vorgegeben. Sobald die ersten Takte von “Phosphene Dream”, dem neuen (und dritten) Album von THE BLACK ANGELS erklingen, erleben wir nämlich neben Anklängen an THE VELVET UNDERGROUND die Wiederauferstehung von Morrison und seinen legendären THE DOORS, einer der Superbands der damaligen Zeit. 
The Minus Man (1999)
Ein Roadtrip mit einem Serienmörder, ein kleines Märchen in einer Vorstadtidylle, erzählt vom Killer selbst. Vann (Owen Wilson), der gutaussehende, freundliche Truckfahrer ist auf der Reise zur nächstbesten Stadt. Was ihn umtreibt, bleibt verborgen, vielmehr scheint es wie magnetische Anziehungskraft zu sein, die zwischen ihm und Orten wie Menschen herrscht. Der schüchterne und kontaktscheue Vann sucht nicht nach den Menschen, doch sie scheinen ihn zu suchen wie die Motten das Licht. Sie sind unzufrieden, laden ihre Lebenslast auf ihm ab, klagen ihm ihr Leid… und er vergiftet sie dafür. 
Beirut – “The Flying Club Cup”
Amerikanischer Balkanmusiker spielt französische Folklore
Das zweite vollständige Album von BEIRUT, der Formation um den jungen amerikanischen Multiinstrumentalisten Zach Condon, erobert die französische Folklore in all seinen Form- und Feinheiten. Während sich der Vorgänger thematisch bekanntlich um den Balkan und insbesondere um Russland drehte, wählte Condon auf “The Fyling Club Cup” das deutsche Nachbarland als Inspirationsquelle für die musikalischen sowie lyrischen Inhalte des Albums. Nahezu jeder Song ist mit einer Stadt in Frankreich inhaltlich verknüpft und gibt ein bestimmtes Gefühl wieder, das Condon eben mit diesen Städten verbindet. 
Clouds – “We Are Above You”
Zwischen den Stühlen
CLOUDS aus Boston verschreiben sich einer Mischung aus Alternative Rock, etwas Stoner Rock, bissel Punk-Feeling und einem Schuss klassischem Rock. Das Ganze verweben sie zu einem funktionierenden Geflecht, das ineinander greift und jedem der genannten Stile für sich den Raum gibt, sich zu entfalten. Andersherum fabrizieren sie auch eine spannende Aneinanderreihung aus genannten Zutaten und wechseln fröhlich von Part zu Part unter den Stilen hin und her. Dabei gehen CLOUDS allerdings überhaupt nicht so wolkig vor, wie es ihr Name vielleicht suggerieren mag, sondern mitunter laut und ungestüm, ab und an etwas ruhiger aber nicht leise und oftmals kernig und vollmundig. 
Five Pointe O – “Untitled”
Forgotten Nu Stuff – Teil XIV
Was habe ich im Rahmen dieser Serie nicht schon über den Charakter von Bandkarrieren sinniert und Metaphern benutzt, um sie zu beschreiben. In den Wind geschossene Zukunftspläne, verbrannte Erde, Burn-Out Syndrom oder Familienzwist – es gibt viele Ursachen, die Bands von den Bühnenbrettern der Welt steigen lässt. FIVE POINTE O aus Illinois waren in der Welt des modernen Metal ein Streiflicht, wie eine Sternschnuppe, die kurz am Himmel auftaucht und dann nach sehr kurzer Zeit wieder erlischt. Sie hat nicht viel bewegt, aber einige Menschen haben sie gesehen. 
Loop – “Fade Out”
Atmet den Qualm der 70er
Nur selten verdient die Musik einer Band die Bezeichnung Psyhcedelic Rock so sehr wie das, was die Briten LOOP auf ihren Veröffentlichungen präsentieren. Die Kernzeit der Band war zwischen 1985 und 1990, eigentlich also nicht sehr lange und dennoch haben sie neben diversen Compilations und Singles besonders mit ihren drei Alben “Heaven’s End”, “Fade Out” und “A Gilded Eternity” zur Geschichte der psychedelischen Musik, die eben nicht Mitte/Ende der 60er Jahre, bzw. in Ausläufern auch noch in den 70ern geschrieben wurde, einen gehörigen Anteil beigetragen. 
Bridges Of Königsberg – “We Have Many Faces”
Der kürzeste Weg zum Debüt
Die Brücken von Königsberg? Sind hier etwa Informatiker am Werk? Das Brückenproblem, mit dem Leonard Euler einst die Graphentheorie begründete, strahlt allerdings keine trockene Mathematik auf die Musik ab, die das Quartett aus Chicago spielt. Weder verkopft noch vertrackt, sondern sehr geradlinig bewegen sich die Brückengänger im Fahrwasser des instrumentalen Post-Rocks. Einfühlsame Pianoklänge, filigrane, elektronische Detailarbeiten und schwebende Gitarren kennzeichnen die Songs. 
The A-Team (2010)
Ein Panzer hängt an einem Fallschirm, nachdem das Flugzeug, was ihn noch kurz zuvor durch die Luft getragen hat, explodiert ist. Aus dem Geschützturm ragt nun der Kopf eines Mannes, der mit dem Bord-MG die feindlichen Drohnen abschießen will, die gerade das Flugzeug zur Strecke gebracht hatten. Etwas Kurskorrektur auf dem Weg nach unten notwendig? Kein Problem, ein paar Schüsse mit der Kanone sollten ausreichen, um dann zielsicher in einem See abzustürzen. Und das alles über Deutschland!
In keiner anderen Serie wurde seinerzeit in den 80ern soviel Testosteron ausgeschwitzt, wie beim legendären A-Team. Keine Frage also, dass die Neuverfilmung vor allem bei Fans unter schärfsten Kritikfeuer stand, bevor auch nur eine einzige Szene überhaupt abgedreht worden war. 
Giants – “Old Stories”
Perfekte alte Geschichten
Post-Rock hat mittlerweile viele Gesichter und jeder Hörer kann sich aus dem schier unüberschaubaren Wust an Bands die Musik wählen, die ihm am meisten zusagt. Wenn die Wahl auf die Sorte Post-Rock fällt, mit der das Genre anfänglich gewachsen ist, dann müssten GIANTS als einer der Top-Kandidaten auf der Liste ganz weit oben stehen. Als spontane Vergleiche würde ich Namen wie EXPLOSIONS IN THE SKY oder THIS WILL DESTROY YOU nennen, denn die musikalische Tiefe ist genannten Bands sehr nahe und auch die Art des Aufbaus der jeweiligen Atmosphäre innerhalb eines Songs ist von ähnlicher Machart. Nein, dies soll keineswegs bedeuten, dass GIANTS nur ein Plagiat der großen Namen des Genres sind. Auch wenn sie genannten Formationen sehr ähnlich klingen und nicht wirklich ein vollkommen eigenes musikalisches Gesicht besitzen, ist ihre Musik phantastisch gut gelungen und schlicht und einfach echt. Jeder einzelne Ton bestätigt dies. 
Black Breath – “Heavy Breathing”
New Wave Of US-Sunlight-Crustcore
Dass Seattle musikalisch nicht vor sich hin dämmert, beweisen die US-Boys von BLACK BREATH. Meine Güte, was stürmen diese räudigen Buben durch das heimatliche Wohnzimmer, um eine Spur der Verwüstung zu hinterlassen. Mit filigraner Sunlight-Revival-Produktion von Kurt Ballon (CONVERGE) ausgestattet, sägen sich die Jünger des Old-School-Schweden-Tods durch ein Soundgebräu, welches appetitlich durch Crust, Hardcore und New Wave Of British Heavy Metal-Licks angereichert wird. Könnte so eine Mischung aus CONVERGE, ENTOMBED, CARCASS und NAPALM DEATH klingen? Vielleicht. 












